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Flamenco

Kinostart: 24.09.1998

Filmhandlung und Hintergrund

Dokumentarische Liebeserklärung an die Vielfalt des Flamenco von Carlos Saura.

Griechische Kastagnetten, mozarabische Volkslieder, jüdische Klagelieder, kastilische Liebeslieder und der Rhythmus von aus Indien stammenden Zigeunern verschmolzen zum Flamenco, als sich in Andalusien Mitte des 19. Jahrhunderts die unterschiedlichsten Kulturen und Religionen mischten. Entsprechend vielfältig sind auch seine Gesangs-, Musik- und Tanz-Variationen.

Carlos Saura läßt der Flamenco nicht los: Nach drei Spielfilmen (u. a. „Carmen“) verzichtete er in diesem Film auf jede Spielhandlung. Alle großen Stars des zeitgenössischen Flamenco ließ er in einem stillgelegten Bahnhof in Sevilla auftreten. Die strenge Stilisierung von Dekoration, Licht und Kamera erlauben eine vollkommene Konzentration auf die Tänzer und ihre mitreißenden Darbietungen.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Flamenco: Dokumentarische Liebeserklärung an die Vielfalt des Flamenco von Carlos Saura.

    Der bekannte spanische Regisseur Carlos Saura kommt von der Musik seines Heimatlandes nicht los: In „Flamenco“ erzählt er von der Tradition dieser in Andalusien entstandenen urspanischen Musikform aus Gesang, Tanz und verführerischen Gitarrenklängen.

    Der Meister des Musik- und Tanzfilms beweist nach seiner berühmten Tanztrilogie „Bluthochzeit“ (1981) und dem Bürgerkriegsepos „Ay, Carmela!“ (1989) mit „Flamenco“ erneut seine Liebe zu diesem Genre. Im Gegensatz zu seinen früheren Werken verzichtet er jedoch auf eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, sondern zeigt die Kunst des Flamenco als im Volk verwurzeltes Kulturgut, das von Berühmtheiten wie dem international gefeierten Tänzer Joaquin Cortés oder dem Musiker Paco de Lucia ebenso wie von nur in Spanien sehr populären Flamenco-Interpreten repräsentiert wird. In 20 variantenreichen Kapiteln stellt Saura diese Musik-Traditon vor - das Spektrum reicht von den klassischen Urformen bis zu avantgardistischen Experimenten, die Gefühlspalette von höchster Lebenslust bis tiefster Trauer. Die Mischung aus völlig verschiedenen Musikrichtungen, von Gitarrenvariationen („Allegrias“) bis zu Weihnachtsliedern („Villancicos“) oder zum rhythmischen Rumba, von der getanzten „Farruca“ bis zu A-capella-Gesängen aus dem Stehgreif richtet sich primär an den Liebhaber und Kenner spanischer Musikkunst. Das Interesse des ganz „normalen“ Zuschauers zu wecken, könnte sich als schwierig erweisen. mk.
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