Flash of Genius

   Kinostart: 25.06.2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Die wahre Geschichte des Erfinders Robert Kearns, der sich in einen langen, verlustreichen Kampf gegen Amerikas Automobilriesen wagte.

Uni-Professor Robert Kearns (Greg Kinnear) und seine Frau Phyllis (Lauren Graham) leben in Detroit der 60er Jahre mit ihren sechs Kindern den American Dream. Als Robert den Intervallscheibenwischer erfindet, glaubt er auf eine Goldgrube gestoßen zu sein. Zwar verfügen bald weltweit alle Automobile darüber - nur Ford und Chrysler haben ihn über den Tisch gezogen. Während seine Ehe zerbricht, zieht er vor Gericht, bis er nach vielen Jahren recht bekommt.

Ein Familienvater gegen die gesamte Autoindustrie gibt anschaulich das David-gegen-Goliath-Verhältnis wieder, das dem auf Tatsachen beruhenden Regiedebüt von Produzent Marc Abraham („Children of Men„) als packender Motor dient. Klischeefreies, stark gespieltes Gerichtsdrama.

In den Sechzigerjahren hat Robert Kearns eine geniale Idee und vertraut auf den amerikanischen Traum von Erfolg durch Anstrengung und Anstand, bis diesen einer der vermeintlichen Repräsentanten zerstört. Automobilriese Ford stiehlt Kearns‘ Erfindung, den ersten Intervallscheibenwischer, ungeachtet registrierter Patente. Der Auftakt eines Kampfes, der Kearns Familienglück und Gesundheit kostet. Keiner glaubt, dass er ihn gewinnen könnte, doch Kearns will ein Zeichen setzen und knockt den mächtigen Gegner nach zwölf Jahren aus.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Wie es scheint, war es mal wieder Zeit für die filmisch Erinnerung an die Geschichte eines besonderen Menschen und somit den Satz „nach einer wahren Begebenheit“ auf einem Filmplakat.

      Wie bei Biopics meistens der Fall, beginnt die Filmhandlung an dem Tiefpunkt des Protagonisten, nur um direkt nach dieser Szene einen Sprung zu machen, um die Geschichte von Anfang an zu erzählen. Die Szene zu Beginn des Films wird sich dann natürlich etwa in der zweiten Hälfte des Films wiederholen.

      „Flash of Genius“ ist nicht unbedingt ein Geniestreich: Die Kamera zeigt unauffällig – und von kleinen spannungssteigernden Zooms abgesehen – das Geschehen ohne jede Effekthascherei. Die ist aber auch nicht nötig. Der Film lebt von der Geschichte, die er erzählt, obwohl auch die auf den ersten Blick eher wenig innovativ erscheint. Denn ja, mal wieder geht es um einen kleinen Mann mit einer großen Familie und vor allem einer wunderbaren Ehefrau, der sich im Kampf gegen ein unbarmherziges Riesenunternehmen einfach nicht geschlagen geben will. Und dennoch, es war wohl mal wieder Zeit für so einen Film. Als Zuschauer kann man sich den wunderbar liebevoll konzipierten Szenen, in denen die gesamte Familie beisammen ist, nicht entziehen. Egal, ob es sich um die Hektik früh morgens am mit sechs Kindern besetzten Frühstückstisch oder die bescheidene Feier in einem Fast-Food-Restaurant anlässlich des ersten funktionierenden Prototyps handelt. Man bekommt da eine Familie zu sehen, die glücklich und mit dem zufrieden ist, was sie hat. Die Fallhöhe ist also recht hoch, als sich heraus stellt, dass der Traum vom eigenproduzierten Scheibenwischer platzt.

      Die von Drehbuchautor Philip Railsback geschaffenen Dialoge sind gespickt mit einem fein pointierten Humor, den vor allem Greg Kinnear gut umzusetzen versteht. Besonders in Erinnerung bleibt Lauren Graham als Kearns Ehefrau Phyllis, weil sie durch ihre Ausstrahlung mehr aus ihrer Rolle macht, als nur als schmückendes Beiwerk des Protagonisten zu fungieren. Man kommt zwar nicht umhin, des Öfteren an ihre Paraderolle der Lorelai Gilmore zu denken, aber das macht nichts. Es passt, dass in Phyllis eine kleine Lorelai steckt. Aber eine ruhigere, die auch zum richtigen Zeitpunkt mal nichts sagt, weil die Mimik jedes Wort überflüssig macht.

