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Fakten und Hintergründe zum Film "Forbidden Kingdom"

Kino.de Redaktion |

Forbidden Kingdom Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Hintergrund

Drehbuchautor John Fusco hat die folgenden chinesischen Legenden und Erzählungen in FORBIDDEN KINGDOM einfließen lassen.

Der Affenkönig

Eine der bekanntesten Figuren der chinesischen Mythologie und Hauptfigur der klassischen Erzählung „Die Reise nach Westen“ von Wu Ch’eng-En, der um 1500 gelebt hat.

Das Buch zählt zu den vier großen Klassikern der chinesischen Literatur und basiert auf der wahren Geschichte des berühmten Mönchs Xuan Zang aus der Tang-Dynastie. Der Legende nach wurde der Affenkönig aus einem mystischen Stein heraus geboren und von den Affen nach einem heldenhaften Sprung durch einen Wasserfall, durch den er eine Höhle entdeckte, zu ihrem König ernannt. Auf seiner anschließenden Suche nach Unsterblichkeit wurde er Schüler des Zen-Buddhisten Subhuti, durch den er schließlich die Fähigkeit erlangte, seine Gestalt in bis zu 72 verschiedene Erscheinungsformen zu verwandeln, auf Wolken zu fliegen und bis zu 13.000 km mit einem einzigen Sprung zurückzulegen. Als er zunehmend angeberischer wurde, trennten sich die Wege von Schüler und Lehrmeister.

Der Affenkönig entdeckte anschließend einen magischen Kampfstab namens Ru Yi Bang, den er mit seinen Kräften nach Belieben verkleinern und vergrößern konnte und auf Nadelgröße geschrumpft mitnahm, was in der Unterwasserwelt für Aufruhr sorgte, weil der Stab dort für Ebbe und Flut zuständig war. Daraufhin lud ihn der Große Jade-Kaiser, Herrscher überErde, Meer und Unterwelt, in sein Himmlisches Königreich ein, wo er den Affenkönig einen Titel verleihen wollte, um ihn zu besänftigen.

Stattdessen verschlang der Affenkönig die „Pfirsiche der Unsterblichkeit“ der Kaiserin, Meister Lao Tzus „Elixier des ewigen Lebens“ und verwüstete das Königreich. Nun war er unsterblich und unbesiegbar. Erst mit den vereinten Kräften zahlloser himmlischer Krieger konnte er überhaupt gefangen und bestraft werden: Er sollte im Feuer eines heiligen Ofens brennen. Doch nach 49 Tagen explodierte der Kessel, und der Affenkönig wirkte voller Hass zerstörerischer als zuvor.

In seiner Verzweiflung bat der Jade-Kaiser Buddha persönlich um Hilfe, der den Affenkönig mit einer Wette herausforderte: Ihm werde es nicht gelingen, aus der Handfläche des Buddha zu springen. Sollte er verlieren, müsste er sich für Jahrhunderte in der Welt der Sterblichen in Demut üben. Siegessicher nahm der Affenkönig die Wette an und verlangte bei Erfolg den Titel des Jade-Kaisers. Er sprang bis zum vermeintlichen Ende des Himmels, wo ihn fünf Raupen erwarteten.

Als Zeichen seines Sieges schrieb er arrogant „Der Große, dem Himmel ebenbürtige Weise war hier“ auf die eine Raupe, und urinierte auf eine andere. Als der Affenkönig Buddha wieder gegenüber trat, war er schockiert, als er seine Handschrift auf Buddhas Mittelfinger erkannte! Er hatte die Handfläche tatsächlich nicht verlassen und versuchte nun zu fliehen.

Doch Buddha verwandelte seine Finger in den Berg mit fünf Gipfeln (die die fünf Elemente Metall, Holz, Wasser, Feuer und Erde symbolisierten) und sperrte den Affenkönig ein. Erst 500 Jahre später erhielt er von Buddha die Chance auf Erlösung, als er von ihm auf eine Mission geschickt wurde. Der Affenkönig sollte Xuan Zang auf seiner Suche nach Buddhas Sutren nach Indien begleiten und beschützen. Damit begann die epische, allegorische und abenteuerliche Geschichte „Die Reise nach Westen“.

Die acht Unsterblichen

Eine legendäre Gruppe unsterblicher Wesen aus der chinesischen Mythologie und säkularen Kultur. Die acht Unsterblichen werden von Taoisten verehrt und symbolisieren Wohlstand und Langlebigkeit. Jeder der Acht verfügt über einzigartige Verwandlungskräfte, um Leben zu geben und das Böse zu bekämpfen.

Die Unsterblichen sind:

Die unsterbliche Frau He (He Xiangu): einzige Frau der Gruppe und als Göttin der Gesundheit verehrt, die das geistige und körperliche Wohlbefinden verbessern kann.

Der königliche Onkel Cao (Cao Guojiu): angeblicher Onkel des Kaisers der Song-Dynastie; verfügt über die Kraft, die Umgebung von schädlichen Einflüssen zu reinigen.

Eisenstab Li (Tieguai Li): sehr leicht an seinem Eisenstab und der Kürbisflasche zu erkennen, in der sich Lis Seele befindet.

Die Gottheit Lan Caihe: bewaffnet mit einem Bambuskorb voller Blumen, wird mit Langlebigkeit assoziiert.

Lu Dongbin: der bekannteste aller acht Unsterblichen; wird von vielen als ihr eigentlicher Führer angesehen (s. a. Zhong Li Quan).

Philosoph Han Xiang (Han Xiang Zi): hat sich dem Taoismus-Studium verschrieben und besitzt eine lebensspendende Flöte.

Der alte Zhang Guo (Zhang Guo Lao): Meister der taoistischen Atemtechnik (Qigong) und als exzentrischster der Unsterblichen verschrien mit einem Hang zu ausgiebigem Weingenuss.

Zhong Li Quan: offizieller Führer der Gruppe, leicht erkennbar an seiner nackten Brust, seinem Bauch und dem magischen Fächer, der Tote wiederbeleben kann.

Die Braut mit den weißen Haaren

Leung Yu-Sangs Martial-Arts-Roman von 1954, den Ronny Yu 1993 mit Kameramann Peter Pau verfilmte, handelt von einer unglücklichen Liebe zwischen dem Wu-Tang-Schwertkämpfer Cho Yi-Hang und Lien Ni-Chang, der besten Attentäterin eines rivalisierenden Clans. Cho verliebt sich in seine Feindin und Ni Chang auch in ihn, den sie eigentlich ermorden soll.

Weil sie jedoch irrtümlich annimmt, dass Cho sie betrogen hat, wird ihr langes Haar augenblicklich weiß, und sie verwandelt sich in „ Die Braut mit den weißen Haaren“ (Die weißhaarige Dämonin), eine Männerhasserin, die alle Männer gnadenlos auslöscht, die ihren Kräften nicht gewachsen sind.

Währenddessen verkriecht sich Cho auf einen Berg und wartet zehn Jahre darauf, die „königliche Blume“ zu pflücken, mit der er Ni Changs Haare in ihre ursprüngliche schwarze Farbe zurückverwandeln und so ihr Herz zurückerobern will. Die Rose blüht nur alle zwanzig Jahre, und man sagt ihr nach, dass sie jede Krankheit heilen kann.

