Foxtrot

  1. Ø 3.8
   2017

Foxtrot: Im preisgekrönten Anti-Kriegsfilm von Samuel Maoz muss eine Familie den Verlust ihres Sohnes überwinden — bis die Geschichte eine absurde Wendung nimmt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Foxtrot: Im preisgekrönten Anti-Kriegsfilm von Samuel Maoz muss eine Familie den Verlust ihres Sohnes überwinden — bis die Geschichte eine absurde Wendung nimmt.

Ein Schluck Wasser hilft angeblich über den größten Schmerz hinweg. Als der Architekt Michael Feldmann (Lior Ashkenazi) und dessen Frau Daphna (Sarah Adler) davon erfahren, dass ihr Sohn gestorben ist, bricht Daphne zusammen. Michael ist empört. Das Wasser hilft nicht. Der 19-jährige Jonathan Feldman (Yonaton Shiray), der beim israelischen Militär dient, ist angeblich im Einsatz gefallen. Gemeinsam mit drei weiteren Soldaten sollte er einen Grenzübergang bewachen. Doch es ist nicht alles, wie es scheint.

Vergeblich versuchen die Eltern, mit dem Verlust ihres Sohnes umzugehen. Michael muss im Zuge der Trauernachricht auch den Kontakt zu seiner entfremdeten Familie wiederaufnehmen. So trifft er etwa seine Mutter (Karin Ugowski), die unter Demenz leidet, im Altersheim. Allerdings erkennt sie ihren Sohn kaum. In die Erzählung eingeflochten ist eine Nebenhandlung, die den Alltag der Soldaten rund um Jonathan zeigt, die an einem verlassenen Wüstenposten passierende Kamele kontrollieren.

„Foxtrot“ — Hintergründe

In Israel hat der Anti-Kriegsfilm „Foxtrot“ einen handfesten politischen Skandal ausgelöst. Der Film verbreite Lügen über das israelische Militär, hieß es von Seiten des Kulturministers Miri Regev. Der Regisseur Samuel Maoz („Lebanon“) hielt dagegen, er habe selbst beim Militär gedient und verarbeite lediglich eigene Erfahrungen. Sein Film ist ein Anti-Kriegsdrama, das absurde Züge trägt und eine aberwitzige Verwechslungsgeschichte erzählt.

Der kritischen Rezeption in der Heimat zum Trotz konnte „Foxtrot“ das internationale Publikum begeistern. Der Anti-Kriegsfilm wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2017 gezeigt und konnte den Silbernen Löwen des Festivals gewinnen. Darüber hinaus sollte „Foxtrot“ als israelischer Beitrag als bester Fremdsprachiger Film bei der Oscarverleihung 2018 nominiert werden. Die Nominierung wurde jedoch zurückgenommen.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Samuel Maoz elektrisierte den Lido mit seinem „Lebanon – Tödliche Mission“ und gewann den Goldenen Löwen. Auch in seinem lange überfälligen neuen Drama interessiert den Israeli wieder die Kultur des Militärs, befeuert vom ewig schwelenden Konflikt mit Palästina, der längst surrealer Teil des Alltags ist. Ein wenig erinnert die Prämisse an „Im Tal von Elah„, aber Maoz nutzt sie, um auf ganz eigene Weise Fragen nach Trauer, Wut und Absurdität der Existenz nachzugehen.

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