Fischer fischt Frau

  1. Ø 0
   2011
Fischer fischt Frau Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Fischer fischt Frau: Norddeutsche Heimat- und Liebeskomödie vor dem Hintergrund der Globalisierung.

Der wortkarge Fischer Hein verliebt sich in Mona, die in Marokko seine Krabben pult. Als ihn die junge Nordafrikanerin in Ostfriesland besucht, kommt es zu einigen Verwicklungen.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ruhig erzählte, melancholische „Culture-Clash“-Komödie, die ihren Reiz vor allem durch ihre überaus sympathischen Hauptfiguren bezieht.

    Mit Regiearbeiten wie „Dorfpunks“, „Die Schimmelreiter“, „Butter bei die Fische“ oder „Großstadtrevier“ hat sich Lars Jessen als regelrechter Spezialist für die Kino- und Fernsehdarstellung seiner norddeutschen Heimat etabliert. Sein Gespür für die anschauliche Darstellung der Landschaft am Meer, in diesem Fall Ostfriesland, wo „Fischer fischt Frau“ zu weiten Teilen spielt, erweist sich auch als tragende Säule dieses Films.

    Kameramann Kay Gauditz liefert die entsprechend atmosphärischen Bilder zu einer entspannten Erzählung, deren Stärken eher in der Charakterzeichnung als im Wortwitz der Dialoge liegen. Dabei ist die grundsätzliche Konstellation bei der ersten Zusammenarbeit von Jessen mit Drehbuchautor Daniel Speck durchaus interessant. Immerhin hat Letzterer bereits in seinen Scripts für Filme wie „Meine verrückte türkische Hochzeit“ oder „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ die Themen Integration und Migration in komödiantischer Form aufbereitet.

    Nachdem das Thema Globalisierung anhand der Verarbeitung ostfriesischer Krabben in Tanger zu Beginn des Films kurz abgehandelt wird, konzentriert sich „Fischer fischt Frau“ im Wesentlichen auf den „Culture Clash“, den die junge Marokkanerin Mona beim Besuch in der Heimat des Krabbenfischers Hein erlebt. All dies wird auch durchaus amüsant erzählt, die Dialogwitze wirken an einigen Stellen mitunter aber etwas erzwungen. Das Grundprinzip, humoristische Situationen aus Monas Unkenntnis norddeutscher Redewendungen und Spezialbegriffe enstehen lassen, wird ein wenig überstrapaziert.

    Die Stärke von „Fischer fischt Frau“ liegt hingegen eindeutig in der überaus sympathischen Darstellung der Hauptfiguren. Peter Heinrich Brix brilliert als wortkarger, aber doch humorvoller und sensibler Krabbenfischer Hein, der sich in einem schön inszenierten Finale im zum Halten gezwungenen Reisebus doch noch zu einer rührenden Liebeserklärung an seine Besucherin aus Marokko durchringen kann. In der Rolle der Mona macht wiederum die französisch-marokkanische Schauspielerin Sanaa Alaoui bei ihrem ersten deutschsprachigen Film-Auftritt eine überaus gute Figur.

    Auch für Heins Ex-Frau Rieke und seinen Arbeitskollegen Matze konnten in Anna Loos und Bjarne Mädel starke Besetzungen gewonnen werden. Darüber hinaus gelingt es Speck und Jessen, eine Reihe von schrulligen, aber liebenswerten Nebencharakteren gut in Szene zu setzen – allen voran Rainer Piwek als neugieriger Postbote und Petra Kelling als Heins Mutter und Rekord-Krabbenpulerin. jl.

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