Der Streaming-Anbieter Netflix eroberte vor allem dank seiner Serien zahlreiche Haushalte auf der ganzen Welt. Bei Filmen bewies der VoD-Gigant allerdings nicht immer ein solch überzeugendes Händchen. Man blicke nur auf den neuesten Eintrag „Game Over, Man!“, der seinen Titel anscheinend etwas zu wörtlich nimmt.

Seit vergangenem Freitag, dem 23. März 2018, können Nutzer in den Genuss des neuesten Netflix-Films kommen: „Game Over, Man!“. Im Zentrum der Komödie stehen drei befreundete Haushälter, die sich in einem Hotel gegen Geiselnehmer zur Wehr setzen müssen. „Stirb langsam“ trifft dabei auf die Jungs der beliebten Sitcom „Workaholics“. Was kann dabei schon schiefgehen?

Pleite oder zu Unrecht abgestraft? Bildet euch selbst einen ersten Eindruck von „Game Over, Man!“:

Anscheinend eine ganze Menge, wenn wir den Kritikern Glauben schenken dürfen. „Game Over, Man!“ ist laut IGN lediglich eine billige Version von „Der Kaufhaus Cop“ mit Kevin James. Die Charaktere seien Idioten, die es verdient hätten, zu scheitern. Deswegen sei es ziemlich schwer, ihren Abenteuern über einen kompletten Film zu folgen, der anstatt echter Witze nur Geschrei und Beleidigungen zu bieten habe.

Kritiker zerpflücken „Game Over, Man!“ in der Luft

Laut New York Times sei „Game Over, Man!“ ein Chaos aus langweiligen Peniswitzen und explodierenden Menschen. Der einzige Lichtblick sei der Kurzauftritt von Joel McHale. Wobei der Kritiker der Times sich wünscht, dass McHale eine Wette verloren hat, wegen der er in dem Film mitspielen musste.

Bilderstrecke starten(12 Bilder)
Sylvester Stallone & Co: 10 Stars, die sich für ihre eigenen Filme schämen

IndieWire geht bei seiner Kritik für die Komödie sogar einen Schritt weiter und wendet sich an Netflix direkt. Ihrer Meinung nach sei der Film das Produkt eines Streaming-Anbieters, der um jeden Preis seine eigenen Inhalte ausbauen möchte. Deswegen habe er sogar die halbfertige Idee eines mäßig bekannten TV-Comedy-Trios abgenickt.

Genauso schrecklich wie sich die Kritiken lesen, fallen auch die nackten Zahlen für „Game Over, Man!“ aus. Bei der Kritikerseite Rotten Tomatoes kommt der Film aktuell auf vernichtende 0 Prozent, was ihm erst mal einer nachmachen muss. Zugegeben: Momentan haben nur neun Kritiker ihre Meinung abgegeben, vielleicht stößt in den kommenden Tagen noch eine positive Kritik hinzu.

Bilderstrecke starten(9 Bilder)
8 Netflix-Geheimtipps, die ihr nicht verpassen solltet

Erstaunlich ist dabei aber auch, dass der Film selbst beim Publikum keinen Nerv zu treffen scheint. Bei eher plumpen Komödien geht die Meinung von Kritikern und Zuschauern ja gerne auseinander. „Game Over, Man!“ kommt aber selbst bei der Zuschauerwertung auf Rotten Tomatoes auf überschaubare 54 Prozent positiver Kritiken.

Der Netflix-Film „Bright“ wurde erst kürzlich von Kritikern zerrissen, aber immerhin die Zuschauer standen dem Fantasy-Werk mit Will Smith weitaus gnädiger gegenüber. Bleibt für den Streaming-Dienst nur zu hoffen, dass die Nutzer „Game Over, Man!“ doch eine Chance geben. Und sei es nur, um zu sehen, ob die vernichtenden Kritiken wirklich berechtigt sind.

Zu den Kommentaren

News und Stories

Kommentare