Produktionsnotizen

Für FORBIDDEN KINGDOM haben sich Jackie Chan und Jet Li, die beiden größten Martial Arts-Superstars überhaupt, zum ersten Mal zusammengetan, um ihre Fertigkeiten als Lu Yan und der schweigende Mönch miteinander zu messen. Produzent Casey Silver hat für diesen einmaligen Asia-Blockbuster einige der größten Talente des asiatischen und westlichen Kinos zusammengetrommelt und den kompletten Film in China realisiert.

Das Drehbuch stammt von John Fusco („Spirit – Der wilde Mustang“) und die Regie übernahm Rob Minkoff („Der König der Löwen“), dem ein furioser Mix aus Comedy, Drama, Action und Zeitreise-Story gelang. In dem spektakuläre Action-Epos muss der Teenager Jason (Michael Angarano) nach einem Zeitsprung ins alte China lebensgefährliche Abenteuer bestehen. Kämpfe mit gnadenlosen Jade-Kriegern, dem bösen Jadekriegsherrn (Collin Chou) und der unbesiegbaren, gewissenlosen weißhaarigen Dämonin (Li Bingbing). Zu guter Letzt erlebt Jason mit der jungen Kriegerin Goldener Sperling (Liu Yifei) die erste Liebe. Ausführende Produzenten sind Ryan Kavanaugh von Relativity Media für Lionsgate, Raffaella De Laurentiis, Yuen Wo Ping und die Brüder Wang Zhongjun und Wang Zhonglei für Huayi Brothers Pictures.

Zum Kreativteam gehören Produktionsdesigner Bill Brzeski, Cutter Eric Strand, Visual Effects Supervisor Ron Simonson und Kostümdesignerin Shirley Chan. Die Musik stammt von David Buckley. Während die Martial-Arts-Filme der letzten Jahre im Zuge von „Tiger & Dragon“ immer größer, teurer und düsterer wurden, wollte man bei FORBIDDEN KINGDOM andere Wege gehen. Produzent Casey Silver dazu: „Uns war eine gewisse komödiantische Verspieltheit sehr wichtig. Rob versteht sich darauf genauso wie auf Romantik und Gefühle. Er hat diese klassische Heldengeschichte mit Humor angereichert.“

Weiterhin ungewöhnlich an dem Projekt war, dass die Filmemacher keine spezielle Zielgruppe im Visier hatten, sondern einen Film für die ganze Familie anstrebten. Dazu Regisseur Rob Minkoff: „Martial Arts wird viel zu ernst genommen. Unser Film ist für Kinder, Teenager, ihre Eltern und Großeltern unterhaltsam.“ „Es ist für jeden etwas dabei“, bestätigt Silver. Action Superstar Jet Li, Vater zweier Töchter, sieht das auch als Pluspunkt: „Ich habe so viele gewalttätige Filme gedreht, jetzt war einfach mal etwas für meine Kinder an der Reihe.“

Fusco und Minkoff haben legendäre Figuren der chinesischen Mythologie wie den Affenkönig, die acht Unsterblichen und die weißhaarige Dämonin mit westlichen Interpretationen zu einem gelungenen Abenteuer kombiniert. Schauspieler Michael Angarano dazu: „Klassische Martial Arts, eingebettet in chinesische Kinokultur, Geschichte, Literatur, Tradition und Schauspieler, aber mit amerikanischen Geschichtenerzählern – das hat’s noch nie gegeben. Kombiniert mit der zeitlosen Geschichte eines Jungen, der durch diese Umstände zu einem stärkeren und besseren Menschen wird, ist das absolut unwiderstehlich.“

Zusammen mit den unglaublichsten Actionstunts des weltbesten Martial-Arts-Meisters Yuen Wo Ping und den sagenhaften Bildern des für „Tiger & Dragon“ mit dem Oscar® ausgezeichneten Kameramanns Peter Pau ergibt das den ultimativen Martial-Arts-Film. „Den ersten Film zu drehen, in dem Jackie Chan und Jet Li erstmals gemeinsam vor der Kamera stehen, ist schon was Besonderes. Aber die Kombination aus Martial-Arts-Film und zeitgenössischem US-Kino macht FORBIDDEN KINGDOM einzigartig. Wir wollten einen Film drehen, der im Osten und Westen gleichermaßen begeistert. Ich glaube, das ist uns gelungen“, fasst die ausführende Produzentin Raffaella De Laurentiis abschließend zusammen.

Produktion: Das Drehbuch

Vor etwa vier Jahren dachte Autor John Fusco über eine Gute-Nacht-Geschichte für seinen Sohn nach, der, genau wie sein Vater, ein großer Fan von chinesischen Martial-Arts-Büchern und Kung-Fu Filmen war.

Fusco dachte sich die Geschichte eines amerikanischen Jungen aus, der in das mythische China der Vergangenheit reist, um dort den verlorenen Kampfstab des legendären Affenkönigs zurückzubringen. Auf seiner Reise lernt er noch viele andere Figuren aus der chinesischen Literatur kennen, Martial Arts-Legenden und sogar Figuren des Kung-Fu Films.

Als Fusco Produzent Casey Silver davon erzählte, mit dem er in Marokko gerade an „Hidalgo – 3000 Meilen bis zum Ruhm“ (2004) arbeitete, war der sofort begeistert: „Ich hielt das für eine tolle Filmidee und gab augenblicklich das Drehbuch in Auftrag, an dem wir dann ein Jahr zusammenarbeiteten“, sagt Silver.

Fuscos Liebe zur Kampfkunst und ihrer Philosophie entstand, als er mit dreizehn Jahren Unterricht in koreanischen Kampfstilen bekam, ein Jahr, bevor die TV-Serie „Kung Fu“ und die Bruce Lee-Filme Martial Arts populär machten. Diese Liebe zur chinesischen Kultur findet sich nun im Drehbuch zu FORBIDDEN KINGDOM wieder.

Dazu Action Superstar Jackie Chan: „Er hat es geschafft, die unterschiedlichsten Figuren der chinesischen Kultur und aus Kung-Fu-Filmen in einer Geschichte zu vereinen, vom Drunken Master über den Affenkönig bis zu den acht Unsterblichen. Mich interessierte an dem Projekt, dass wir aus den Legenden der chinesischen Kultur Weltkultur machen würden.“ Fusco kennt sich als Drehbuchautor von Filmen wie „Crossroads“, „Blaze of Glory – Flammender Ruhm“, „Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm“ und vielen anderen mit kulturellen Mythen bestens aus und recherchiert die Geschichten hinter den Legenden genau. „Mir war es sehr wichtig, westlichen Zuschauern chinesische Legenden wie den Affenkönig näherzubringen, die damit wenig oder gar nicht vertraut sind“, sagt Fusco. „Gelänge es uns, junge Generationen und westliche Zuschauer für chinesische Kultur und ihre Ideen zu interessieren, dann hätten wir unser Ziel erreicht.“

Michael Angarano, der den zeitreisenden Jason spielt, kommentiert: „Ich kannte die Legende des Affenkönigs und die anderen mythischen Figuren vorher natürlich auch nicht. Doch als ich mich mit ihnen vertraut gemacht hatte, konnte ich die Dreharbeiten gar nicht mehr abwarten. Eine wirkliche tolle Mischung aus alten chinesischen Legenden, Volksmärchen, Kultur und Geschichte, die meine Figur erlebt.“

