Frauen wollen mehr

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   2009
Frauen wollen mehr Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Frauen wollen mehr: TV-Komödie um den oft akuten Frauenmangel in der deutschen Provinz.

Maja besucht ihre Tante in Brandenburg. Jugendschwarm Ben wettet mit seinen Kumpels, die Designerin noch am selben Abend ins Bett zu kriegen. Seine Freunde haben ganz andere Sorgen: Dem Dorf kommen die Frauen abhanden. Landwirt Mario lädt die Männer daher zum Benimmkurs. Derweil hat sich Ben in Maja verliebt. Die aber will nichts mehr von ihm wissen: Er hat sie beim Kauf einer Weberei kräftig übers Ohr gehauen. Außerdem wartet in Mailand der italienische Verlobte.

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Kritikerrezensionen

  • Wenn Frauen in Filmen von Sat.1 den Schwarm ihrer Jugendjahre treffen, ist von vornherein klar, wie die Geschichte ausgeht; alte Liebe rostet nicht. Es ist also gar keine Frage, dass Designerin Maja (Nadeshda Brennicke) dem Werben von Macho Ben (Tobias Oertel) am Ende erliegen wird, obwohl er sie böse übers Ohr gehauen hat und er sein ganzes Gebalze, auch das alles andere als originell, zunächst nur wegen einer Wette veranstaltet.

    Viel interessanter als dieser abgenutzte Kern der Geschichte ist die Rahmenhandlung (Buch: Iris Uhlenbruch und Bettina Börgerding): Dem brandenburgischen Ort Kremmen kommen die Einwohnerinnen abhanden. Am Ende ist bloß noch ein gutes Dutzend übrig, und endlich geht den Männern ein Licht auf: Frauen wollen mehr als bloß ein Dach über dem Kopf und einen schnarchenden Kerl an ihrer Seite. Weil die Zuschauerinnen das natürlich wissen, hat man mitunter den Eindruck, als hätten die Autorinnen ihre ohnehin sehr lebensnah klingenden Dialoge eigentlich für die Herren geschrieben.

    Abgesehen davon ist es durchaus unterhaltsam zuzuschauen, wie der vierschrötige Landwirt Mario (Marc Zwinz) zum Frauenversteher mutiert und seine fantasielosen Kumpels zum Benimmkurs verdonnert. Das ist viel witziger als die eigentliche Romanze: Maja besucht ihre Tante (Walfriede Schmitt) in Kremmen, wo sie in jungen Jahren stets ihre Ferien verbracht hat, regelt für sie den Verkauf einer alten Weberei und erliegt dem Rocker-Charme von Ben, obwohl sie einen Verlobten (Jan Sosniok) hat. Frauenheld Ben, eigentlich Tischler, wettet mit seinen Freunden, Maja noch am selben Abend ins Bett zu kriegen; die Weberei will er für den dreifachen Preis weiterverkaufen. Außerdem gibt er das sehenswerte Eigenheim einer Frau, mit der er eine Affäre hat, als sein Haus aus; kaum zu glauben, dass Maja ihm all diese Lügen am Ende verzeiht.

    Immerhin, Oertel spielt den Macho mit viel Hingabe und grimmigem Blick. Regisseur Thomas Nennstiel inszeniert die Geschichte jedoch im Tempo ländlicher Beschaulichkeit. Zu allem Überfluss unterläuft ihm bei einer Szene in der Dorfwirtschaft ein Schnittfehler, von dem wohl jeder Wirt träumt: Er kann an zwei Orten gleichzeitig bedienen. Sehenswert ist „Frauen wollen mehr“ trotzdem, weil das Drehbuch Mario, seinen Kumpanen und ihren verschiedenen Frauen (unter anderem Liane Forestieri) immer wieder hübsche kleine Szenen am Rande gewährt. tpg.

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