Fear - Wenn Liebe Angst macht

  1. Ø 2
   1996
Fear - Wenn Liebe Angst macht Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Fear - Wenn Liebe Angst macht: Paranoia-Thriller von James Foley, in dem sich Rapper Marky Mark als gefährlicher Liebhaber entpuppt.

Als die langsam flügge werdende Nicole mit dem undurchsichtigen Waisen David erstmals einen Jungen mit nach Hause bringt, rastet der gestreßte Architekten-Vater Steve aus. Weil er sich nicht damit abfinden will, daß seine Tochter eigene Wege geht, übt er Druck auf den Jungen aus. Er ahnt nicht, daß David ein gemeingefährlicher Psychopath ist, der die Familie fortan terrorisiert.

Die 17-jährige Nicole hat sich in den smarten Waisen David verliebt. Der gestreßte Architekten-Vater Steve ist von der Liaison gar nicht begeistert, zumal der Charmebolzen gleichzeitig auch bei seiner Gattin Laura gut ankommt. Als Nicole den Traumboy jedoch beim Seitensprung mit ihrer besten Freundin ertappt, gibt sie ihm kurzerhand den Laufpaß. Mit bösen Folgen, denn David denkt gar nicht daran, sich so einfach abservieren zu lassen. Alsbald zeigt er sein wahres Gesicht und beginnt, die Familie nach allen Regeln der Kunst zu terrorisieren.

Die 17jährige Nicole ist über beide Ohren in David verliebt. Dies sieht ihr Vater gar nicht gerne, zumal auch seine Ehefrau von dem smarten Boy angetan ist. Sein Mißtrauen erweist sich auch bald als gerechtfertigt, denn der Junge beginnt die Familie zu tyrannisieren. Packender Psychothriller von James Foley.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Paranoia-Thriller „Fear“, in dem der verschmähte Liebhaber eines hübschen Teenagers Amok läuft, ist besser und effektiver, als man es von einem „Eine verhängnisvolle Affäre“- und „Kap der Angst“-Klon Mitte der neunziger Jahre erwarten darf. Das liegt zum einen an der eleganten Inszenierung von James Foley, zum anderen an der starken Vorstellung des Teenie-Idols Mark Wahlberg, der seinen verdienten Platz in der Ahnenliste bemerkenswerter Kinopsychopathen direkt zwischen Glenn Close, Rebecca DeMornay und Robert De Niro einnehmen darf.

    Eigentlich ist „Fear“ wenig mehr als ein Nachzügler der längst passé geglaubten Produktionen über vermeintlich stabile Familien, deren Zusammenhalt von einem Eindringling von außen auf eine schwere und bisweilen fatale Probe gestellt wird. „Fear“ funktioniert bis ins Detail nach diesem altbekannten und -bewährten Prinzip und kann daher nur bedingt überraschen. Daß der Film aber stets spannend und streckenweise sogar ernstzunehmend geworden ist, liegt daran, daß sich Regisseur Foley mit Ausnahme des enttäuschenden Finales nicht den Versatzstücken unterordnet: Ihm ist zunächst an einem glaubwürdigen Szenario gelegen. Entsprechend sorgfältig und ausgedehnt fällt die Exposition aus, in der Foley die gutsituierte, vierköpfige Familie Walker und ihre recht komplexen Vehaltens- und Beziehungs-Mechanismen vorstellt. Wenn schließlich der Waise David (Marky Mark) auf den Plan tritt, in den sich die hübsche Walker-Tochter Nicole (Reese Witherspoon, die bessere Alicia Silverstone) Hals über Kopf verliebt, setzt sich nicht nur die Thriller-Maschinerie langsam in Gang. Noch mehr Zündstoff bezieht „Fear“ aus der Konfliktsituation zwischen David und Nicoles streßgeplagten Architekten-Vater (William Peterson), der sich nicht damit abfinden will, daß seine Tochter eigene Wege geht und den jugendlichen Nebenbuhler unter Druck zu setzen versucht. Daß der sich schließlich tatsächlich vom cool-unwiderstehlichen Verführer zur unaufhaltsamen Mordmaschine wandelt, mag als Unterstützung konservativer Vorstellungen gesehen werden, den Freunden Jugendlicher stets mit Vorbehalt entgegenzutreten. Tatsächlich erhöht diese Konstellation den Druck auf Nicole, die mit ihren plötzlich erwachenden sexuellen Bedürfnissen schon genug zu kämpfen hätte (eine schöne Achterbahnszene unterstreicht das und dient zudem als ein „Eine verhängnisvolle Affäre“-Zitat) und sich plötzlich auch noch im Testosteron-Spannungsfeld zwischen einem despotischen Macho-Vater und einem unberechenbaren Psychopathen wiederfindet. Eine faszinierende Entwicklung in einem Film, von dem man sich bestenfalls ein paar Thrills erwartet hätte. Gut kommen Männer in „Fear“ nicht weg, auch die Nebenfiguren sind Egozentriker oder hirnlose Muskelberge. Umso bedauerlicher ist es, daß die feministischen Aspekte unter den Tisch gekehrt werden, wenn es zur finalen Belagerung des Walker-Hauses – eine Hommage an Carpenters „Das Ende“ – kommt. Da ist es schließlich doch der Vater, der die Sache in die Hand nimmt, während die Frauen machtlos bleiben. Immerhin bleiben die Ereignisse bis zum Schluß spannend und Mark Wahlberg als bester Max Cady seit De Niro und Reese Witherspoon als beachtenswertes Talent in Erinnerung. ts.

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