Auch die anderen Darsteller waren von der ungewöhnlichen Struktur des Films begeistert. Li Bingbing, die die weißhaarige Dämonin spielt, sagt: „Der Film wirft einen westlichen Blick auf chinesische Mythologie. Auch wenn der Affenkönig und die weißhaarige Dämonin ganz klassisch aussehen, haben John und Rob sie auf ganz eigene Weise interpretiert, so dass es viele Überraschungen gibt.“ Collin Chou (der böse Jadekriegsherr) ergänzt: „Johns Drehbuch ist genial. Auf Basis der Affenkönig-Legende ist ihm ist mit diesem wilden Mix vieler berühmter chinesischen Legenden eine einzigartige Story gelungen. Brillant.“

Das Ergebnis ist eine mitreißende Kombination aus Abenteuer, Heldengeschichte, Mystik, Geschichte, Action, Romantik, Drama und Martial Arts; mit einer Traumbesetzung, kreativen Filmschaffenden wie dem Regisseur Rob Minkoff, Actionchoreograph Yuen Wo Ping und Kameramann Peter Pau, exotischen chinesischen Drehorten und phänomenalen Visual Effects, die in Korea vollendet wurden. „Wir hoffen, dass unser Film junge Menschen positiv beeinflusst“, sagt Produzent Casey Silver abschließend.

Produktion: Der tiefere Sinn von Kung Fu

FORBIDDEN KINGDOM bedient sich vieler Figuren der chinesischen Mythologie und erzählt eine ganz eigene zeitgemäße Geschichte und keine Verfilmung klassischer Literatur wie „Die Reise nach Westen“. Dennoch hofft Drehbuchautor John Fusco natürlich, „dass westliche Zuschauer durch den Film Lust auf ‚Die Reise nach Westen‘ und chinesische Mythologie generell bekommen. Und dass sie durch unseren Film mehr über den wahren Sinn von Kung Fu erfahren haben.“

So wie der junge Held, der lernt, sich seinen Ängsten zu stellen und etwas über die eigentliche Bedeutung von Kung Fu erfährt. Dazu Produzent Casey Silver: „Mein Sohn betreibt selbst Kampfsport, und ich habe mich immer gefragt, warum es bislang keinen westlichen Film gegeben hat, der auf die tiefere Bedeutung von Kung Fu, die Philosophie, Schönheit und Poesie, eingeht.

Das hatte ich im Hinterkopf, als ich Johns Skript las – einen Film, der trotz Akrobatik und Athletik die Frage stellt: ‚Was bedeutet Kung Fu? Worum geht es dabei wirklich?‘“ Hauptdarsteller Michael Angarano teilt seine Erfahrungen, die er mit diesem revolutionären Film machte: „Kung Fu ist eine Philosophie, eine Lebenseinstellung und Denkweise. Es geht nicht ums Kämpfen, sondern darum, sich selbst, seinen inneren Frieden zu finden und auch mit deiner Umgebung in Frieden zu leben.“

Seit den Dreharbeiten ist Angarano selbst überzeugter Kung-Fu-zianer. „FORBIDDEN KINGDOM schöpft seine Kraft aus der chinesischen Mythologie und der chinesischen Populärkultur gleichermaßen und feiert den tieferen Sinn von Kung Fu“, sagt Fusco.

Produktion: Die Regie

Regisseur Rob Minkoff wurde während einer Gastlesung vor Filmstudenten der Universität von Peking von einem Student gefragt, ob er jemals die Legende vom Affenkönig für eine Verfilmung in Betracht gezogen habe. Wie es der Zufall wollte, landete kurz darauf das Skript zu FORBIDDEN KINGDOM auf seinem Schreibtisch. „Das war ein Omen. Das Buch war klasse, die Figuren charismatisch und die einmalige Gelegenheit, mit Jet Li und Jackie Chan zu arbeiten, wollte ich mir nicht entgehen lassen“, erzählt Minkoff.

Produzent Casey Silver erinnert sich: „Rob war unser Mann – wegen seiner vorherigen Filme und natürlich wegen seines großen Interesses und seiner Bewunderung für die chinesische Kultur. Er kannte sich wirklich hervorragend mit den Geschichten und den Figuren aus und hat sie sehr gelungen in der Story verwoben. Wir haben mit ihm eine ausgezeichnete Wahl getroffen.“

Auch die Schauspieler zeigen sich sehr zufrieden. Dazu Jackie Chan: „Um zu wissen, wie man diesen Film am besten drehen kann, muss man sich schnell in die chinesische Kultur und China selbst hineinversetzen können. Es hat sicher geholfen, dass Robs Frau Chinesin ist.“ „Rob war großartig. Dabei hatte er es nicht leicht, weil es sehr schwer ist, die beiden unterschiedlichen Kulturen, die östliche und die westliche, zu vereinen. Wir haben ausgiebig Diskussionen darüber geführt, wie man den Film erzählen muss, damit er westlichen und asiatischen Zuschauern gleichermaßen gefällt“, erinnert sich Jet Li.

Michael Angarano ergänzt: „Rob ist ein toller Geschichtenerzähler, der die vielen unterschiedlichen Aspekte des Films wunderbar zum Leben erweckt hat. Bei dem Mischmasch am Set – die vielen Spezialeffekte, die Actionszenen, chinesische Crewmitglieder, chinesische Darsteller und der eine amerikanische Darsteller – kann es schnell zu Missverständnissen kommen. Aber Rob hat alles hervorragend im Griff gehabt.“

Li Bingbing schwärmt: „Rob ist so nett und hat so ein großes Herz. Außerdem arbeitet er sehr präzise, korrigierte sogar unsere Augenbewegungen. Und er ist sehr hilfsbereit, half uns bei der englischen Aussprache und der korrekten Intonation, so dass wir uns ganz auf unsere Charaktere konzentrieren konnten.“ Collin Chou fügt an: „Ich finde es besonders interessant zu sehen, was Rob diesen legendären Figuren, die in Asien jedes Kind kennt, für neue Aspekte abgewonnen hat.“

Produktion: Das Casting

Produzent Casey Silver hatte von Anfang an den Wunsch, Jackie Chan und Jet Li für diesen Film zum ersten Mal gemeinsam vor die Kamera zu holen. Er schickte Li, der in Kalifornien lebt, das Skript, und der war sehr angetan. „Denn er interessierte sich schon vorher für die klassische Figur des Affenkönig und war mit ihr bestens vertraut. Seine Sichtweise auf das Material hat uns sehr geholfen. Außerdem gefiel ihm, diese Legende einem internationalen Publikum näherzubringen“, sagt Silver.

