There Is No Place Like Home - Nichts wie weg aus Ocean City

  1. Ø 0
   2012
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Filmhandlung und Hintergrund

There Is No Place Like Home - Nichts wie weg aus Ocean City: Schräger Selbstfindungsspaß, in dem Comedy-Ass Kristen Wiig als gescheiterte Autorin einen Neuanfang versucht.

Imogen, Ende 30, hat einen Selbstmordversuch inszeniert, um ihren treulosen Freund Lee zu halten. Sie scheitert kläglich – wie alles, was die ehemals vielversprechende Theaterautorin in den vergangenen Jahren in Angriff genommen hat. Nach New York ist sie vor Jahren geflohen, um dem Arbeiterklassenmilieu New Jerseys zu entfliehen. Dorthin wird sie nun zurückbeordert, in die Obhut ihrer übermächtigen, spielsüchtigen Mama Zelda. Eine schwierige Heimkehr, denn in ihrer Mutter sieht Imogen den Hauptgrund für ihr Scheitern.

In der Mitte des Lebens glorios gescheitert, muss Imogen zu ihrem Entsetzen wieder bei Mutti einziehen. Schräge Typen, gut beobachtetes Leben und ein gehörige Portion Witz in dieser stark besetzten Familienkomödie.

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Kritikerrezensionen

  • Schräger Selbstfindungsspaß von Robert Pulcini und Shari Springer Berman, in dem Ulknudel Kristen Wiig als gescheiterte Autorin einen Neuanfang versucht.

    Für ihre unkonventionellen, liebenswerten Charaktere und deren sorgsame Zeichnung sind Robert Pulcini und Shari Springer Berman, siehe etwa „American Splendor“ oder „The Extra Man„, bekannt. Imogene heißt hier ihre Heldin, hinreißend gespielt von der angesagten Kristen Wiig („Brautalarm„). Die gescheiterte, Titel gebende Theaterautorin spielt sie, die seit Jahren nichts mehr zu Papier, geschweige denn auf die Bühne gebracht hat. Um ihren untreuen Freund Lee (Darren Criss) zu halten, hat sie einen Selbstmordversuch inszeniert – und das ist genauso kläglich missglückt wie all die anderen Dinge, die sie im Lauf der Jahre in Manhattan in Angriff genommen hat.

    Dem Arbeiterklassenmilieu New Jerseys wollte sie einst entfliehen – und genau dorthin wird sie zurückbeordert, in die Obhut ihrer übermächtigen, spielsüchtigen Mama Zelda (gewohnt überzeugend: Annette Bening), die ihr Bett mit einem reichlich unterbelichteten Typen – Matt Dillon zieht lustvoll vom Leder – teilt, der vorgibt für die CIA zu arbeiten. Durchgeknallte, verkorkste Existenzen wohin man schaut.

    Aus dem Zusammenprall der glamourösen, intriganten New Yorker High Society mit der hemdsärmeligen „trailer trash“-Welt Jerseys bezieht Michelle Morgans dialogstarkes Skript einen Großteil des Witzes – und mittendrin glänzt die „Saturday Night Life“-erprobte Wiig. Sie schreit und weint, streitet sich mit ihrer Mutter, einer lebensfrohen Klamottenkatastrophe, die (vermeintlich) all das verkörpert was sie ablehnt. Hinzu kommen Imogenes verhaltensgestörter Bruder, der sich in einem unförmigen, selbstgebastelten Ektoskelett durch den Big Apple kämpft, während Lee als Teil einer „Backstreet Boys“-Coverband von einer glamourösen Showkarriere träumt.

    Vom schwierigen Weg zu sich selbst erzählt dieser verquere, sorgsam ausgestattete, schnörkellos umgesetzte und fotografierte Spaß, von (seelischen) Verletzungen und der Schwierigkeit, sich in einer immer komplizierter werdenden Welt zurechtzufinden. Dabei bleiben die Figuren stets geerdet und der Realität verpflichtet, sind keine Freaks, sondern ganz normale Menschen auf der Suche nach dem persönlichen Glück. geh.

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