Genug

  1. Ø 3.7
   2002

Genug: Emotionen aufwühlender Thriller, in dem sich Jennifer Lopez mit allen Mitteln gegen ihren gewalttätigen Mann zur Wehr setzt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Genug: Emotionen aufwühlender Thriller, in dem sich Jennifer Lopez mit allen Mitteln gegen ihren gewalttätigen Mann zur Wehr setzt.

Eigentlich könnte Slim (Jennifer Lopez) eine glückliche Frau sein, doch hinter der Fasssade ihrer scheinbar heilen Kleinfamilie verbirgt sich der nackte Eheterror-Abgrund. Um sich ihrem Gatten Mitch (Bill Campbell), der sie regelmäßig verprügelt, endgültig zu entziehen, flüchtet Slim mit ihrer Tochter quer durch die Vereinigten Staaten. Allerdings muss sie feststellen, dass sich der ebenso hartnäckige wie clevere Nadelstreifen-Psycho nicht so einfach abschütteln lässt.

Angriff ist die beste Verteidigung in diesem emotional anrührenden Psychothriller. Michael Apted, Regisseur mit Faible für starke Frauenrollen („Gorillas im Nebel„, „Nell„), dirigierte das packende Opfer-schlägt-zurück-Szenario, und Co-Stars wie Juliette Lewis, Fred Ward und Noah Wyle sind mit von der Partie.

Mitch scheint der perfekte Mann für Slim zu sein. Er hat Charme, Willen und eine Menge Geld, um ihr und dem gemeinsamen Töchterchen ein tolles Leben zu bieten. Doch als Slim erkennt, dass Mitch sein Glück auch mit anderen Frauen teilt und eine brutale Ader hat, flieht sie. Doch Niederlagen kommen nicht vor im Vokabular des skrupellosen Mannes.

Wie viel Angst, wie viel Terror kann ein Mensch ertragen? Seit Monaten ist Slim mit ihrer kleinen Tochter Gracie auf der Flucht vor ihrem brutalen, psychopathischen Ehemann Mitch. Ihr ehemaliger Traumprinz hat sich als wahrer Teufel in Menschengestalt entpuppt, der nicht daran denkt, in eine Scheidung einzuwilligen. Trotz neuer Identität nebst Wohnortwechsel kommt Mitch Slim auf die Spur und macht der jungen Frau erneut das Leben zur Hölle. Slim erkennt, dass es nur einen Ausweg gibt – sie muss sich ihrem Peiniger stellen…

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Kritikerrezensionen

  • Wie unlängst bei Ehemann Chris Judd bewiesen, trennt sich Jennifer Lopez vergleichsweise unspektakulär, wenn sie von jemandem genug hat. In der Psychodynamik des Kinos aber reichen „Angel Eyes“ nicht, muss Lopez durch Amerika flüchten, Identitäten wechseln und schließlich in den Nahkampf treten, um ihren untreuen, prügelnden und tyrannischen Ehemann endlich auf Distanz halten zu können. Manipulativer Geschlechterkampf in archaischer Form, der im Kino zu leidenschaftlichen Solidarisierungsaktionen führen wird.

    Regisseur Michael Apted, Spezialist für starke Frauenrollen („Blink“, „Gorillas im Nebel“, „Nell“), thematisiert in seinem neuen Thriller ein Gefühl, das in den Rechtsstaaten auf breiter Basis erlebt wird. Der Einzelne fühlt sich vom Gesetz immer stärker im Stich gelassen, das den Täter mehr als das Opfer zu schützen scheint und der Polizei oft eine Position von Ohnmacht zuweist. „Sieht aus, als gehörten Sie zu den Glücklichen“, kommentiert so ein Cop das Ende von Lopez‘ Martyrium, das mit Kapitelüberschriften und Songs beschrieben wird. Das Drehbuch von Nicholas Kazan weist einige Parallelen zu „Der Feind in meinem Bett auf“, in dem Julia Roberts von einem Handtuchpedanten das Lächeln ausgetrieben wurde. Kazan zeigt mehr Humor als „Feind“-Autor Ron Bass, überzeichnet aber solidarisch Figuren und Situationen, um das Publikum zu emotionalisieren. Seine Hauptfigur heißt Slim, wie einst Lauren Bacalls selbstbewusste Bogart-Trophäe in „Haben und Nichthaben“, und ist der zwingende Beweis, dass Konfrontation mit amerikanischen Diner-Kellnerinnen böse enden. Zunächst sieht alles märchenhaft gut aus für Slim (Lopez), deren Beziehung zur besten Freundin Ginny (sympathisch wie lange nicht mehr: Juliette Lewis) zu den charmantesten Aspekten des Films zählt. Ginny ist auch Trauzeugin, als Slim den in jeder Hinsicht perfekten Mitch heiratet (Billy Campbell, sanfter Familienvater in der US-Hitserie „Nochmal mit Gefühl“). Schnell kommt auch eine Tochter aus der Abteilung süß und altklug, etwas langsamer die Erkenntnis, dass Mitch Affären hat und Slims Kritik daran mit Gewalt beantwortet. Nach ihrem Gang zu den Cops, denen die Hände gebunden sind, bleibt Slim schließlich nur die Flucht – mitten in der Nacht, damit Spannung forciert werden kann. Glaubwürdigkeit ist für „Genug“ keine Unterhaltungsvoraussetzung und wird selbstbewusst vor allem im letzten Drittel ignoriert. Da ist Mitch längst als Teufel etabliert, der überall Augen, Ohren und überdies Geld hat, um Frau und Tochter durchs ganze Land zu verfolgen. Als Slim unter ihrer neuen Identität Erin in bester Brockovich-Manier ein Anwaltsbüro stürmt, um dort juristisch völlig ernüchtert zu werden, bleibt nur noch der Crashkurs in Kampftechnik und Elektronik. Im Finale ist Lopez dann Lara Croft und das Publikum durch Dramaturgie und Inszenierung längst so aufgeheizt, dass sich im Kino wohl Fankurven für Slim bilden werden. Damit sind Erwartungen vielleicht berechtigt, dass 1,3 Millionen Zuschauer, Lopez‘ bisher bestes Einspielergebnis („The Cell“, „Wedding Planner“), hier vielleicht nicht genug sind. kob.

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