Mit Jackie Chan hatte Silver ähnliches Glück. „Ich besuchte gerade ein Fußballspiel meines Sohnes, als der Anruf aus Hongkong kam. Ich flog hin, und er zeigte sich der Filmidee gegenüber sehr interessiert und offen.“

Besonders reizte ihn an FORBIDDEN KINGDOM jedoch die Zusammenarbeit mit Jet Li. „Ich habe immer gehofft, mit Schauspielern, die ich verehre, zusammenzuarbeiten, bevor ich mich zur Ruhe setze. Und einer davon ist Jet Li“, sagt Chan. Nach zwei verpassten Gelegenheiten vor fünfzehn und achtzehn Jahren war es endlich soweit. „Ich habe sofort zugesagt, als Jet an Bord war“, so Chan. Und Li fügt an: „Endlich spielen wir gemeinsam in einem Film, nachdem wir schon so lange eng befreundet sind. Ich würde immer wieder mit ihm arbeiten wollen.“

Das kann Chan nur zurückgeben. „Es ist das Verdienst von Johns Drehbuch, dass beide so großartige Rollen darin haben“, sagt Silver. Michael Angarano erinnert sich, wie er die Rolle des Jason bekam: „Nach meinem Vorsprechtermin bei Rob musste ich mit anderen Kandidaten ein dreistündiges Kung-Fu Training absolvieren, um unsere Martial Arts-Lernfähigkeit auf die Probe zu stellen. Anschließend traf ich Jackie Chan, das war der letzte Schritt des Vorsprechens, und ehe ich mich versah, war ich in China.“

Für die Rolle der Ni Chang standen drei Asiatinnen auf der Shortlist des Casting Directors Poping Auyeung. Die Rolle ging schließlich an die bekannte chinesische Schauspielerin Li Bingbing, weil sie die englischen Dialoge bravourös meisterte. Sie erklärt: „Am Anfang waren Rob, Casey und Raffaella skeptisch, weil sie sich mich mit weißen Haaren nicht vorstellen konnten und eine ältere Darstellerin im Sinn hatten. Doch mit meiner Performance konnte ich sie überzeugen.“ Minkoff ist von ihre Professionalität begeistert: „Sie ist toll in dem Film und nimmt ihre Arbeit ernster, als ich es bei anderen jemals erlebt habe.“

Jackie Chan stimmt zu: „Ich kenne sie jetzt seit über zehn Jahren. In China ist sie ein großer Star, aber immer noch bereit, Neues auszuprobieren, beispielsweise die Nebenrolle eines Bösewichts zu übernehmen. Das mag ich an ihr.“ Für die Rolle von Goldener Sperling standen viele verschiedene Darstellerinnen zur Auswahl. Doch Li Yifei stach aus allen hervor, trotz ihrer für einen „Sperling“ eher ungewöhnlichen Größe. „Sie ist eine sagenhafte Performerin und nimmt ihren Beruf für ihr junges Alter sehr ernst. Mit ihrer Intensität stiehlt sie den anderen fast die Schau“, sagt Minkoff.

Produktion: Die Kamera

Für ein Projekt dieser Größenordnung und Ambition benötigte man unbedingt einen Kameramann mit „Ost-West“-Erfahrung. Bei den Sprach- und Kommunikationsbarrieren durch die vielen asiatischen Crew- und Castmitglieder kann schon ein falsch verstandenes Wort zu Missverständnissen führen. Kamerakünstler Peter Pau war die naheliegende Wahl. Dazu Produzent Silver: „Er ist ein Meister seines Fachs. Ohne ihn hätten wir den Film nicht so gut hinbekommen.“

Peter Pau wollte sich die Gelegenheit, mit zwei der größten chinesischen Martial-Arts-Stars in China zu drehen, nicht entgehen lassen. „Eine großartige Idee, die beiden zusammenzubringen, und ein tolles Drehbuch dazu“, sagt er, „denn es vermittelt nicht nur chinesische Tugenden, sondern ist einzigartig in seinem Ansatz eines kulturübergreifenden Events zwischen moderner und antiker Welt.

Autor John Fusco, selbst praktizierender Kampfsportler, hat ein bedeutendes und gleichsam ungemein unterhaltsames Drehbuch geschrieben.“ FORBIDDEN KINGDOM ist mit Abstand Paus größtes Projekt, das er bislang in China gedreht hat. Er sagt: „Wir benötigten zwei Units mit jeweils über 50 Crewmitgliedern für Kamera, Beleuchtung und Grip-Abteilung. Bei 17-wöchigen Dreharbeiten plus drei oder vier Wochen Vorbereitungszeit immer höchsten Arbeitsstandard zu liefern, ist für alle Beteiligten eine ganz schöne Herausforderung. Von den aufwändigen Standortwechseln gar nicht zu reden… Aber ich war mit meiner Crew sehr zufrieden.“ Silver ergänzt: „Peter war ein Segen für uns Hollywoodianer in China, weil er so erfahren war. Ihm verdanken wir maßgeblich den

Look und die Atmosphäre von FORBIDDEN KINGDOM.“ Pau beschreibt seine künstlerische Herangehensweise und Inspiration: „Bei dem sanften ‚Tiger & Dragon‘ orientierte ich mich an chinesischer transparenter Aquarellmalerei. FORBIDDEN KINGDOM ist purer Van Gogh, kräftige gesättigte Farben, weil das zu einem Fantasy- und Actionabenteuer am besten passt.“

Außerdem verwendete Pau als erster Kameramann in China das neue Panavision-Digital-Genesis-Kamerasystem, das die Arbeit sehr erleichterte. „Die CCD-Qualität und die Panavision-Linsen, die einstündige Aufnahmekapazität und die Möglichkeit, mit echten 48 Bildern pro Sekunde zu drehen, das alles hat mich sehr begeistert“, sagt er. „Außerdem sind die Kameras sehr robust und halten allen Witterungsbedingungen stand, von Wüsten bis Wasserfällen, Bergtälern und Dauerbetrieb im heißen Sommer. Und die Gefahr, dass die ‚Negative‘ beim Transport versehentlich entwickelt oder zerkratzt werden, ist null.“

Peter Pau ist für seinen Arbeitseifer bekannt. Er selbst sagt dazu: „Ich plane vor Drehbeginn jede Szene ganz genau und stimme sie mit allen Beteiligten ab, um Zeit zu sparen, und versuche, so viele Bewegungen wie möglich in den Szenen unterzubringen, ohne den Dreh zu gefährden.“ Ein Beispiel: „Jackies und Jets Kampf in der Tempelruine ist die wichtigste Fight-Szene des Films und Rob und Wo wollten, dass die Darsteller so viel Bewegungsfreiheit wie möglich haben sollten. Um das zu gewährleisten, drehten wir mit einem fast fünf Meter hohen Technokran und zwei Remote Control Heads auf zwei Super-Sky-Mode Kränen. Das hat auch dank meiner hervorragenden Crew großartig geklappt.“

Pau erklärt, wie man Martial Arts lebendig gestaltet: „Das Timing der Kamerabewegungen ist entscheidend, um die Action bestmöglich zu unterstreichen. Für so eine Kranfahrt braucht man einen oder mehrere Kranführer, Dollyführer, einen Zoomkontrolleur, entweder auf dem Technokran oder an der Zoomlinse, und ich bediene den Remote Control Head. Damit das alles reibungslos und synchron mit der Actionszene harmoniert, braucht man ‚dancing beats‘, wie ich es nenne. Alle beteiligten Crewmitglieder müssen die Action Choreographie genau kennen. Um so etwas perfekt zu drehen, braucht man eine Crew, die jahrelang zusammengearbeitet hat.“

Regisseur Rob Minkoff ist voll des Lobes: „Peter hat die Sache ausgezeichnet gemeistert. Wir konnten uns voll darauf verlassen, dass er mit seiner Sensibilität für chinesische Tradition einen Film schaffen würde, der nicht wie die amerikanisierte Version einer chinesischen Story aussieht, auch wenn unsere Hauptfigur ein amerikanischer Teenager ist.“

Produktion: Die Action

Für die komplexen Actionszenen von FORBIDDEN KINGDOM kam nur der berühmteste Actionregisseur Chinas in Frage: Yuen Wo Ping. „Der einzige Choreograph, der aus den beiden Martial Arts-Giganten Chan und Li gleichzeitig das Beste herausholen konnte“, so Casey Silver. Jet Li ergänzt: „Jeder weiß, dass er der Beste ist. Ich wollte unbedingt, dass er mitmacht.“ Und er spricht aus Erfahrung, hat Li doch mit Wo Ping schon häufig zusammengearbeitet, zuletzt an dem historischen Martial-Arts-Drama „Fearless“. „Ohne Wo Ping hätte der Film für mich nicht funktioniert. Deshalb habe ich mich sehr um seine Mitarbeit bemüht“, so Silver.

