Friends with Money

  1. Ø 1.5
   2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Friends with Money: Scharfzüngige Komödie über vier wohlhabende Freundinnen in Los Angeles, von denen jede ihre persönlichen Krisen zu meistern hat.

Franny (Joan Cusack) hat Geld wie Heu, aber Geld allein macht nicht glücklich. Jane (Frances McDormand) designt erfolgreich Sportmode, ist aber vielleicht mit einem Schwulen verheiratet. Christine (Catherine Keener) arbeitet gemeinsam mit ihrem Mann David (Jason Isaacs) an einem Drehbuch, was dem Ehefrieden nicht gut bekommt. Olivia (Jennifer Aniston) wird von Franny mit Mike (Scott Caan) verkuppelt und kann es nicht fassen, als ihr Franny Kredit für eine Geschäftseröffnung verweigert.

Vier Freundinnen aus Los Angeles und ihre kleinen Krisen, gut beobachtet und souverän inszeniert von Nicole Holofcener in einer pointierten Hollywood-Damenkomödie von moderatem Tiefgang.

Franny, Jane, Christine und Olivia sind Freundinnen in einer wohlhabenden Gegend von Los Angeles. Franny ist die reichste von ihnen, während Jane sich mit einem modebewussten Gatten herumschlagen muss, den man gemeinhin für schwul hält, und die Ehe von Christine durch einen bevorstehenden Drehbuchdeal geprüft wird. Die größten Probleme hat Olivia, die ziellos und ohne Mann durchs Leben irrt, bis sie einen Job als Putzfrau annimmt und an einen arroganten Fitnesstrainer gerät.

In Los Angeles lebt ein illustrer, wohl situierter Freundeskreis. Die steinreiche Franny gehört ebenso dazu wie die Designerin Jane, deren modebewusster Ehemann allseits für homosexuell gehalten wird. Dafür gibt es bei ihr nicht halb so viel Streit wie im Hause von Christine, die gemeinsam mit ihrem Gatten Drehbücher verfasst. Doch der größte Problemfall in der Frauenclique ist ausgerechnet die jüngste, Olivia. Sie lebt alleine, hat ihren Lehrerjob verloren und schlägt sich als Hausmädchen durch, bis sie auf den arroganten Mike trifft.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Friends with Money“ von Drehbuchautorin und Regisseurin Nicole Holofcener ist eine Schmunzelkomödie um arrivierte amerikanische Paare Anfang 40 und ein schwarzes Schaf in Gestalt von Olivia, gespielt von einer sehr sympathischen, direkten Jennifer Aniston. Die Nähe zu TV-Komödien wie „Desperate Housewives“ oder „Ally McBeal“ wird bewusst gesucht: Freundin Jane, gespielt von einer ungepflegten, gerädert aussehenden Frances McDormand, erinnert stark an die Buben-Mutter Lynette aus „Desperate Housewives“ und verweist einmal auch direkt auf diese Serie. Frannys reicher Ehemann Matt wird gespielt vom „Ally McBeal“-Anwaltdarsteller Greg Germann.

    Olivia ist ein Mensch mit Herz, aber leider ohne Selbstbewusstsein. Sie treibt ihre Sisyphus-Nummer deswegen bis zur Selbstschädigung, indem sie im Zweifel lieber nachgibt, wenn jemand sie herausfordert. Prompt fängt sie sich in dem Fitnesstrainer Mike eine neue Begleitung ein, die das restlos ausnutzt.

    Noch mehr allerdings scheint Jane zu leiden: Eigentlich eine erfolgreiche Modedesignerin und Mutter, kommt sie über eine Krise an ihrem 43. Geburtstag nicht hinweg. Sie weigert sich fortan, sich die Haare zu waschen. Der tiefere Grund für ihre Krise scheint in ihrem Bett zu liegen: Denn Ehemann Aaron ist uneingestanden schwul und macht täglich entsprechende Bekanntschaften. Herrlich, wie Jane ihre Frustventile immer an der falschen Stelle sucht, etwa Kellnern, oder Leuten gegenüber, die sich im Laden oder bei der Parkplatzsuche vordrängeln.


    Und da sind dann noch zwei Paare, bei denen man zunächst keine Krise, dann aber doch mit wachsendem Interesse eine erwartet: bei den stinkreichen Wohltätern Franny und Matt, die provozierend zufrieden sind, und dann bei den Drehbuchautoren Christine und David, die zusammen wohnen und arbeiten. Christine aber stößt sich neuerdings täglich das Schienbein am Schreibtisch und das Gemüt an der ausbleibenden Reaktion ihres Partners.

