Filmhandlung und Hintergrund

Zusammenstellung von drei Filmen, die unkonventionelle Liebes- und Familiengeschichten erzählen.

In „Regarde la mer“ bringt eine junge Frau den geruhsamen Mutter-Kind-Strandurlaub der Engländerin Sasha durcheinander. Auch am Strand spielt „Une robe d’été“ in der eine Gruppe junger Leute den Sommer genießt und Liebesbande geknüpft. In „La petite mort“ trifft Paul nach Jahren seine Familie wieder, mit der er den Kontakt abgebrochen hat, um seinen Vater im Krankenhaus zu besuchen.

Drei Kurzfilme von François Ozon („Sitcom“), in denen er wie gewohnt außergewöhnliche Liebes- und Familiengeschichten auf unkonventionelle Weise erzählt („Regarde la mer“, „Une robe d‘ été“ und „La petite mort“).

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • François Ozons Kurzfilme: Zusammenstellung von drei Filmen, die unkonventionelle Liebes- und Familiengeschichten erzählen.

    Bevor er mit der Satire „Sitcom“ international bekannt wurde, inszenierte François Ozon mehrere Kurz- und mittellange Filme, von denen drei, zwischen 1994 und 1997 entstanden, als Paket in die Kinos kommen. Speziell bei uns sollten die stilsicheren und ungewöhnlichen Liebes- und Familiengeschichten verdiente Aufmerksamkeit finden, denn sie starten parallel mit Ozons auf der Berlinale ausgezeichneter Rainer-Werner-Fassbinder-Verfilmung „Tropfen auf heiße Steine“, mit der sie thematisch in engem Zusammenhang stehen. Cineasten können einen neuen Autor entdecken, andere werden durch Ozons Provokationen interessiert werden.

    In „La petite mort“ (26 Min.) macht der schwule Fotograf Paul Aufnahmen von seinem nackt auf dem Totenbett liegenden Vater und muss sich mit seiner Schwester Camille auseinandersetzen. - In „Une robe d’été“ (15 Min) wird ein junger Schwuler am Strand spontan von der flotten Lucia verführt, die ihm - seine Sachen wurden gestohlen - zum Abschied ihr Sommerkleid schenkt. - In „Regarde la mer“ (54 Min) wird die junge, mit ihrem Baby im Ferienhaus am Meer Urlaub machende Sasha von einer wortkargen Tramperin, die im Garten ihr Zelt aufstellt, ermordet, Baby Siofra entführt.

    Ozon zeigt in den teils mörderischen, teils heiteren Geschichten einen ausgeprägten Sinn für Stimmungen, Atmosphäre, gezielte Verunsicherungen und mögliche Abhängigkeiten in Beziehungen. Er setzt Sclager (Chers „Bang Bang“ in „Robe“, gesungen von Sheila) als Kommentare ein, fotografiert atemberaubende Naturlandschaften und lässt seinen sehr natürlich spielenden Darstellern genügend Freiheiten. In „Mer“ gibt es, wie später in „Tropfen“, ein direktes RWF-Zitat (die Supermarkt-Sequenz aus „Liebe ist kälter als der Tod“) in „Mort“, einer Ödipus-Variante, steht die Familie auf dem Prüfstand. An diesem faszinierenden Autor sollte kein Programmkino das sich als Ort für Entdeckungen versteht, vorbeigehen. ger.

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