Jackie Chan verbindet mit Wo Ping etwas ganz anderes: Er war der Regisseur seines Films SIE NANNTEN IHN KNOCHENBRECHER („Drunken Master“). Die Figur des Drunken Master diente als Vorbild für Lu Yan in diesem Film und wurde seinerzeit von Wo Pings Vater gespielt. Wo Ping und Chan kennen sich seit ihrer Kindheit, haben aber seit zwanzig Jahren keinen Film mehr zusammen gedreht. „Für die beiden war es eine große Wiedersehensfeier“, sagt Silver. Wo Ping, Silver, Regisseur Minkoff und der Autor Fusco arbeiteten eng zusammen, damit die Actionszenen sich nahtlos in die Story einfügten. Minkoff sagt: „Aber die Kampfszenen an sich gehören Wo Ping allein und reflektieren alle einen Teil seiner Persönlichkeit.“

Seine Herangehensweise war sehr asiatisch, denn er choreographierte mit seinem Stunt-Team etwa fünf Minuten, bevor gedreht wurde – für unerfahrene Schauspieler ein etwas gewöhnungsbedürftiges Tempo. „Anfangs kam ich damit nur schwer zurecht, doch man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Sie zeigen dir, was du tun sollst. Da bleibt keine Zeit zum Nachdenken, das muss schnell gehen“, sagt Michael Angarano. „Wo Ping, seine Brüder und seine wichtigsten Mitarbeiter erarbeiten ein paar Bewegungen, jeder macht Verbesserungsvorschläge, und am Ende entscheidet Wo Ping, wo es langgeht. Dann wird sofort gedreht“, erklärt Minkoff. „Sobald die Kamera läuft und die Schauspieler herumwirbeln, drehen sie alles eins nach dem anderen ab und picken sich hinterher raus, was sie brauchen, wie bei einem Puzzle. Das ist faszinierend anzusehen, mit welcher Anmut die Crew dem Geschehen folgt und mitziehen muss, und wenn es eine 360-Grad-Drehung mit dem ganzen Equipment ist.“

Jackie Chan war zuversichtlich, dass Yuen Wo Ping wieder ausgezeichnete Arbeit abliefern würde, auch wenn er diesmal unter einem größeren Druck stand, weil er für ihn und Li unterschiedliche Kampfsequenzen konzipieren musste. Gleich bei der ersten gemeinsamen Kampfszene geschah etwas Besonderes. Dazu Chan: „Mit den meisten Leuten muss man natürlich erst einmal proben. Aber Jet und ich sahen uns einfach nur an und sagten: ‚let’s do it, yeah‘, und los ging es. Ich glaube, wir wollten uns gegenseitig testen. Die ersten beiden Takes waren so schnell, dass alle sagten, wir sollen einen Gang runterschalten, sonst müsste man die Kamerageschwindigkeit verlangsamen.“

Die Chemie zwischen Chan und Li ist ein besonderer Bonus für den Film. Dazu Chan: „Wir brauchten nie mehr alsdrei bis fünf Takes, normal wären zehn bis fünfzehn. Aber wir erlangten einfach denselben Rhythmus und waren total aufeinander eingespielt. Sowas ist sehr selten. Das habe ich in der Vergangenheit nur mit Sammy Hung und Yuen Biao erlebt.“ Michael Angarano sieht Kung-Fu-Filme mit ganz anderen Augen: „Seit ich weiß, wie schwer es ist, in einem mitzuspielen, bewundere ich die Filmemacher noch viel mehr.“ „Es geht gar nicht so sehr ums Kämpfen, es ist eher eine Art Tanz. Du musst dich auf deinen Partner völlig abstimmen, asynchron funktioniert es nicht. Ein Schlag muss nicht nur hart aussehen, es ist genauso wichtig, dass derjenige, der ihn abbekommt, ihn gut aussehen lässt. Das habe ich von Jet Li gelernt.“

Jet Li lobt Angarano als Naturtalent: „Ich bin nicht der Einzige, der so denkt. Auch Wo Ping fiel auf, wie schnell Michael dazulernte. Es gibt nicht viele, die ihren Körper so gut kontrollieren können.“ „Ich hatte eben mit Wo Ping und seinem Team ausgezeichnete Lehrer, die mir auf den Punkt immer genau erklären konnten, woran es jeweils haperte. Das war unglaublich“, so Angarano. Li Bingbing und Liu Yifei hatten so ihre eigenen Probleme mit den Actionsequenzen. Bingbing lacht: „Wir sind automatisch immer zusammengezuckt, wenn wir gegeneinander kämpfen mussten, und waren zu zaghaft. Ich hatte immer Angst, sie zu verletzen.

Doch Wo Ping forderte mehr Realismus. Ich habe mich immer entschuldigt, bevor ich sie dann härter anpackte.“ Chan zu bekämpfen, fiel ihr dagegen viel leichter. „Selbst wenn man eine Bewegung mal falsch ausführt, hilft dir Jackie, deinen Schlag trotzdem noch ins Ziel zu bringen. Er kann das alles abfangen und gut aussehen lassen.“ Liu Yifei bereitete die Pipa Probleme beim Reiten. „Die schlug mir immer an den Kopf. Jet ist ein erfahrener Reiter und hat mir sehr geholfen und sich sehr um mich gekümmert.“ Er brachte ihr auch bei, wie man kunstvoll mit Wurfpfeilen umgeht, während Chan sie aufmunterte, wenn ihre Kampfszenen nicht auf Anhieb klappten. Die finale Kampfszene nahm insgesamt fast einen Monat Zeit in Anspruch. Denn an ihr waren alle Hauptfiguren und Hunderte Statisten beteiligt.

Die Action-Choreographie musste aufwändigst koordiniert werden, und die Hitze machte es auch nicht gerade leichter. Die Darsteller fühlten sich schon ausgelaugt, bevor sie ihre schweren Waffen auch nur angehoben hatten, und mussten von den Maskenbildnern permanent abgetupft werden.

