Filmhandlung und Hintergrund

Genre-Hommage und cooler Actionthriller, in dem Killer Nummer Eins von einem Konkurrenten, einem Kommissar und der Liebe verfolgt wird.

Zurückgezogen führt der Killer O (Takashi Sorimachi) eine einsame Existenz als bestbezahltester Killer Ostasiens, doch die Konkurrenz ist ihm in Gestalt des jungen Heißsporns Tok (Andy Lau) bereits auf den Fersen. Eine junge Frau (Kelly Lin), die für O den Haushalt führt und in Tok verliebt ist, wird unwissentlich zum einzigen Bindeglied zwischen den Konkurrenten. Der in immer spektakuläreren Mordtaten ausgetragene Wettstreit läuft schließlich auf ein unvermeidliches Duell hinaus.

Johnny To

Killer O ist die Nummer Eins in seinem Gewerbe, er führt ein extrem zurückgezogenes Leben. Bis Putzfrau Chin in sein Leben tritt, die ihren Arbeitgeber nur aus den Erzählungen von Os Konkurrenten Tok kennt. Toks Chance zu einem Duell mit der Killer-Legende ergibt sich, als Kommissar Lee versucht, die beiden gegeneinander auszuspielen.

Profikiller Tok vergeigte einst die Goldmedaille für China im olympischen Schießen und kompensiert sein Trauma seither, indem er der perfekteste Profikiller Ostasiens zu werden bestrebt ist. Eines Tages bekommt er Konkurrenz durch den jungen Heißsporn O, der ihm nicht nur den Status, sondern auch noch seine aktuelle Freundin, die schüchterne Videothekarin Chin, streitig macht. Es kommt zu einem Duell der Gunmen, erst aus der Ferne, dann aus der Nähe. Ein aufgeweckter Mordfahnder mischt sich schließlich spielentscheidend ein.

Zwei Profikiller kommen einander ins Gehege und schießen aus, wer der bessere von beiden ist. Fernöstliches Bleihagelballet vom feinsten in einer Inszenierung des Genrevirtuosen Johnny To.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Fulltime Killer: Genre-Hommage und cooler Actionthriller, in dem Killer Nummer Eins von einem Konkurrenten, einem Kommissar und der Liebe verfolgt wird.

    Ein neues Glanzlicht in der Karriere des Hongkong-Regisseurs Johnnie To, der 1999 mit drei Meisterwerken („The Mission“, „Running Out of Time“, „Where a Good Man Goes“) auf einen Schlag jenseits seiner Heimat und Genrefans bekannt wurde und mit „Fulltime Killer“ seine virtuosen Gangsterstories als große (Film-)Oper arrangiert, wie es Sergio Leone mit „Zwei glorreiche Halunken“ und Sam Peckinpah mit „Pat Garrett jagt Billy the Kid“ im Western gelungen war. Das ist Kino pur, in titanischen Dimensionen, mit Pathos, brillanten manieristischen Einfällen, den visuell aufregendsten Szenen im Genre seit „Beyond Hypothermia“ (Der Koch und die Killerin) und zitatreichen Anspielungen auf die Filmgeschichte.

    Titanen ihres Fachs sind der im asiatischen Raum operierende japanische Profikiller O (Takashi Sorimachi) und der in sein Terrain eingedrungene Newcomer Tok (Andy Lau, der als todgeweihter Gangster in „Running Out of Time“ mit einer Batterie von Medikamenten ausgestattet war), der im Gegensatz zum coolen und ernsten O in narzisstischer Verliebtheit übermütig und verspielt Morde als große Auftritte inszeniert. Tok fordert O heraus und liefert sich mit ihm ein rasantes offenes Duell, das in einer riesigen Lagerhalle zu den Klängen von Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ (Huldigung an Kubricks „Uhrwerk Orange“) sein Ende findet.

    To verbindet seine Killer, deren erklärtes Vorbild „Der eiskalte Engel“ Alain Delon in Melvilles Jahrhundertfilm ist, durch einen privaten Konflikt: Beide sind in die Taiwanesin Chin verliebt, die im Videoladen arbeitet, aus dem der Filmbuff Tok seine Filme (darunter „Crying Freeman“) bezieht, die das Apartment von O (er wohnt aus Vorsicht gegenüber) sauber macht und der Tok Schießen beibringt (wie Jean Reno in „Leon – Der Profi“). Kathryn Bigelows „Gefährliche Brandung“ liefert die originell variierte Idee, Tok bei einem Mord auf offener Straße mit einer Clinton-Maske getarnt operieren zu lassen, was To durch eine Arie aus Mozarts „Figaros Hochzeit“ steigert. Für Genrefreunde die Erfüllung, sollte Tos außergewöhnliche Killer-Fantasie, die nebenbei klug mit Wahrnehmungsebenen spielt, auch als purer visueller Genuss wirksam sein. ger.

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