Girl 6

Kinostart: 30.05.1996

Filmhandlung und Hintergrund

Flotte Komödie von Spike Lee ("Malcolm X") über eine Telefonsex-Expertin.

Weil es mit dem Einstieg ins Filmgeschäft nicht so recht klappen will, nimmt eine junge Schauspielerin einen Job bei einer Telefonsex-Firma an. Schnell wird sie als „Girl 6“ zur begehrten Erotikstimme, die mit großem Spaß und ebensolchem Erfolg die Phantasien ihrer Anrufer ausfüllt. Gleichzeitig setzen ihre eigenen Träume, ein Filmstar zu sein, sie unter wachsenden emotionalen Druck.

Desillusioniert durch demütigende Erfahrungen im Filmbusiness läßt sich eine angehende Schauspielerin auf ein Engagement als Telefonsex-Girl ein. Nach anfänglicher Scheu ist sie schon bald eine der begehrtesten Gesprächspartnerinnen der Agentur. Immer tiefer taucht „Girl 6“ in den Strudel sexueller Wünsche ein, bis sie plötzlich seelisch erschöpft zusammenbricht. Trotz Beurlaubung macht das „Girl für gewisse Stunden“ von zuhause aus weiter - bis sie eines Tages an den falschen Mann gerät…

Flotte Komödie von Spike Lee („Malcolm X“) über eine Telefonsex-Expertin.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Girl 6: Flotte Komödie von Spike Lee ("Malcolm X") über eine Telefonsex-Expertin.

    Spike Lee, streitbare Speerspitze des schwarzen US-Kinos, dringt in die anonyme, seltsame Welt des Telefonsex ein. Seine Geschichte einer gescheiterten New Yorker Schauspielerin, die Gefallen an ihrem Job als Erotikstimme findet, birgt ein enormes Potential an Spannung, Witz und interessanten Einsichten. Leider gelingt es dem Film nur bedingt, das vorhandene Potential auszuschöpfen.

    Wie meist in Spike-Lee-Filmen findet sich auch in „Girl 6“ zunächst ein ganz ausgezeichnetes Ensemble von Schauspielern. Allen voran Theresa Randle, bereits in „Harte Jungs - Bad Boys“ eine kleine Entdeckung, die jene namenlos bleibende New Yorker Actrice spielt, die nach einem wahren Stakkato von Frustrationen zu Beginn des Films die Schauspielerei vorübergehend an den Nagel hängt und einen Job bei einer Telefonsex-Firma annimmt. Erste Überraschung: Die aufregenden Stimmen unter deren Anschluß jeder seine Nummer kriegt, gehören praktisch ausnahmslos zu ebenso aufregenden jungen Frauen. Lee porträtiert die Firma als sauberes, durchorganisiertes Frauenhaus, in dem Damen wie Supermodel Naomi Campbell (mit einem „Models Suck“-T-Shirt gekennzeichnet) und Debi Mazar („Batman Returns“) im Akkord stöhnen. „Girl 6“ (Randle) hat schnell großen Erfolg mit ihrem nuancierten Audio-Sex und verstrickt sich immer tiefer in diese trügerische Scheinwelt. Auch sie hat ihre eigenen Phantasien, und die Passagen, in denen sie sich als schwarze Filmdiva Carmen Jones oder TV-Serienstar Foxy Brown sieht, gehören zu den besten des Films. Gleichzeitig ist es gerade die Episodenhaftigkeit, die den Stoff nicht zur vollen Entfaltung bringt. Die männlichen Anrufer werden als gesichtslose „Perverse“ gezeigt oder als alberne Freaks der Lächerlichkeit preisgegeben. Ein offensichtlich gefährlicher Kunde, der das Mädchen auch zu Hause belästigt und bedroht, wird weit nach der Hälfte des Films abrupt eingeführt, bleibt aber ebenso eine Marginalie wie der baseballfanatische Nachbar (Lee) und der gaunerische Ex-Mann von Girl 6, die ihr schließlich genügend Warnungen ausgesprochen haben, so daß sie am Ende einen Neuanfang als Schauspielerin in Hollywood versucht.

    Zweifellos gelingen Lee einige herrliche Szenen mit messerscharfen Dialogen und in seinem nach wie vor brillantem visuellen Stil, und auch die zahlreichen Star-Kurzauftritte - u. a. von Quentin Tarantino, Madonna, Halle Berry, Ron Silver und John Turturro - lassen immer wieder aufblicken. Das Drama (oder ist es eine Komödie?) um jenes seltsam farblos bleibende Girl 6 will jedoch nicht so recht packen. Lees ausgiebige Verwendung von alten und neuen Prince-Songs läßt den Film bisweilen wie einen langen Videoclip wirken: poppig, flott und nicht von Inhaltsschwere belastet. evo.

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