Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest

  1. Ø 4
   2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest: Packendes Actiondrama über drei New Yorker Cops im Kampf gegen Killer, Drogendealer und die eigenen Ambitionen und Dämonen.

Während sich die Spannungen in den Brooklyn Projects, einem Wohnkomplex mit hoher Kriminalitätsrate, zu entladen drohen, stehen drei New Yorker Cops auf dem schmalen Grat zwischen Funktionieren und Abstürzen. Drogencop Sal überschreitet alle Grenzen, um seiner Familie ein besseres Leben zu bieten, Streifenpolizist Eddie will dieses in seiner letzten Arbeitswoche nur retten und Undercovercop Tango endlich abgelöst werden, bevor er selbst zum Gangster wird. Drei Männer im Netz von Korruption und Gewalt, von eigenen Ambitionen und Dämonen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auf inhaltlicher Seite ein überraschungsfreies Einmaleins abgefrühstückter Polizei-Klischees, doch ansonsten ein satter Gewinner auf den ambitionierten Spuren der großen Genre-Klassiker.
  • „Training Day“, Antoine Fuquas größter Hit, war offenkundig nur ein „Training Day“ für sein neues, fiebrig-packendes Copdrama mit Starbesetzung.

    Von South Central in Los Angeles ist der Actionspezialist („Shooter“) in die Projects von Brooklyn umgezogen. In diesen Wohnblocks mit einer der höchsten Kriminalitätsrate New Yorks ist Autor Michael C. Martin, vor ein paar Jahren noch U-Bahn-Hilfsarbeiter, aufgewachsen. Seine Revierkenntnisse und die Freundschaft zu einem Undercovercop waren Impulsgeber für sein, thematisch und klimatisch an die Hitserie „The Shield“ erinnerndes Debütdrehbuch, das Fuqua scharfe Munition für einen in Sprache, Typen, Milieu und Verhaltensmustern authentisch wirkenden Reißer liefert.

    Mit einer langen, explosiv endenden Dialogszene eröffnet „Das Gesetz der Straße“, gefolgt von einer ausgedehnten Einführung ins Leben der Hauptfiguren, drei Cops auf dem schmalen Grat zwischen Funktionieren und Abstürzen. Drogencop Sal (Ethan Hawke) muss dringend ein kleines Vermögen akquirieren, sonst bleibt der Traum vom größeren Haus für Frau und Kinder unerfüllt. Dafür überschreitet er alle Grenzen. Tango (Don Cheadle) steht kurz davor, denn nach drei Jahren Undercovereinsatz sind die Trennungslinien zwischen Cop und Gangster nahezu aufgelöst. Eddie schließlich (Richard Gere) ist so engagiert, wie sein Spitzname „Burn Out“ andeutet. Noch sieben Tage trennen den risikoscheuen Streifenpolizisten, der nie Karriere machen, nur überleben wollte, von der Rente. Doch in dieser Woche wird der vereinsamte, suizidgefährdete Veteran wachgerüttelt – und nicht von der gewohnten Kombination aus Wecker und Whiskey.

    Etwa 40 Minuten lang entwickelt Fuqua eine Atmosphäre von überreizten Nerven und Aggressivität, bevor es zu ersten Action-Entladung kommt. Danach wird weiter Druck aufgebaut und in Parallelmontagen sichtbar, wie die Cops an verschiedenen Schauplätzen Gewalt erleben und säen, die Luft zum Atmen immer dünner wird, bis das dramaturgische Crescendo den Höhepunkt erreicht, sich ihre Wege kreuzen und nur einer seinen Hals retten kann. Bei der ursprünglichen, in Sundance gezeigten Schnittfassung soll das Finale noch hoffnungsloser gewesen sein, doch als Zuschauer ist man dankbar für diesen Funken Licht am Ende des Tunnels voller düster-klaustrophobischer Szenen. Das Happy End ist ohnehin so illusorisch wie der Filmtitel ironisch. Fuquas Sympathie für an der Front kämpfende Cops ist unübersehbar, aber er blendet die Schattenseiten – Furcht, Korruption, Gewalt – nie aus. Alle darstellerischen Leistungen bis hin zu den Nebenrollen (Wesley Snipes, Ellen Barkin) sind überdurchschnittlich, folgen der Fieberkurve des intensiven, spannenden, an realistisch schäbigen und bedrohlich wirkenden Schauplätzen gedrehten Films, der nur ein Resümee zulässt: Fuquas finest. kob.
  • Bereits der Originaltitel des Films – „Brooklyn’s Finest“ – spiegelt in zynischer Weise das desillusionierte und hoffnungslose Selbstverständnis der Cops wider, die in der brutalen Umgebung Brooklyns Dienst tun. Die düstere Welt, die Regisseur Antoine Fuqua („Training Day“) hier entwirft, enthält viele oft gesehene Klischees. Dennoch scheint auch eine Menge Wahrheit in seinen ebenso schwermütigen wie brutalen Bildern zu stecken. (Inwiefern diese Wahrheit zuerst im Film oder zuerst in der Realität existiert hat, wäre da durchaus mal eine interessante Frage.)

    Durch die unterschiedlichen nebeneinander existierenden Episoden nimmt Fuqua verschiedene Blickwinkel auf die Arbeit der Polizisten ein. Die Cops sind dabei weder eindeutig gut noch eindeutig böse. Vielmehr agieren sie in einer Grauzone dazwischen. Inwiefern sich ihre moralischen Haltungen in die eine oder andere Richtung ziehen lassen und inwiefern ihre Handlungen gerechtfertigt – oder sogar vom Staat gefordert sind – ist nie ganz eindeutig.

    Besonders spannend ist in dieser Hinsicht die Rolle Ethan Hawkes zu bewerten. Seine Darstellung des moralisch zerrissenen Sal ist die wohl eindrücklichste schauspielerische Leistung des Films. Doch auch Richard Gere und Don Cheadle sind überzeugend, nur bleibt ihnen in ihren zu stereotyp geratenen Rollen kaum Platz für persönliche Glanzleistungen.

    „Brooklyn’s Finest“ besitzt einen individuellen Beigeschmack. Mehr allerdings nicht, denn mit einem Film über Polizisten auf den Straßen Brooklyns bringt Fuqua nun nicht gerade eine neue Idee auf die Leinwand. Seine Zielgruppe dürfte der Film dennoch erreichen, auch wenn sie nicht unbedingt mit der Neuerfindung des Cop-Thrillers rechnen dürfen.

    Fazit: Fuqua bietet mit „Brooklyn’s Finest“ zwar nichts wirklich Innovatives, liefert aber einen soliden und ansprechenden Cop-Thriller, der vor allem Fans dieses speziellen Genre überzeugen dürfte.
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