Der technisch beeindruckende Actionthriller von Regisseur Ang Lee läuft seit Kurzem erfolgreich in den deutschen Kinos. Für Hauptdarsteller Will Smith ist der Film allerdings in einer Außenseiterposition. Warum das dennoch gut sei, erklärte er in einem Interview.

Zumindest in den deutschen Kinos kann sich das verantwortliche Studio Paramount Pictures nicht beklagen: „Gemini Man“ ist gut gestartet und hat sich mit 212.000 Besuchern an die Spitze der deutschen Kinocharts gesetzt. Gerade für Hauptdarsteller Will Smith dürfte dieser Erfolg die Bestätigung sein, dass er noch immer in der Lage ist, als Star einen Film zu tragen. Der jüngste Erfolg mit „Aladdin“, der weltweit 1,05 Milliarden US-Dollar einspielen konnte, zählt hier nicht ganz. Die meisten Besucher wollten sicherlich in erster Linie die Live-Action-Variante von Disneys Kultklassiker sehen und nicht etwa Will Smith.

Will Smith fordert: Mehr Mut zum Risiko

In den meisten Kinomärkten startet Regisseur Ang Lees HFR-Streifen mit 120 Bildern pro Sekunde und einer Auflösung von 4K erst noch. So auch in den USA. Prognosen gehen hier von Einnahmen am Startwochenende von maximal 30 Millionen US-Dollar aus, was ziemlich mager wäre. Das wiederum deckt sich aber mit Will Smiths Meinung. Er hält „Gemini Man“ für einen Außenseiter in der aktuellen Kinolandschaft, wie er gegenüber Collider wissen ließ: „In der heutigen Welt ist es wesentlich sicherer, einen Teil drei von irgendwas zu produzieren, als etwas komplett Neues aus dem Boden zu stampfen. Das ist aber der Grund, warum wir so begeistert davon sind. Wir wollten bis an die Grenzen gehen, um den Leuten einen Grund zu geben, in die Kinos zu gehen und dort etwas zu sehen, das es so im Heimkino nicht gibt.“

Damit spricht Smith offenbar all die zahlreichen Franchises wie „The Fast and the Furious“ und wohl auch Superheldenstreifen wie die des Marvel Cinematic Universe (MCU) an. Gegenüber Yahoo führte der 51-Jährige den Gedanken weiter: „In den vergangenen Jahren sind Heimkinosysteme so gut geworden und auch das Fernsehen hat sich so gut entwickelt, dass man zuhause einen bestimmten Grad an Erlebnis genießen kann. ‚Gemini Man‘ ist als Erlebnis etwas immersiver. Man erlebt den Film in etwa so wahr, wie das Auge die Welt wahrnimmt.“

Das aktuelle Kino, so Smith, müsse also neue Wege gehen, die das Fernsehen mit der Serien-Renaissance nicht zu bieten vermag und darf sich nicht allein auf erfolgreiche Formeln beschränken.

So entstanden unter anderem die spektakulären Effekte bei „Gemini Man“:

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So entstehen die Effekte für „Gemini Man“, „Avengers: Endgame“ und Co.

Auch Will Smith hat Franchises in der Tasche

Zwar mag Will Smith mit seinem Aufruf zu mehr Risikofreudigkeit durchaus recht haben, aber er selbst hat so einige Fortsetzungen auf dem Terminkalender stehen. Da wäre zum einen „Bad Boys for Life“, die mittlerweile zweite Fortsetzung zum 1995er Hit von Michael Bay. Sogar ein vierter Teil soll bereits in Planung sein. Und dann wäre da noch die geplante Fortsetzung zu „Bright“, die nur noch nicht gedreht wurde, weil Smith zu viele Projekte in der Pipeline hat.

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