Frauen lügen nicht

  1. Ø 0
   1998
Frauen lügen nicht Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Frauen lügen nicht: Deutsche Beziehungskomödie über eine Frau, die aus Versehen den Falschen mit Liebesbriefen bombardiert.

Auf ihrem Urlaub durch Italien verliebt sich Marie unsterblich in den Wiener Chirurgen Xaver und überhäuft ihn mit hinreißenden Liebesbriefen. Glaubt sie. Aufgrund der Namensähnlichkeit erhält sie ein Anderer. Er heißt Xavier und verliebt sich prompt in Marie. Bis sich die Verwechslung aufklärt, gibt es so manche Schwierigkeit zu überwinden.

Bei einem Italienurlaub mit ihrer Freundin Hannah verliebt sich Marie in den Chirurgen Xaver. Wieder Zuhause, versucht sie die Romanze mit leidenschaftlichen Briefen aufrecht zu erhalten. Da ihr der bindungsscheue Xaver allerdings eine falsche Visitenkarte gegeben hat, landet ihre Post bei dem österreichischen Mechaniker Xavier. Nichtsahnend schickt sie diesem ein Foto von sich. Xavier ist auf Anhieb von der hübschen Marie begeistert. Kurzerhand gibt er sich als Xaver aus und gesteht ihr seine Liebe. Überglücklich fährt Marie mit Hannah nach Wien.

Deutsche Beziehungskomödie über eine Frau, die aus Versehen den Falschen mit Liebesbriefen bombardiert.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • In deutschen Komödien treiben derzeit bevorzugt Frauen als Trio oder im Doppelpack ihr Unwesen. Auch Michael Juncker setzt in seiner zweiten Regiearbeit auf unkonventionelle Partnersuche und läßt zwei Mädels voll Inbrunst, mit List und Tücke den Falschen suchen, der sich dann als der Richtige entpuppt.

    Vor elf Jahren attackierte Michael Juncker in seinem Spielfilmdebüt „Wann, wenn nicht jetzt“ ironisch das traditionelle männliche Rollenverhalten. In seinem neuen Werk geht es um traditionelles weibliches Verhalten, nur ohne Ironie. Denn die blonde Marie (Jennifer Nitsch) betätigt alle in Blondinenwitzen verbreiteten Vorurteile. Sie steht auf Ärzte, was aber nicht auf Gegenliebe stößt. Jedenfalls hinterläßt ihr ein Repräsentant dieses umworbenen Berufsstandes nach dem One-Night-Stand in Bella Italia eine falsche Visitenkarte. Der kühle Abschied hält sie nicht davon ab, den Ferienflirt mit Liebesbriefen zu überschütten. Da eigenständiger Broterwerb nicht zu ihren Stärken zählt und ihr Lover im heimischen Germany sie gerade vor die Tür gesetzt hat, quartiert sie sich bei ihrer geschäftstüchtigen und geschiedenen Freundin Hannah (Martina Gedeck) ein. Die leidenschaftlichen Erklärungen landen derweil bei einem entzückenden Automechaniker (Dominique Horwitz) in Wien, der sich in das Foto der fremden Lady verliebt. Als das Damen-Duo dann in der Donaumetropole anrückt, um Gefühle aufzuwärmen, gibt sich der Blaumann als bester Kumpel des verschwundenen Weißkittels aus. Und stellt in seiner Not dessen baldiges Auftauchen in Aussicht. Da sich Hannah unversehens in den falschen Freund verknallt, nimmt das Verwirrspiel seinen Lauf.

    Die „Topf sucht Deckel“ -Komödie will nicht unnötig den Intellekt strapazieren, sondern einfach nur amüsieren mit Dialogen, an denen es relativ wenig zu deuteln gibt. Dazu serviert Juncker – auch Co-Autor des Buches – jede Menge Situationskomik, deren leicht verständliches Strickmuster auch schon in den 50er Jahren für Lacherfolg sorgte. Er spielt lustvoll mit Klischees, vergißt aber oft, sie auch nur ansatzweise zu brechen. Die Gratwanderung zwischen Klamauk und Komik fällt schwer. Daß Frauen nicht lügen, mag ja vorkommen, aber daß Männer sich in puncto Frauen viel vorlügen und jenseits aller Realität leichtgläubige Geschöpfe schaffen, die in dieser reinen Form wohl nur noch in ihren Phantasien oder auf der Leinwand existieren, dafür ist dieses 5,3 Millionen-Projekt das Paradebeispiel.

    Martina Gedeck und Jennifer Nitsch spielen die etwas undankbaren Rollen überzeugend, Monica Bleibtreu als typische Wiener Hausmeisterin mit widerborstigem Charme ist ein Vergnügen. Daß man nicht die Laune verliert, dafür sorgt Allroundtalent Dominique Horwitz, der nicht nur als Film-, Ferseh- und Theaterschauspieler Meriten sammelt, sondern erst kürzlich als Interpret von Jacques-Brel-Chansons und Bert-Brecht-Liedern beste Kritiken und höchstes Publikumslob einheimste. mk.

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