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Femme Fatale

Kinostart: 27.03.2003
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Filmhandlung und Hintergrund

Visuell berauschender und spannender Film Noir von Brian de Palma, in dem eine Femme Fatale von ihrer kriminellen Vergangenheit verfolgt wird.

Im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes plant ein Gaunertrio, den wertvollen Schmuck eines Filmstars dezent durch Duplikate zu ersetzen. Der Plan geht nicht völlig auf: Während ihre Partner gefasst werden, entkommt Jungdiebin Laura (Rebecca Romijn-Stamos) mitsamt der Beute nach Amerika - dank der Hilfe eines ahnungslosen US-Ehepaars, dass Laura für seine vermisste Tochter hält. Als Laura sieben Jahre später und frisch mit dem US-Botschafter verheiratet nach Paris zurückkehrt, holt sie die Vergangenheit ein.

Brian De Palma

Bei den Filmfestspielen von Cannes will ein Gaunertrio die Diamanten einer Schauspielerin stehlen. Der Plan misslingt, doch Diebin Laura ergreift samt Schmuck die Flucht. Dabei wird sie von einem Ehepaar für deren Tochter gehalten, und als diese gelangt sie nach Amerika. Jahre später bereist sie als Gattin des amerikanischen Botschafters Frankreich, wo sie ihre Vergangenheit einholt.

Die Profibetrügerin Laure raubt während der Filmfestspiele in Cannes auf der Damentoilette des Palais ein sündhaft teures Schmuckstück und lässt ihre Komplizen in den Händen der Polizei zurück. Jahre später, sie lebt inzwischen unter falschem Namen als Botschaftergattin in Paris, taucht ihr Foto auf der Titelseite einer Illustrierten auf. Und prompt hat sie nicht nur ihre rachedurstigen Ex-Kollegen, sondern auch den Urheber des Bildes, den nichtsnutzigen Paparazzo Nicolas am Hals, der sich in die undurchsichtige Schöne verliebt hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Femme Fatale: Visuell berauschender und spannender Film Noir von Brian de Palma, in dem eine Femme Fatale von ihrer kriminellen Vergangenheit verfolgt wird.

    Ein Fest des Sehens, ein Rausch des Visuellen ist dieser neue Film im Noir-Genre von Brian De Palma. Gedreht und produziert in Frankreich, wo der US-Regisseur seit knapp zwei Jahren lebt, spielt der elegante Thriller mit einer neuerlichen Variation der De-Palma-Thematik Obsession und Voyeurismus. Explizite erotische Szenen und stimmig genau gesetzter Suspense dürften ein nicht zu kleines Spezialistenpublikum, alle Krimi-Liebhaber und natürlich die Fans des Regisseurs ins Kino ziehen.

    „Viele meiner neuen Ideen stammen aus Träumen, in denen die eigenen Obsessionen regelmäßig auftauchen“: Brian De Palma, der sich selbst als jemand mit viel Glück bezeichnet, hatte die Grundzüge des Drehbuchs zu „Femme Fatale“ vier Wochen nach seiner Ankunft in Paris im Kopf. Da wird ihm Billy Wilders Noir-Klassiker „Frau ohne Gewissen“ aus dem Jahre 1944 nachdrücklich herum gespukt haben, mit dem „Femme Fatale“ nun mit einem Kotau vor dem jüngst verstorbenen Meister anfängt. Raffiniert die Bildkomposition (Kamera: Thierry Arbogast) dieses Films vom ersten Moment an: der Wilder-Ausschnitt mit Barbara Stanwyck füllt die Leinwand, schwarz-weiß, und darin spiegelt sich in Farbe De Palmas Titeldarstellerin Rebecca Romijn-Stamos, eine Hitchcocksche kühle Blonde, die sich den alten Film im Fernsehen anschaut. Die Beziehung ist optisch hergestellt - „Film ist eine Frage der Beobachtung“, so De Palma, dessen Voyeurskünste hier hochstilisiert zur Geltung kommen und die Manipulierbarkeit der Bilder deutlich demonstrieren. Die Femme fatale ist eine eiskalte Profi-Betrügerin, die gleich am Anfang zu dem spektakulärsten Coup des Films ausholt. In einer knapp 20 Minuten dauernden Sequenz zu den ostinat intensiven Tönen von Ryuchi Sakamotos Variation des Ravel-„Bolero“ verführt die kühle Blonde beim Festival in Cannes während einer Galavorstellung auf der Damentoilette des Palais die Begleiterin des Regisseurs Régis Wargnier. Kunstvoll lasziv entwendet sie dabei die diamantbesetzte massiv goldene Schlange - einziges, aber dafür millionenschweres Oberbekleidungsstück des halbnackten Starlets. Schauplatz dieser höchst elegant gefilmten und geradezu boleroesk montierten lesbischen Diebstahlsorgie ist eine todschicke, hypermoderne Damentoilette, wie sie so im Festivalpalais von Cannes nicht existiert. Dafür aber ist der Präsident des Festivals, Gilles Jacob, echt. Nach diesem grandiosen, virtuosen Auftakt trickst Laura, sie heißt beziehungsvoll wie Otto Premingers legendäre Noir-Titelheldin, ihre Auftraggeber aus, und De Palma inszeniert nun eine etwas fahrige Krimihandlung. Da fehlt auch nicht eines seiner Lieblingsmotive, wie beispielsweise das Double, die andere Identität, die die Hauptfigur Suspense-fördernd annimmt, thematisiert auch in seinem früheren Film „Body Double“. Sie taucht für kurze Zeit als brave Bürgerstochter unter, begegnet einem Paparazzo-Fotografen, den Antonio Banderas routiniert und ein wenig ratlos spielt, und bekommt auf mysteriöse Weise einen Pass für die Flucht aus Frankreich, wohin sie dann sieben Jahre später wieder zurückkehrt, mittlerweile als Gattin des US-Botschafters (Peter Coyote) in Paris. Der Fotograf erkennt sie wieder, landet seinerseits einen Coup mit Titelseiten-Fotos von Laura und ruft die Polizei auf den Plan. „Das Kino lügt, 24 Bilder pro Sekunde“, sagt Brian De Palma in einem Interview, „Man weiß nicht mehr, was wahr oder unwahr ist.“ Und das ist das Schöne an „Femme Fatale“: eine irisierende, schillernde Bildersinfonie, die kaleidoskopartig, sogar mit Splitscreen-Sequenzen, in den Köpfen der Zuschauer zum Klingen kommt. fh.
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