Verletzungen sind bei Actionfilmen solchen Kalibers unvermeidlich. Bingbing und Jet Li zogen sich vom Hängen an künstlichen Felsen tiefe Schrammen an Armen und Händen zu. Chan und Bingbing verletzten sich in der letzten Schlachtszene beide am Rücken, während sie an Drähten durch die Luft flogen. Doch trotz allem waren die Darsteller froh, für Wo Ping ihr Bestes gegeben zu haben. Dazu Collin Chou, der mit Wo Ping schon häufig zusammengearbeitet hat: „Er hat meiner Figur, dem Jadekriegsherrn, wieder einige exzellente Choreographien zugedacht. Es macht immer Spaß, Stunts für ihn auszuführen.“ Und Liu Yifei, die hier ihr Actiondebüt gibt, ergänzt: „Dank Wo Ping und Jackie Chan habe ich viel in diesem Bereich dazugelernt.“

Produktion: Die Vorproduktion

Als Westler einen Film in China zu planen und zu drehen, stellte die Produzenten vor gewaltige Herausforderungen. Die ausführende Produzentin Raffaella De Laurentiis erinnert sich: „Die kurze Vorbereitungszeit war das größte Problem. Wir mussten doppelt so viel Arbeit in der Hälfte der Zeit bewältigen als bei solchen Filmen normalerweise üblich. Das bedeutete, dass wir bereits mit dem Dreh begannen, während wir noch daran arbeiteten, wie wir überhaupt vorgehen wollten!“

Die Vorproduktionsphase begann vor dem Chinesischen Neujahr im Januar 2007, nur Monate vor den 17-wöchigen Dreharbeiten, die Anfang Mai begannen. Dazu Produzent Casey Silver: „Ich hätte mir auch viel mehr Vorbereitungszeit gewünscht. Ich war sehr besorgt, ob wir den Film unter den schwierigen Voraussetzungen – fremder Drehort, vielsprachige Crew, die Arbeit in einer fremden Sprache – so gut hinbekommen würden, wie wir wollten.“

Doch einmal in China, lief alles wie am Schnürchen. „Acht Wochen Vorbereitungszeit war schon verdammt kurz für einen Film wie diesen“, sagt Regisseur Minkoff. Schließlich mussten wir neben Drehbuchänderungen noch an den Sets, Kulissen, Requisiten, Waffen und Kostümen arbeiten und Drehorte suchen. Um das noch zu toppen, mussten wir so viel wie möglich im Voraus planen, damit Yuen Wo Ping eine Basis hatte, auf der er die Kampfszenen ausarbeiten konnte.“ „Rückblickend hätte ich mir allerdings gar nicht so große Sorgen machen müssen, denn die Zusammenarbeit aller Beteiligten klappte ausgezeichnet. Unsere Produktionspartner in China, die Huayi Brothers, waren sehr hilfreich, genau wie die China Film Group“, sagt Silver.

Zu der Vorbereitung gehörte auch das Actiontraining der in Martial Arts unerfahrenen Schauspieler, das einen Monat vor Drehstart in Hengdian stattfand und von Action-Choreograph Yuen Wo Ping und seinem Team ausgearbeitet wurde. Es bestand aus Fitnesstraining, Waffenübungen und Kampfsporttraining. Dazu Li Bingbing: „Alles war durchorganisiert und geplant, gleich nach dem Frühstück ging es in den Trainingsraum.“ Michael Angarano war beeindruckt von der Effektivität der Übungen: „Neben der Beweglichkeit und der Kampfkunst selbst war es vor allem eine mentale Angelegenheit, wie man mit den Kampfsituationen und der Choreographie umgehen muss.“

Reiten gehörte auch zum Programm. Dazu Li Bingbing schmunzelnd, die vorher noch nie auf einem Pferd gesessen hatte: „Im Film muss ich wie eine erfahrene Reiterin wirken. Deshalb war meine Angst, wie eine Anfängerin auszusehen, deutlich größer als die, vom Pferd zu fallen.“ Außerdem bekamen die Darsteller Englischunterricht. Und Seiltraining, damit sie in den Actionsequenzen glaubwürdig „fliegen“ konnten.

Li Bingbing musste für ihre Darstellung der weißhaarigen Dämonin zusätzlich Bogenschießen lernen. Liu Yifeis zusätzliches Training umfasste Unterricht im Pipa-Spiel, einem traditionellen chinesischen Saiteninstrument. Liu gesteht: „Ich habe die Pipa leider nicht wirklich so gut beherrschen gelernt, wie es Goldener Sperling zugestanden hätte. Aber wenigstens habe ich eine Menge dazugelernt, was Kampfszenen angeht.“

Als neunzehnjährige Perfektionistin hat sie das Kampftraining sogar während der Dreharbeiten aufrechterhalten. „Um eine Kriegerin authentisch zu spielen, muss man schließlich echte Kampfkraft besitzen und nicht nur so tun als ob“, sagt sie. „Die Vorbereitung war hart, aber ich werde sie nie vergessen“, sagt Angarano abschließend.

Produktion: Die Drehorte

Für die ausführende Produzentin Raffaella De Laurentiis war FORBIDDEN KINGDOM ein Glücksfall. „Der Film ist der Gipfel vieler meiner früheren Erfahrungen: ich habe vor 23 Jahren bereits in China gearbeitet, viele Martial-Arts-Filme und historische Filme gedreht, deshalb war ich die perfekte Person für dieses Projekt.“

Auch für den US-Regisseur Rob Minkoff war der Film sehr wichtig. „Die Story spiegelt die Geschichte der Produktion fast exakt wider: Ich bin auch ein Amerikaner in China; wir arbeiten mit Legenden des Kung-Fu-Films – Yuen Wo Ping, Peter Pau, Jackie Chan und Jet Li; wie Jason bin ich ein großer Fan des asiatischen und Martial Arts-Kinos. Das alles ist schon erstaunlich und hat mich genau wie die Figuren im Film persönlich weitergebracht.“

Schauspieler Michael Angarano ging es genauso: „Ich bin definitiv nicht mehr derselbe wie vor den Dreharbeiten, auch wenn ich natürlich nicht so eine gewaltige Wandlung durchgemacht habe wie meine Figur Jason.“

Obwohl ein Großteil von FORBIDDEN KINGDOM in den Hendian World Studios enstand, gab es auch zahlreiche Außenaufnahmen an spektakulären Drehorten: in der Wüste Gobi in Dunhuang, am Nine Bend River, am Wasserfall von Xianju, in den Wuyi-Bergen, im Bambuswald von Anji und im Plum Blossom Garden in Fangyan. „Uns war extrem wichtig, dass, wenn wir schon nach China reisen und einen Film über China drehen, der Film auch danach aussieht. Schließlich geht es nicht nur um die metaphorische Reise der Hauptfigur, sondern auch um eine tatsächliche“, sagt Produzent Casey Silver. „Ich wollte die sagenhaften Landschaften des Landes zeigen. Die chinesische Regierung hat uns dabei sehr unterstützt.“

Szenenbildner Bill Brzeski beschreibt, wie die Drehorte gefunden wurden: „Das ganze China sollte sich in den Locations widerspiegeln, seine Wüsten, Gewässer, Wälder, Berge und Dschungel. Denn die ganzen Gefahren, die dort lauern, machen die Helden umso stärker und tapferer.“ Minkoff ergänzt: „Ich kannte die Orte bislang nur aus ein paar anderen Filmen und von Fotos. Diese unglaublichen Landschaften dieses gewaltigen Landes in natura zu sehen, war schier überwältigend. Wir hätten gerne noch viel mehr Drehorte gewählt, aber unser knapper Produktionsplan ließ das nicht zu.“