      „Flash of Genius“ ist ein Film über Träume, die Wirklichkeit werden und erst dadurch Gefahr laufen, verloren zu gehen, über Streben nach Annerkennung und Gerechtigkeit und über Kraft und Rückhalt, wie nur eine Familie sie leisten kann.

      Fazit: Ein liebevoller Film, der kein Geniestreich sein muss, um sehenswert zu sein.
    2. Flash of Genius: Die wahre Geschichte des Erfinders Robert Kearns, der sich in einen langen, verlustreichen Kampf gegen Amerikas Automobilriesen wagte.

      Jahrelang kämpfte Erfinder Robert Kearns gegen amerikanische Automobilriesen. Eine Geschichte, wie für das Kino geschrieben.

      Was 1993 im US-Magazin The New Yorker stand, erregte schnell das Interesse einiger Hollywoodproduzenten. Am hartnäckigsten blieb Marc Abraham. Er erkannte im Kampf eines Mannes, der für Gerechtigkeit und Anerkennung sein Familienleben ruinierte, eine David-gegen-Goliath-Konstellation und wohl auch eine Metapher für den bitter zerstörten Traum von einem ethisch intakten Amerika. Als Robert Kearns (Greg Kinnear), offensichtlich geistesverwirrt, von Polizisten in Gewahrsam genommen wird, geht Abrahams Regiedebüt die Ursachen erforschend drei Jahre zurück, um schließlich, wieder am Ausgangspunkt, von der Therapie eines gebrochenen Mannes durch Widerstand zu erzählen. 1963 beginnt Kearns, glücklich verheirateter Vater von sechs Kindern und Dozent für Ingenieurswesen, an der Entwicklung eines Intervallscheibenwischers zu tüfteln, der sich an unterschiedliche Intensitäten von Regen anpassen kann. 1967 meldet er mehrere Patente an, stellt seine Erfindung dem Großkonzern Ford vor, der wie die Konkurrenz das Problem selbst nicht lösen konnte. Obwohl der Zwerg dem Riesen durchaus misstrauisch begegnet, wird er gefressen. Als sich Ford und die anderen Konzerne Kearns‘ Erfindung bemächtigten, mutiert der zufriedene Familienmensch zu einem frustrierten Fighter, zieht in einen Krieg, den er - so glauben alle - nie gewinnen kann. Die Wende kommt nach dem Zusammenbruch mit einem Anwalt und Worten, die jeder Zuschauer hören will. „Diese Bastarde…das wird hier und jetzt enden.“ Tatsächlich dauert es zwölf Jahre, bis Kearns triumphieren kann. Denn Vergleichsangebote in multipler Millionenhöhe schlägt er mehrfach ab, weil es ihm um Gerechtigkeit, eine öffentliche Entschuldigung, ein Zeichen für alle Erfinder geht, die vom Großkapital in den Staub getreten wurden. „Flash of Genius“, ein leichtgewichtiger Bruder von „Zivilprozess“ oder „Erin Brockovich“, heroisiert seinen Protagonisten nicht blind, zeigt auch eine fatale Mischung aus Sturheit und Eitelkeit, die ihn antrieb. Trotzdem ist es ein inspirierender, liebenswert altmodisch im Geist der Zeit erzählter Film mit Kinnear als Fokus zwischen Sympathie und Selbstzerstörung. Dramaturgisch wirkt einiges hollywoodtypisch - der Sektkorkenunfall an Kearns Auge als kreativer Impuls, die Kinder, die seine Sekretäre und Rechercheure spielten, und schließlich Kearns selbst, der am Ende sein eigener Anwalt wurde. Doch im Kern hat sich Kearns‘ Geschichte tatsächlich so zugetragen, vom Leben geschrieben für das Kino. kob.

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