Giulias Verschwinden

   Kinostart: 04.02.2010

Giulias Verschwinden: Nach einem Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter inszeniert der Schweizer Christoph Schaub einen tragikomischen Reigen über das Älterwerden und den Mut für einen Neuanfang.

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Nach einem Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter inszeniert der Schweizer Christoph Schaub einen tragikomischen Reigen über das Älterwerden und den Mut für einen Neuanfang.

Eigentlich soll Giulia mit ihren Freunden in einem Restaurant ihren 50. Geburtstag feiern. Doch während die wartenden Gäste über Allergien, Übergewicht und Wadenkrämpfe philosophieren, streift sie durch die Straßen und kommt zu dem Entschluss, dass ihr an diesem „Freudentag“ nicht zum Feiern zu Mute ist. Nur zu gerne lässt Giulia sich von einem älteren Herrn auf ein Glas Wein einladen. Im Restaurant sind derweil hitzige Diskussionen über Fragen des Daseins im Gange, als plötzlich die Tür aufgeht und der Ehrengast doch noch erscheint.

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Kritikerrezensionen

  • Giulias Verschwinden: Nach einem Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter inszeniert der Schweizer Christoph Schaub einen tragikomischen Reigen über das Älterwerden und den Mut für einen Neuanfang.

    Nach einem Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter inszeniert der Schweizer Christoph Schaub einen tragikomischen Reigen über das Älterwerden und den Mut für einen Neuanfang.

    Andreas Dresen hat es mit „Wolke 9“ getan und Leander Haußmann mit „Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus!“. Jetzt räsoniert auch der Schweizer Filmemacher Christoph Schaub über das Älterwerden. „Giulias Verschwinden“ basiert auf einem Drehbuch des Schriftstellers Martin Suter (dessen Roman „Lila, Lila“ erst gerade mit Daniel Brühl verfilmt wurde), das ursprünglich der 2006 verstorbene Daniel Schmid, ebenfalls Eidgenosse und mit Suter befreundet, in Szene setzen sollte. Schaub, der bereits 1989 mit „Dreißig Jahre“ einen Film über den 30. Geburtstag von drei Freunden gemacht hatte, schien nicht zuletzt deshalb prädestiniert zu sein für dieses Projekt, steht doch diesmal eine Frau im Mittelpunkt, die gemeinsam mit ihren Liebsten in einem Restaurant ihren Fünfzigsten begehen will. Doch Giulia (Corinna Harfouch) lässt auf sich warten. Während die Gäste über Allergien und Übergewicht, Wadenkrämpfe und die Vorteile von Tempur-Matratzen philosophieren, streift die Jubilarin ziellos durch die Straßen, hat mit einem Mal das seltsame Gefühl, für ihre Umwelt unsichtbar zu sein, und kommt nach und nach zu dem Entschluss, dass ihr an diesem „Freudentag“ alles andere als zum Feiern zu Mute ist. Nur zu gerne lässt Giulia sich von einem sehr charmanten älteren Herrn namens John (Bruno Ganz) auf ein Glas Wein in eine Hotelbar einladen. Im Restaurant sind derweil hitzige Diskussionen über grundsätzliche Fragen des irdischen Daseins im Gange, als plötzlich die Tür aufgeht und der Ehrengast doch noch erscheint.

    Schaubs Komödie lebt vor allem von den akzentuierten Dialogen, die Autor Suter seinen Protagonisten in den Mund gelegt hat. Und diese werden von hochkarätigen und glänzend aufgelegten Schauspielern - neben Harfouch und Ganz unter anderem auch Stefan Kurt, Sunnyi Melles und Max Herbrechter - vorgetragen. Die wenigen Schauplätze, das Lokal, das Hotelfoyer, ein Bus, ein Seniorenheim und ein Kaufhaus, sorgen für statische, ruhige Fernsehbilder, die vorwiegend Großaufnahmen der handelnden Personen zeigen. Am meisten Lacher bekommt Christine Schorn, die sich in ihrem Altersheim so richtig daneben benimmt und am Ende gar eine zünftige Tortenschlacht anzettelt. Zum Finale lässt Schaub alle Figuren und damit sämtliche Handlungsstränge seines tragikomischen Reigens über Leben und Tod, ewige Jugend und Altersstarrsinn, Schönheits-OPs und Faltencremes in jenem besagten Restaurant zusammenlaufen. Und Hoffnung auf Liebe im fortgeschrittenen Alter gibt es auch, wenn Giulia zum Abspann mit John ein Taxi besteigt und damit einen Neubeginn wagt. lasso.

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