    Nur oberflächlich geht es in dieser Komödie um Geld oder Neid im Freundeskreis. Eher um ungewohnte Einblicke in die verschiedenen Wege, die scheinbar arrivierte Menschen beschreiten, um mit ihren teils kindlichen Wünschen, teils depressiven Sackgassen zu lavieren. Seitenhiebe auf den Sinn von teuren Benefizveranstaltungen und allerlei Sprachregelungen wirken sehr angenehm. Nicole Holofceners Dialoge sind so offen und aus dem Leben gegriffen, wie ihre beiden Stars Aniston und McDormand mutig.

    Dies ist also eine gepflegte, das heißt, kluge und facettenreiche Unterhaltung für Leute jenseits der 20, die sich manchmal fragen, wie sie ein bisschen mehr Orientierung in ihr Wertesystem bringen können. Oder schmunzeln wollen darüber, dass auch andere an Freunden und Gewohnheiten hängen, über die sie am Heimweg im Auto unverblümt herziehen. So zwiespältig wie die Figuren sind auch die Bilder: Sie wechseln zwischen kalifornischem Postkartenambiente und gediegenem Glanz bei Dinnerevents zu Janes ungeschminktem Gesicht und dem traurigen Anblick unaufgeräumter Schlafzimmer.

    Fazit: Geistreiche, lebensnahe Schmunzelkomödie über vier Freundinnen und deren Partner in der Mitte des Lebens.
  • Vier Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs beobachtet Independent-Regisseurin Nicole Holofcener in dieser hochkarätig besetzten Ensemble-Komödie mit Tiefgang und satirischen Untertönen.

    Frauen sind nicht unbedingt was Wunderbares bei Nicole Holofcener, auch wenn sich ihre amüsanten Geschichten um weibliche Marotten, Irrungen und Wirrungen drehen. Aber Frauenfreundschaften sind wunderbar. Das sagen jedenfalls ihre bisherigen Filme „Walking And Talking“ und „Lovely And Amazing“. Dem Titel „Friends with Money“ entsprechend geht es hier um betuchte Ladies, von denen eine leider den Lehrerinnen-Job aufgab und nun den Putzlappen für fremde Leute schwingt. Olivia (Jennifer Aniston) macht den arrivierten Gefährtinnen Kummer, fehlen ihr nicht nur die Moneten, sondern obendrein auch noch der richtige Mann, während die anderen mit dem nötigen Kleingeld bei Benefiz-Galas um sich werfen und verheiratet sind, wie es sich gehört. Aber Geld allein macht in Los Angeles nicht glücklich: Jane (Frances McDormand) pöbelt am liebsten mit fettigen Haaren jeden an, der ihr nicht passt und hadert mit ihren 43 Jahren, während ihr sie liebender Mann der Homosexualität verdächtigt wird, Christine (Catherine Keener) und ihr Gatte beleidigen und verletzten sich, wo sie nur können und stecken ihre Energie in den Anbau des Domizils, und auch bei Franny (Joan Cusack) und Matt lässt trotz Super-Sex die Spannung etwas nach.

    Wenn die nicht mehr ganz so jungen Mädels sich treffen und über die schickste Mode, das verführischste Parfum parlieren oder über Männer ablästern, weht ein Hauch von „Sex And the City“, einige Dialoge der liebenswert-chaotischen Großstadtneurotikerinnen erinnern an Woody Allen in seinen besten Zeiten. Mit trockenem Witz geht Aniston als Mittdreißigerin durchs Leben, erschummelt sich teure Kosmetikproben in Kaufhäusern, wirft sich für einen Bonsai-Macho ins pseudo-sexy Kammerzofen-Kleid und versucht sich an den Vorteilen eines Vibrators. Holofcener taxiert das alltägliche kleine Unglücklichsein mit mildem Blick, wenn die Reichen und nicht mehr ganz so Schönen vor dem Problem stehen, welcher Wohltätigkeitsorganisation sie diesmal zwei Mio. Dollar spenden, welche Robe sie abends tragen oder welches In-Restaurant sie unsicher machen sollen. Einzig die arme Maid, die den Dollar zweimal umdrehen muss, strahlt lässige Zufriedenheit aus. Und wie im Märchen wird die Pech- zur Goldmarie. Weil sie einem scheinbar arbeitslosen Schlucker zum Billigpreis die Bude in Ordnung bringt, entpuppt der Bube sich als Glücksgriff und wandelt sich wie bei den Gebrüdern Grimm vom Frosch zum Prinzen. Einfach herzerfrischend. mk.

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