Geld.Macht.Liebe: Die Rheinbergs

  1. Ø 5
   2009
Geld.Macht.Liebe: Die Rheinbergs Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Geld.Macht.Liebe: Die Rheinbergs: Pilotfilm zur Serie um eine Frankfurter Bankiersfamilie.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schon der Vorspann macht deutlich, woran sich diese neue ARD-Produktion messen lassen will: Der geteilte Bildschirm und die wuchtige Titelmusik sind eine Verbeugung vor „Dallas“. Der Klassiker aus den Siebzigern hat gleich in mehrfacher Hinsicht Maßstäbe gesetzt: Die Serie war ein weltweiter Erfolg und machte diverse Mitwirkende zu Stars. Vor allem aber ergötzten sich die Geschichten an der Faszination des Bösen. Korruptheit, Geldgier und Skrupellosigkeit waren selten zuvor derart exemplarisch in Szene gesetzt worden.

    „Geld.Macht.Liebe“ kommt dem programmatischen Titel zum Trotz ein paar Nummern kleiner daher, was nicht zuletzt an den Darstellern, aber auch an den Geschichten liegt: Die Serie protzt zwar mit mondänen Handlungsorten und ausgefeilt gemeinen Intrigen, wirkt aber trotzdem wie eine ambitionierte Vorabendproduktion, die es dank ihres Ehrgeizes und des sommerlich lauen Konkurrenzprogramms in die Hauptsendezeit geschafft hat. Tatsächlich hat das Autoren-Team, die Geschwister Heike Brückner von Grumbkow und Jörg Brückner, bereits eine Menge Erfahrung mit industriell produziertem Fernsehen gesammelt: sie bei „Verbotene Liebe“, er bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, beide gemeinsam bei der Telenovela „Rote Rosen“.

    Die Grundelemente von „Geld.Macht.Liebe“ sind ganz ähnlich, und doch ist Hans-Wolfgang Jurgan, Geschäftsführer der ARD-Tochter Degeto und Redakteur der Serie, der festen Überzeugung, keine andere aktuelle Produktion decke auf vergleichbare Weise „die ganze Bandbreite der emotionalen Möglichkeiten“ ab; als da wären „Liebe, Lust, Leidenschaft“, aber auch „Intrigen, Gier, Rache Machtstreben bis hin zum Mord“.

    Tatsächlich fackeln die Autoren nicht lange, um bloßzulegen, worauf die Welt der reichen Schönen in Wirklichkeit basiert. Roland Koch ist zwar nicht J.R. Ewing, zumal er als Chef des Traditionsbankhauses Rheinberg auch etwas hölzern agiert, aber schon allein die Besetzung eines hessischen Herrschers mit einem Schauspieler dieses Namens ist ein kleiner Coup. Selbstredend halten die Rheinbergs zusammen wie Pech und Schwefel, wenn es gilt, sich gegen Angriffe von außen zusammenzurotten. Der Feind heißt Mona Sailer (Angela Roy): Die Schwester des Bankers hat der Familie vor Jahrzehnten den Rücken gekehrt. Als Monas ehrgeizige Tochter Ariane (Anna Bertheau) rausfindet, dass ihre Mutter eine Rheinberg ist, nimmt sie einen Job in der Bank an, ohne sich zu erkennen zu geben; und das soll selbstredend nur der Anfang vom Aufstieg sein.

    Auch wenn das große Vorbild „Dallas“ unerreicht bleibt: „Geld.Macht.Liebe“ entwickelt durchaus einen gewissen Reiz und weckt vor allem Neugier darauf, wie es mit den Figuren weitergeht. Denn im Unterschied zur herkömmlichen Serie, aber ähnlich wie die „Daily Soaps“ und Telenovelas werden die Geschichten tatsächlich seriell erzählt: Der neunzigminütige Pilotfilm endet wie jede weitere Folge mit einem so genannten Cliffhanger, einem offenen Schluss, der die Neugier auf die Fortsetzung schüren soll. tpg.

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