Fakten und Hintergründe zum Film "Fright Night"

Kino.de Redaktion |

Fright Night Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Interview mit Imogen Poots (Amy)

Es wimmelt in der Kultur derzeit vor Vampiren. Was denkst Du über diese Faszination für die Untoten?

Meiner Meinung nach kommt die daher, dass der Vampir eine so vielseitige Kreatur ist, die für Hyper-Sexualität und religiöse Symbolik steht. FRIGHT NIGHT ist allerdings ein Film, der sich wieder an den Ursprüngen dieses Mythos orientiert. Der Vampir ist bei uns ein Killer auf der Jagd, in einem echten Horror-Szenario.

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Wie war die Arbeit mit Craig Gillespie?

Einfach wunderbar, denn er ist der Beste! Ich bin ein großer Fan seines Films „Lars und die Frauen“ (LARS AND THE REAL GIRL, 2007) und finde, dass er ein wunderbares Verständnis für Charaktere hat. Genau deswegen erschien mir auch dieses Projekt so interessant. Craig wagte sich zwar an einen sehr kommerziellen Film heran, doch er zeichnete die Figuren enorm menschlich und glaubwürdig.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich gemeinsam auf diese Reise zu begeben. Natürlich kannten wir alle das Original von FRIGHT NIGHT, doch diese neue Version ist wirklich unsere ganz eigene Interpretation, an der wir sehr viel Freude hatten. Wir sind uns bei der Arbeit am Film sehr nahe gekommen, wahrscheinlich auch, weil wir alle in direkter Nachbarschaft von einander wohnten und ein paar Monate lang praktisch jeden Tag zusammen verbracht haben. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass man eine Beziehung zueinander aufbaut. Uns Schauspielern gab Craig die Möglichkeit, auch mal vom Drehbuch abzuweichen, Spaß zu haben und verschiedene Sachen auszuprobieren, selbst wenn sie am Ende nicht im Film landeten. Das war eine wunderbare Methode, um uns in die Rollen einzufinden und nicht von den Dialogen einschränken zu lassen.

Stimmte Dein Bild Deiner Figur mit Craigs Vorstellung überein?

Ich denke schon. Wir wollten beide, dass sie mehr ist als nur die Freundin des Protagonisten, mehr als ein bloßes Accessoire an seiner Seite. Uns war wichtig, dass auch sie zum Witz des Films beiträgt, so dass wir eine leichtfüßige, pointierte und wahrhaftige Dynamik für ihre Beziehung gefunden haben.

Wie war es, gegen einen Vampir zu kämpfen?

Charley (Anton Yelchin) und Amy kämpfen ja nicht nur gegen einen Vampir, sondern auch gegen den Verlust ihrer Unschuld. Deswegen schließt man sie so ins Herz und will unbedingt, dass die Sache für sie gut ausgeht. Sie verstehen gar nicht die höhere Gewalt, die Jerry verkörpert, also all das worüber man keinerlei Kontrolle hat oder dem man ausgeliefert ist. Sie haben noch keine Ahnung davon, dass es auf der Welt Dinge gibt, die einen selbst vollkommen bedeutungslos erscheinen lassen.

Hast Du Dich mit Anton gut verstanden?

Ich liebe Anton! Er ist wirklich ein außergewöhnliches Talent, so gebildet, klug und kultiviert. Und vor allem ist er ein wahnsinnig charmanter Typ und ein sehr, sehr guter Freund von mir.

Wie peinlich waren die intimen Szenen für Dich?

Ach, die sind nicht besonders peinlich. Man bringt sie einfach hinter sich.

Die Drehbuchautorin Mart Noxon hat gesagt, wie wichtig ihr es war, Deiner Figur mehr zu tun zu geben als im Original und sie sehr viel selbstbestimmter zu zeichnen. Ist sie in Deinen Augen eine starke Frau?

Ja, so habe ich sie gesehen! Es war für mich ganz entscheidend, ein Mädchen zu spielen, das stark ist, einen eigenen Handlungsbogen hat, witzig sein darf und wirklich für sich selbst stehen kann. Dadurch gewinnt die Figur der Amy eine ganz neue Qualität. Auch Craig war es ganz wichtig, einen Film mit stark ausgeprägten Figuren zu drehen.