Die 1,2 Mio. Quadratkilometer große Wüste Gobi, die größte Asiens und viertgrößte der Welt, war der erste Drehort des Films – und mit ihren permanenten Sandstürmen der beschwerlichste. „Es war wie auf dem Mars und nicht wie in China. Aber schöner uns spektakulärer, als ich es mir je hätte träumen lassen“, schwärmt Angarano. Minkoff bestätigt das: „Einer der großartigsten Orte, an denen ich je war. Tausende Kilometern entfernt von irgendwas. Nur Wüste, so weit das Auge reicht.“ Kameramann Peter Pau erinnert sich eher an die Schwierigkeiten. „Unsere Dreharbeiten in Dunjuang und Wuji begannen in der Goldenen Woche, Chinas großer Ferienzeit. Es war ein Albtraum mit den ganzen Touristen, und die engen Straßen haben uns vor ziemliche Transportprobleme gestellt. Trotz genauester Planungen im Vorfeld war es problematisch. Wenigstens hat das Wetter mitgespielt.“

In den südchinesischen Wuji-Bergen, seit 1999 Weltkulturerbe der UNESCO, entstanden einige der schönsten Szenen des Films, besonders erinnerungswürdig ist die, in der Angarano unter einem 120 Meter hohen Wasserfall Kung Fu übt. Angarano erinnert sich: „Da wurde mir plötzlich bewusst, was für ein besonderer Moment das ist. Ich war erst seit vier Wochen in China, und jetzt stand ich in einer Pferde-Stellung mitten in einem Wasserfall im Regenwald auf einem Berg in China. Absolut surreal.“

Der Nine Bend River mit den majestätischen Wuji-Bergen im Hintergrund wirkte wie eine chinesische Tuschezeichnung. Dort entstand eine Rafting-Szene mit den vier Hauptfiguren. Pau dazu: „Weitere Fluss-Szenen entstanden in Xianju. Außerdem drehten wir im Bambuswald von Anji, wo ich schon Ang Lees ‚Tiger & Dragon‘ gefilmt habe.“ Li Bingbing ist stolz, der Welt ihr Land so zeigen zu können: „Die Geschichte unserer Vorfahren lässt sich mit Büchern und Fotografien nur unzureichend wiedergeben. Durch den Film können wir sie mit der Welt teilen.“

Nach weiteren Actionszenen, die im Plum Blossom Garden in Fangyan entstanden, zog die Produktion schließlich nach Hengdian mit seinem 330 Hektar großen Studio voller altertümlicher Tempel, Gebäuden, Seen, Teehäuser, Gärten und einem kompletten Nachbau der Verbotenen Stadt und eines Teils der Chinesischen Mauer. In der Nähe von Hengdian entstand auch die Szene, in der Soldaten ein ganzes Dorf niederbrennen. „Eine unserer größten Herausforderungen, denn wir konnten die Szenen nur einmal drehen. Wir fackelten das Set einfach ab und filmten die brennenden Hütten mit allen Kameras, die uns zur Verfügung standen, und setzten Hunderte Statisten ein. Sehr unkonventionell, in den USA könnte man sowas wahrscheinlich nicht machen.“

Besonders im Plum Blossom Forest machte den Darstellern die Sommerhitze zu schaffen. „Zu meinem Kostüm gehörte eine Lederjacke, ich musste die Pipa tragen, die ziemlich schwer ist, meine Waffe, und mit Jade-Kriegern kämpfen“, stöhnt Liu Yifei. Und das Ganze bei 42 Grad im Schatten. Raffaella De Laurentiis fasst die Gefühle der Beteiligten zusammen: „Die Dreharbeiten in Hengdian und überall waren ein großes, unvergessliches Abenteuer.“

Produktion: Das Design und Kostüme

Produktionsdesigner Bill Brzeski, der bereits vor FORBIDDEN KINGDOM mit Regisseur Rob Minkoff zusammengearbeitet hat, wurde von über zwanzig Designern aus China, Hongkong, Malaysia, Korea, Kanada, Neuseeland, Australien und sogar Osteuropa unterstützt. Das Team musste diverse Sets in den Hengdian World Studios in Zhejiang realisieren.

Dazu Produzent Casey Silver: „Die Hengdian Studios sind unglaublich. Ihre Bühnen und Drehmöglichkeiten sind spektakulär, das ganze Unternehmen sehr filmfreundlich. Eine Produktion dieser Größe und dieses Maßstabs hätten wir uns andernfalls, glaube ich, nicht leisten können. Die Crewmitglieder und alle Beteiligten arbeiten hart, sind ausgesprochen talentiert und begeisterungsfähig. Alles verlief nach Plan, wir haben das Budget nicht überzogen, großartig. Ich habe das Studio schon anderen Hollywood Produzenten empfohlen.“

Zu den weiteren Filmen, die dort gedreht wurden, gehören auch Zhang Yimous HERO und Chen Kaiges WU JI – DIE REITER DER WINDE. „Hengdian ist eins der größten Studios für historische Film in China. Den Nachbau des Qin- Palastes konnten wir für die finale Kampfsequenz in drei verschiedene Kulissen umwandeln“, sagt Kameramann Peter Pau. „Da der Film nicht im realen, altertümlichen China spielt, recherchierten wir für die Bauten alle erdenklichen chinesischen klassischen Architekturen und kulturellen Stile und brachten das Ganze dann auf Fantasy-Level“, erläutert Brzeski. „Zusätzlich sorgten wir für einen westlichen Touch, da der Film seine Geschichte ja aus dem Blickwinkel eines modernen US-Teenagers erzählt.“

Beim Design des Thronsaals, Springbrunnensaals, achteckigen Ofens und der Waffenkammer des Jadekriegsherrn hatte Brzeski freie Hand, einige Leitmotive wirken gar entfernt europäisch. „Der Film spielt vor dem Beginn der Dynastien, deshalb konnten wir uns beherzt bei allen möglichen Perioden bedienen“, sagt Brzeski. Die Bostoner Sets, Jasons Schlafzimmer, das Dach, die Hinterhöfe, Straßen und das chinesische Pfandhaus wurden von asiatischen Designern gestaltet, die nie in den USA, geschweige denn in Boston waren.

Dank intensiver Recherchen sehen die Sets trotzdem wie eine Mischung aus Boston mit amerikanischen Chinatown-Einflüssen aus. „Weil es aber in Hengdian keine westlichen Gegenstände gab, mussten die meisten Requisiten und Bauten aus Amerika herübergeschafft werden. Der ganze Vorgang war für meine chinesischen Kollegen natürlich schwieriger als für mich, aber letztlich haben wir einen sehr authentischen Look hinbekommen. Und um den Kontrast zu den farbenprächtigen Landschaften noch zu verstärken, haben wir die Boston-Szenen cooler, schmuddeliger und unwirtlicher und damit zeitgemäßer aussehen lassen“, so Brzeski weiter.

