Für meine Kinder tu' ich alles

  1. Ø 0
   2009
Für meine Kinder tu' ich alles Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Für meine Kinder tu' ich alles: TV-Drama um eine dreifache Mutter aus gutbürgerlichen Verhältnissen, die sich verwitwet und verarmt als Prostituierte durchschlägt...

Marie muss nach dem tödlichen Unfall ihres Mannes mit den drei Kindern das schmucke Eigenheim verlassen, in einen sozialen Brennpunkt ziehen und sich zu allem Überfluss auch noch als Prostituierte verdingen, weil das für sie die scheinbar einzige Möglichkeit ist, überhaupt an Geld zu kommen. Am Ende wird der alleinstehende und außerdem unverschämt gutaussehende Lehrer ihres Sohnes zum Retter in der Not.

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Kritikerrezensionen

  • Die Geschichte klingt nach einem Rückfall von Sat.1 in jene Jahre, als man mit Geschichten vom Babystrich („Natalie“, Teil eins bis fünf) für allerlei Rotlichtvoyeurismus sorgte: Hübsche Mutter (Lisa Martinek) muss nach dem tödlichen Unfall ihres Mannes mit den drei Kindern das schmucke Eigenheim verlassen, in einen sozialen Brennpunkt ziehen und sich zu allem Überfluss auch noch als Prostituierte verdingen, weil das für sie die scheinbar einzige Möglichkeit ist, überhaupt an Geld zu kommen. Am Ende wird der praktischerweise alleinstehende und außerdem unverschämt gutaussehende Lehrer (Beat Marti) ihres Sohnes zum Retter in der Not.

    Das Drehbuch zu dieser vermeintlichen Kolportage stammt allerdings von Rolf Silber („Echte Kerle“), dessen Produktionsfirma U5 den Film auch hergestellt hat. Regisseurin Annette Ernst, die ihren guten Ruf in erster Linie Komödien verdankt („Mein erster Freund, Mutter und ich“, „Zwei Wochen Chef“) würde sich höchstwahrscheinlich gleichfalls nicht für ein Machwerk hergeben, das vor allem auf niedere Instinkte spekuliert. Tatsächlich erzählt Silber eine Geschichte wie jene, mit denen regelmäßig Peter Zwegat konfrontiert wird. Der Schuldnerberater trifft ja nicht selten auf Menschen, deren dramatisches Schicksal als Drehbuch wegen unglaubwürdiger Überhöhung sofort abgelehnt würde.

    Auch Marie trifft es knüppeldick: Weil der Unfallverlauf auf Selbstmord schließen lässt, wird die Lebensversicherung nicht ausgezahlt. Gatte Charles hatte sich zudem auf ein Geschäft eingelassen, das seine kleine Firma in die Insolvenz getrieben hat. Marie hat nun eine halbe Million Euro Schulden, das Haus ist nicht abbezahlt, und der hartherzige Schwiegervater (Jürgen Schornagel), der sie von Anfang an nicht leiden konnte, schaut kaltlächelnd zu, wie sie mit ihren Kindern ins Elend abrutscht. Wie der Zufall so spielt, arbeiten ihre beiden sympathischen Nachbarinnen Valeska und Rana (Miranda Leonhardt, Sarah Masuch) im horizontalen Gewerbe; eine dritte (Jasmin Schwiers), nicht minder patent, ist Stripperin. Dafür reicht’s bei Marie mangels Masse aber nicht, weshalb sie die Prostitution probiert. Das klappt auch recht gut, obwohl sie ihre Dienste auf „guten deutschen Normalsex“ beschränkt; aber dann wird ein mieser Zuhälter (Aleksandar Jovanovic) auf ihre Qualitäten aufmerksam.

    Annette Ernst inszeniert den Film konsequent jugendfrei; die einzige hüllenlose Szene ist sogar eher witzig, als Valeska einem verdutzten Stammkunden im Supermarkt ihre nackten Brüste zeigt, um ihn an ihre Qualitäten zu erinnern. Die Geschichte ist vor allem ein Drama, das zusätzlich zugespitzt wird, weil der keineswegs grundlos ergrimmte Schwiegervater immer wieder dafür sorgt, dass Marie das Leben noch schwerer gemacht wird, als es ohnehin schon ist. tpg.

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