Glaubst Du eigentlich an Übernatürliches wie etwa Vampire?

Ich glaube, dass man durchaus offen sein muss für die Vorstellung, dass es da draußen mehr gibt als rational erklärbar ist. Schon dass wir Menschen überhaupt auf diesem Planeten existieren, ist doch eigentlich ziemlich erstaunlich, oder? Deswegen halte ich es für ratsam, eine gewisse wissenschaftliche wie spirituelle Offenheit zu haben.

Wie war die Arbeit mit Colin Farrell?

Er ist ein sehr intelligenter Mann und ein sehr sanfter, humorvoller und außergewöhnlicher Schauspieler. Außerdem war schon unser Film als solcher ein großer Spaß, und dabei zuzusehen, wie Colin sich in den Vampir Jerry verwandelte, war faszinierend.

War Colin anders als Du erwartet hattest?

Man weiß im Vorfeld nie, wie die Zusammenarbeit mit den Kollegen sein wird, deswegen habe ich gar keine bestimmten Erwartungen. Jeder ist schließlich eine ganz eigene, komplexe Persönlichkeit. Colin habe ich jedenfalls als sehr charmant und wundervoll erlebt. Ich mag ihn sehr!

In Hollywoodfilmen wimmelt es dieser Tage vor jungen britischen Schauspielern. Was hältst Du davon?

Natürlich finde ich das großartig. Und im Fall von FRIGHT NIGHT ist die Besetzung ja sogar richtig international.

Du kommst ja aus London. Wie gefallen Dir die Vereinigten Staaten?

Ich habe hier einige sehr spannende Menschen kennengelernt. Wegen dieser Menschen, die mir viel bedeuten, komme ich immer gerne nach Los Angeles. Aber meine Lieblingsstadt bleibt New York. Dort spaziere ich stundenlang durch die Straßen und erlebe die Stadt immer wieder als enorm kreativen Ort. Außerdem hatte ich auch schon das Glück, Teile von New Orleans und New Mexico kennenzulernen. Es war cool, die USA auch mal aus einer Perspektive jenseits der Metropolen zu erleben. Amerika ist ja so riesig, dass es enorm viel zu entdecken gibt.

Wann hast Du mit der Schauspielerei begonnen?

Mit ungefähr 14 Jahren. Ich wuchs in London auf und direkt in der Nähe meines Wohnorts war eine Theatergruppe, der ich beitrat. Das war etwas, das mir enorm viel Spaß machte und woran ich mich wirklich versuchen wollte.

Wie ist es für Dich, Dein eigenes Gesicht auf der Leinwand zu sehen?

Natürlich ist das immer ein bisschen bizarr. Aber gleichzeitig ist es auch sehr interessant, das fertige Produkt und die Arbeit der Kollegen und aller Team-Mitglieder zu sehen. Statt zu denken „Oh Gott, die zeigen meine Nase in 3D!“, sollte man versuchen, das losgelöst von der eigenen Person und wirklich als Kunstwerk zu sehen.

Interview mit Colin Farrell und dem Regisseur

Colin, was reizte Sie an diesem Projekt?

In den letzten drei oder vier Jahren hatte ich fast nur dramatische Filme gedreht, einen nach dem anderen. Deswegen sagte ich zu meinem Agenten, dass er unbedingt wieder nach etwas vollkommen anderem Ausschau halten sollte. Ich wollte etwas zum Lachen, etwas, das richtig viel Spaß macht.

Dann kreuzte FRIGHT NIGHT meinen Weg. Ich war anfangs allerdings skeptisch, denn als ich elf oder 12 Jahre alt war, habe ich das Original gesehen und geliebt. Besonders begeistert war ich von Chris Sarandon als Jerry, für den ich damals richtig schwärmte. Deswegen wollte ich das Drehbuch eigentlich nicht mögen als ich es las. Ein Remake von FRIGHT NIGHT erschien mir einfach keine gute Idee. Aber dann war ich natürlich doch begeistert vom Skript und erkannte sofort, was für ein Spaß dieses Projekt werden könnte.

