Félicité

   Kinostart: 05.10.2017

Félicité: Mit dem Silbernen Bären ausgezeichnetes Drama um eine kongolesische Sängerin, die Geld auftreiben muss, um eine Operation für ihren Sohn zu bezahlen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Mit dem Silbernen Bären ausgezeichnetes Drama um eine kongolesische Sängerin, die Geld auftreiben muss, um eine Operation für ihren Sohn zu bezahlen.

Die Sängerin Félicité (Véro Tshanda Beya) verdient ihr Geld durch Auftritte in den Bars von Kinshasa, der Hauptstadt der zentralafrikanischen Republik Kongo. Gemeinsam mit ihrem 16 Jahre alten Sohn Samo (Gaetan Claudia) kommt sie gerade über die Runden, kann frei und selbstbestimmt leben. Doch als sie eines Tages einen Anruf aus dem Krankenhaus erhält, wird Félicité vom Schicksal eingeholt. Samo hat einen schweren Motorradunfall erlitten und benötigt dringend eine Operation, um sein Bein zu retten.

Überall versucht Félicité, an Geld zu kommen. Sie probiert es bei ihrem Ex, bei Bekannten, sie treibt Schulden ein, bittet bei Reichen um Hilfe. Ihre Suche führt sie durch die Armenviertel von Kinshasa ebenso wie durch die reichen Gegenden. Hilfe wird ihr jedoch nur von einer Person angeboten: Tabu (Papi Mpaka), der bereits seit langem ein Auge auf Félicité geworfen hat. Als sie endlich das Geld für die Operation hat, ist das Bein ihres Kindes bereits verloren. Gemeinsam mit Tabu hat sie trotzdem vielleicht die Chance, etwas Glück in ihrem Leben zu finden.

„Félicité“ - Hintergründe

Zwischen Dokumentation und traumwanderlischer Odyssee angesiedelt, erzählt der dritte Film des französisch-senegalesische Regisseurs Alain Gomis von einer außergewöhnlich starken Frau. Gedreht wurde komplett mit Laiendarstellern. Umso erstaunlicher ist, mit welcher Kraft und Energie Véro Tshanda Beya die Handlung trägt. Nachdem Gomis bereits im Jahr 2012 mit seinem Drama „Aujourd’hui“ an dem Wettbewerb der Berlinale teilgenommen hat, wurde „Félicité“ im Jahr 2017 mit dem Großen Preis der Jury und damit verbundenen Silbernen Bären ausgezeichnet.

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Darsteller und Crew

  • Alain Gomis
    Alain Gomis
    Infos zum Star
  • Véro Tshanda Beya
    Véro Tshanda Beya
  • Gaetan Claudia
    Gaetan Claudia
  • Papi Mpaka
    Papi Mpaka
  • Nadine Ndebo
    Nadine Ndebo
  • Elbas Manuana
    Elbas Manuana
  • Diplome Amekindra
    Diplome Amekindra
  • Olivier Loustau
    Olivier Loustau
  • Delphine Zingg
    Delphine Zingg
  • Arnaud Dommerc
    Arnaud Dommerc
  • Oumar Sall
    Oumar Sall
  • Roger Kangudia
    Roger Kangudia
  • Céline Bozon
    Céline Bozon
  • Fabrice Rouaud
    Fabrice Rouaud
  • Deschamps Matala
    Deschamps Matala

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Félicité: Mit dem Silbernen Bären ausgezeichnetes Drama um eine kongolesische Sängerin, die Geld auftreiben muss, um eine Operation für ihren Sohn zu bezahlen.

    Alain Gomis zeichnet das Porträt einer starken Frau aus Kinshasa, die an ihre Grenzen kommt, als sie das Geld für die Operation ihres bei einem Unfall verletzten Sohnes zusammen bekommen muss.

    „Félicité“ (übersetzt Freude) ist stolz ihr Leben alleine auf die Reihe zu bekommen. Sie hat ihren Mann verlassen und arbeitet als Sängerin, doch so viel Geld hat sie nicht und ihre Band hat auch nicht genug. Mit einem Polizisten treibt sie Schulden bei Bekannten ein, bittet sogar ihren Ex um Unterstützung und klopft schließlich bei reichen Leuten an die Tür und verschafft sich resolut Einlass, schreit und tritt um sich, als die sie aus ihrem Haus raus haben wollen. Fast dokumentarisch schildert Gomis das einfache Geschehen. Die Kamera bleibt sehr nahe bei seinen Figuren und zeigt etwa in der Eingangsszene, wie Félicité in einer Bar auf ihren Auftritt wartet, und wie betrunkenen Männer Frauen anbaggern oder Streit suchen. In beiden tut sich ein Mann besonders hervor, Tabu, die zweite Hauptfigur, die Félicités Freund werden wird. Félicités Auftritt und auch die folgenden haben mehr Emotion und Ausdruck als die im Eröffnungsfilm „Django“, wirken echter. Ihr und den sitzenden oder tanzenden Menschen um sie herum klebt echter Schweiß auf der Stirn. Das Dokumentarische wird gebrochen von Traumszenen - wie in „Of Body and Soul“ findet sich das Paar tatsächlich in den Träumen, hier der Titelheldin, die durch den nächtlichen Wald streift - und dem Spiel des klassischen Orchester von Kinshasa, das wie ein Chor im antiken Theater wirkt und von schweren Schicksalsschlägen kündet. Auch wenn das Geschehen und die Heldin selbst ihren Namen selten rechtfertigt, spürt man ihre Freude zumindest beim Singen und vor allem am Ende, als Mutter, Sohn und Freund (und Publikum) m herzlichen und befreienden Lachen vereint sind - weil der Freund den Kühlschrank zum xten Mal nicht reparieren konnte. Dem schnöden Schicksal und Alltagsüberlebenskampf kann man nur mit Humor begegnen. Ein schöner, wenn auch ein wenig zu lang geratener Film. hai.

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