Franziskas Gespür für Männer

  1. Ø 5
   2006
Franziskas Gespür für Männer Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Franziskas Gespür für Männer: Dritter Fall mit Franziska Luginsland: Ihr neuer Job in einem Kosmetiksalon beschert ihr eine ermordete Kundin und Ermittlungen in Münchens Single-Szene.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach dem großen Zuschauererfolg von „21 Liebesbriefe“ (5,19 Mio. Zuschauer bei der ersten, 5,34 Mio. bei der zweiten!) darf Hobbydetektivin Franziska Luginsland erneut ermitteln.

    Zwei Filme sind noch keine Reihe. Aber offenbar war man beim ZDF der Meinung, die von Friedrich Ani ersonnene lebenskluge Münchenerin (Katja Flint) habe es verdient, nach „21 Liebesbriefe“ (ausgestrahlt vor fast genau zwei Jahren) ihre detektivischen Fähigkeiten an einem weiteren „Fall“ zu erproben; ein dritter Film ist bereits produziert. Diesmal erkennt Franziska Luginsland in einer Frau, die tot aus der Isar gefischt wird, eine Kundin, die sie zwei Tage zuvor in ihrem Kosmetiksalon geschminkt hat. Neugierig geworden, beginnt sie zu recherchieren: Sie besucht die gleiche Single-Gruppe wie Isolde Kuhn und lernt einen Mann kennen, der Frauen offenbar bloß benutzt.

    Der Film von Nina Grosse (Buch und Regie) ist allerdings alles andere als ein Krimi, selbst wenn es mitunter spannend wird und natürlich die Frage nach der Todesursache der Motor der Handlung ist. Fast beiläufig wird die Geschichte mehr und mehr zur Moritat über das einsame Dasein des Großstadtmenschen. Die traurigen Figuren aus der Selbsthilfegruppe sind beredtes Beispiel, allen voran der melancholische Niklas (Alexander Held), der Isolde in stiller Demut ergeben war; oder die extravertierte Lisa (Sunnyi Melles), die immer gleich die Initiative an sich reißt, im Grunde aber auch eher zu bemitleiden ist.

    Schillerndste Figur in diesem Reigen ist jedoch Karl Löwen, von Christoph Waltz gewohnt charismatisch und mit fein nuancierten diabolischen Anklängen verkörpert, ein gebildeter „Frauenvertilger“, der Isolde benutzt und dann fallen gelassen hat. Als Franziska ihm zu nahe kommt, zeigt der Professor für griechische Philosophie und Geschichte, dass er auch anders kann.

    Der Titel „Franziskas Gespür für Männer“ ist eine zwar hübsche, aber auch irreführende Anspielung auf „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. Und ohnehin falsch: wenn überhaupt, dann hat die Titelheldin ein Gespür für Mörder; von Männern hingegen versteht sie nicht sonderlich viel. Davon ebenso abgesehen wie von der heftig pochenden Schlagader der angeblich Toten ist Grosses Film ein stiller, aber sehenswerter Thriller, unspektakulär inszeniert, aber dafür vortrefflich gespielt; selbst die Nebenrollen der beiden Kommissare sind mit Henning Baum und Johannes Silberschneider ausgezeichnet besetzt. Und wenn Franziska in einer Szene auch noch ein bisschen zu hexen beginnt, ahnt man erst, welches Potenzial noch in der Figur steckt. tpg.

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