Selbstverständlich war es von großer Bedeutung, wer die Regie übernehmen würde, denn davon hing ab, ob der Film funktioniert oder nicht. Als ich hörte, dass Craig Gillespie involviert war, und wir uns trafen, hatte ich keinen Zweifel mehr, dass die Rolle eine echte Freude werden würde. Denn diese Figur ist vollkommen zügellos und frei von menschlichen Emotionen wie Angst, Reue oder Mitgefühl. Die Drehbuchautorin Marti Noxon entwarf die Rolle auf eine ganz spezifische Art und Weise. Sie wollte Jerry als einen Vampir zeigen, der sehr viel bösartiger, brutaler und grausamer ist als die Vampire, die man in den letzten Jahren auf der Leinwand gesehen hat.

Und was war es bei Ihnen, Craig?

Ganz eindeutig Martis Drehbuch. Ich war eigentlich nicht wirklich auf der Suche nach einem Vampirfilm. Das Thema war meiner Meinung nach schon enorm präsent, außerdem arbeitete ich an der Entwicklung einiger kleinerer Projekte. Doch dann schickte man mir das Drehbuch zu FRIGHT NIGHT, das eine großartige Mischung aus Horror und Humor zu bieten hatte. Ich liebe es, verschiedene Genres unter einen Hut zu bringen! Irgendwie konnte ich nicht aufhören, an das Skript zu denken und es mir schon als Film vorzustellen, also habe ich zugegriffen.

Colin, haben Sie bewusst versucht, sich der Vampirrolle mit einem besonderen Humor zu nähern?

Nein, ich hatte nie das Gefühl, für den Witz des Films zuständig zu sein. Dafür waren eher David Tennant und Christopher Mintz-Plasse verantwortlich. Deren Figuren hatten ziemlich amüsante Dialoge, und die Jungs verstehen wirklich etwas von Comedy. Ich war der Horror, sie waren der Humor!

Craig, haben Sie als Regisseur einen Unterschied gemacht zwischen diesen beiden Elementen?

Nein, denn in erster Linie musste FRIGHT NIGHT ein Horrorfilm sein. Ich wollte sichergehen, dass sich das Publikum in einigen Szenen wirklich fürchtet und die Finger in die Kinosessel krallt. Der Humor kommt erst an zweiter Stelle, und es war ganz wichtig auszuloten, wie viel wir uns diesbezüglich erlauben konnten. In vielen Fällen lockert Lachen die spannenden Momente angenehm auf. Aber beim Schneiden entdeckten wir auch eine Szene, in der es den einen oder anderen Gag zu viel gab. Wir mussten immer aufs Neue abwiegen.

Für Colins Figur war es wichtig, dass er Spaß an der Rolle des Bösewichts hatte. Für mich sind die besten Bösewichte immer die, die auch einen gewissen Humor haben und ihr Tun bei aller Boshaftigkeit irgendwie genießen. In dieser Hinsicht ließ Colin keine Wünsche offen. Er hatte wirklich Spaß an seiner Grausamkeit.

War von Beginn an klar, dass Sie den Film in 3D drehen würden?

Schon bei meinem ersten Treffen mit den Produzenten von DreamWorks sagten sie mir, dass sie einen 3D-Film im Sinn hatten. Mir gefiel der Gedanke. Ich hatte natürlich aufwändige Großproduktionen wie „Avatar“ (AVATAR, 2009) oder „Alice im Wunderland“ (ALICE IN WONDERLAND, 2010) in 3D gesehen. Aber ich fand zur Abwechslung eben auch die Vorstellung eines Horrorfilms in 3D cool, in dem zwei Kerle einen Korridor entlanglaufen und man am liebsten um sie herum gucken würde um zu sehen, was an dessen Ende wartet. Ich war von Anfang an begeistert von dem Konzept und es machte sehr viel Spaß, auf diese Weise zu drehen.

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