Zu den weiteren Kulissen gehörten ein Kloster, ein Tempel, eine Festungsmauer und der Palast des Jadekriegsherrn, für den man die Inneneinrichtung des Qui-Palastes auf dem Hengdian-Gelände umbaute. Das Design des Teehauses, ein zweistöckiges Gebäude inklusive See und Garten im Wasserdorf, musste mit Action Choreograph Yuen Wo Ping abgestimmt werden, da dort eine wichtige und lange Actionszene gedreht werden sollte, an der viele der Darsteller und über zweihundert Statisten beteiligt waren.

Über einhundert Bühnenbildner und –handwerker arbeiteten Tag und Nacht, um die komplizierten und großen Sets rechtzeitig fertigzustellen, darunter auch die Steinstatue des Affenkönigs und drei Palastsäle. „Der Qin-Palast wurde seinerzeit für HERO gebaut, doch Bill hat ihn für unseren Film komplett anders aussehen lassen“, sagt Silver. Kameramann Pau hatte jedoch so seine Probleme. „Ich musste mir einiges einfallen lassen, was die Ausleuchtung anging, denn es war nicht möglich, Overheads im Palast anzubringen“, sagt er.

Doch die Produzenten und der Regisseur waren mehr als zufrieden mit Brzeskis Arbeit. „Bill und sein ausgezeichneter Art Director aus Hongkong, Eric Lam, haben unter sehr schwierigen Bedingungen Großes geleistet“, sagt Raffaella De Laurentiis. Die Kostümdesignerin Shirley Chan aus Hongkong hatte bei der Kostümgestaltung immer die Physis und Persönlichkeiten der Figuren im Sinn.

Die Roben des Jade-Kriegers symbolisieren seinen Status und seine Macht; Ni Changs überbordene, vielschichtige Kleider verbergen die Gefühle der Dämonin und verwandelten ihre Kampfbewegungen zu einer visuellen Kakophonie aus wirbelndem Stoff und weißen Haaren. Die vier Reisenden tragen Kostüme, die perfekt zum Drunken Master, dem schweigenden Mönch, der jungen Waisen und dem verlorenen amerikanischen Jungen passen. „Ihre Kostüme geben dem Film eine zeitlose Qualität“, sagt die ausführende Produzentin De Laurentiis über Chans Designs. Zusammen mit den wunderbaren Sets vermitteln die exotischen farbenfrohen Kostüme ein reichhaltiges Bild der chinesischen Kultur.

Produktion: Die Martial Arts

Wenn es an die Kampfszenen geht, schreiben die meisten Drehbuchautoren: „und dann kämpfen sie“. Nicht so John Fusco. Er beschrieb die genauen Kung-Fu-Schritte, und zwar für den erfolgreichsten und einflussreichsten Action Regisseur des Hongkong-Kinos, Yuen Wo Ping. Der respektierte Fuscos Interpretationen und nahm sie als Ausgangspunkt für die aufwändigen Action Choreographien.

Einige der Kampfstile waren quasi durch die Figuren vorgegeben, wie Monkey Kung Fu für den Affenkönig und Drunken Fist für Lu Yan. Den anderen Figuren dachte er andere klassische Stile zu, beispielsweise der Phönix-Tanz im Neunten Himmel für die böse Ni Chang. Bei FORBIDDEN KINGDOM kombinierte Yuen Wo Ping auch erstmals Stile, die noch nie miteinander gezeigt wurden. Dazu Minkoff: „Es gibt den Streetfighting-Style, wir haben Drahtakrobatik und Qi-Magie. Verschiedene Arten und Kampflevel, Choreographien und Sensibilitäten.“

Die weiteren Martial-Arts-Stile, die in FORBIDDEN KINGDOM vorgeführt werden, reichen von Shandong Black Tiger bis Gottesanbeterin, Schlangenfaust, Leoparden-Stil, Kranich-Boxstil, Tigerkralle, Adlerkralle und dem Seeking-Leg-Stil. Darüber hinaus gibt es Faust-, Schwert- und Stockkämpfe. Weitere Waffen, die zum Einsatz kommen, sind vergiftete Pfeile, das Mondsichel-Schwert des bösen Jadekriegsherrn, Butterfly-Messer und tödliche Wurfpfeile von Goldener Sperling, die Keulen und Säbel des Mönchs, Speere, Peitschen und sogar das Haar der Dämonin.

Produktion: Die Visual Effects

FORBIDDEN KINGDOM enthält über 800 Spezialeffekte, um die übernatürlichen Fantasy Elemente des Films glaubwürdig zu gestalten. Senior Visual Effects Supervisor Ron Simonson erklärt: „Bei so einem Film kommen die unterschiedlichsten Effekte zum Einsatz: virtuelle 3D-Hintergründe, Matte-Paintings, komplette 3D-Welten, 3D-Waffen und -Effekte wie Feuer, Wasser, Lava, Rauch und Trümmer, digitale3D-Double und 3D-Gesichsmasken.“

Die Visual Effects entstanden an drei verschiedenen Orten: Seoul, Hongkong und Los Angeles, wobei der Löwenanteil von den drei südkoreanischen Unternehmen Macrograph Inc., Digital Tetra Inc. (DTI) und Footage übernommen wurde.

Es war das erste Mal, dass die aufwändigen Spezialeffekte eines nichtkoreanischen Films in Südkorea entstanden. Für die Firmen ging mit dem Auftrag für ein Großprojekt wie FORBIDDEN KINGDOM ein Traum in Erfüllung. „Macrographs Ziel war, ein globales CGI-Unternehmen zu werden“, sagt Dr. Inho Lee, CEO der Effektschmiede, während DTI-Chef Yoon Suk Lee anfügt: „und DTI Pictures wollte schon immer an so einem Riesenprojekt mitarbeiten.“

Produzent Silver sagt: „Wir wollten einen authentischen asiatischen Film höchster Qualität drehen. Und da wir schon eine erstklassige asiatische Besetzung und Crew hatten, lag es nah, auch die Visual Effects mit asiatischem Feeling zu versehen.“

Die Effektarbeit begann im Februar 2007 mit der Prävisualisierung und dem Computerdesign einzelner Filmszenen, das man benötigt, um die CGIs zu entwickeln und einzufügen. Macrograph kümmerte sich um den Großteil der 3D-Arbeit, während DTI und Footage sich die 2D-Arbeit teilten. Die Drähte wurden in Hongkong aus den Bildern retuschiert, und in Los Angeles entstanden einige der 3D-Umgebungen, Gesichtsbearbeitungen und Drahtretuschen.

Simonson sagt, dass alle Visual Effects nach nur elf Monaten Vorbereitung und harter Arbeit im Kasten waren. „Es gibt einige Szenen, die sind komplett computeranimiert, beispielsweise die Establishing-Shots des Jade-Palastes und des Five Element Mountains.“ Auch das Peach Banquet und der Mountain of Flower and Fruit sind komplett am Computer entstanden. Im Falle der Bergszene waren nur die Figuren und die drei Bergspitzen real.

Tae Jung Han, Chef von Footage, hofft, dass FORBIDDEN KINGDOM noch weitere Hollywood Produktionen nach Südkorea und natürlich zu Footage lockt. „So eine große internationale Produktion ist die beste Werbung“, sagt er. Und der Film zeigt, wie hochentwickelt die südkoreanischen Visual-Effects-Firmen sind. „Südkorea steht kurz vor dem Durchbruch in der asiatischen Unterhaltungsindustrie“, fasst Regisseur Rob Minkoff zusammen.

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