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Geh, wohin dein Herz dich trägt

Kinostart: 25.07.1996

Filmhandlung und Hintergrund

Üppige Verfilmung des italienischen Bestsellers.

Als Kind verlor Marta ihre Mutter durch einen Unfall und wurde von ihrer Großmutter Olga aufgezogen. Nach Olgas Tod gelingt es Marta mit den Tagebuchaufzeichnungen ihrer Großmutter, die bisher nie ausdiskutierten Konflikte ihrer Familie und das belastete Verhältnis Olgas zu Martas Mutter besser zu verstehen.

Die junge Marta liest die schockierende Lebensbeichte ihrer verstorbenen Großmutter Olga. Sie erfährt, daß ihr unbekannter Vater nur ein Urlaubsflirt ihrer Mutter Ilaria war, die ihrerseits die uneheliche Tochter Olgas gewesen ist. Diese Entdeckung macht Marta mit einem Schlag bewußt, wodurch die quälenden Schuldgefühle verursacht wurden, von denen sie während ihrer gesamten Jugend gequält wurde. Befreit von der Last der Vergangenheit, findet sie den Mut zu einem neuen Lebensanfang.

Nach dem Tod ihrer Großmutter Olga macht sich Marta auf, ihre Familiengeschichte zu ergründen und findet in den Tagebüchern Olgas Hinweise über ihre früh gestorbene Mutter. Schicksalsträchtiges und üppig ausgestattetes Melodram nach dem italienischen Bestseller.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Geh, wohin dein Herz dich trägt: Üppige Verfilmung des italienischen Bestsellers.

    Das ZDF betätigte sich als Ko-Produzent dieser Verfilmung des gleichnamigen italienischen Bestsellers der römischen Autorin Susanna Tamaro. Das bleibt bei „Geh‘, wohin dein Herz dich trägt“ nicht ohne Folgen. Christina Comencinis Film ist handwerklich gediegen, aber oft zu behäbig inszeniert und folgt in seinen Figuren und der Handlungsentwicklung den gewohnten Vorgaben eines schicksalsschwangeren TV-Melodrams. Die Kinoauswertung steht somit wohl nicht unter einem glücklichen Stern, zumal der Start im Hochsommer für einen solchen Film nicht die optimalen Auswertungschancen bietet.

    Mit einer klassischen Rückblendenstruktur erzählt Christina Comencini, eine von zwei filmenden Töchtern des italienischen Kinoveteranen Luigi Comencini, die Geschichte einer weiblichen Familienlinie und ihrer Kommunikationsprobleme. Nach dem Tod von Olga (Virna Lisi, zuletzt so großartig in „Die Bartholomäusnacht“) findet ihre soeben aus den USA zurückgekehrte Enkelin Marta (Newcomerin Valentina Chico) die Aufzeichnungen ihrer Großmutter. Lesend reist Marta in deren tragisches Leben, nimmt Teil an ihrer Kindheit, ihrer Ehe mit einem guten, aber unaufmerksamen und langweiligen Mann (Lisis Rolle übernimmt hier Italiens Jungstar Margherita Buy, die Sergio Rubini in „La Stazione - Der Bahnhof“ auch in deutschen Kinos aus seinem Alltagstrott riß), an den Konflikten Olgas mit Martas depressiver Mutter Elaria und erfährt schließlich das große Familiengeheimnis, dessen Entdeckung der aufgewühlten Elaria einst das Leben kostete. Heimliche Liebhaber, grausame Verkehrsunfälle, die geliebte Menschen aus dem Leben reißen, große Gefühle, die nicht ausgesprochen werden - alles ist vorhanden, was einen süffigen Schicksalsroman auszeichnet und was das Fernsehen allwöchentlich flächendeckend unter die Zuschauer bringt. Dank Virna Lisi, in deren Augen sich auf berührende Weise das Leid eines bewegten Lebens widerspiegelt, und den drei anderen Hauptdarstellerinnen folgt man dieser Geschichte - ungeachtet ihrer kolportageartigen Natur. Und gewinnt den Eindruck, melodramatische Herz-Schmerz-Konstrukte gesehen, aber in der Beziehung der drei Frauengenerationen zueinander auch wahre Gefühle erlebt zu haben. kob.
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