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FC Bayern - Behind the Legend


FC Bayern - Behind the Legend: Sechs kurzweilige Episoden lang erzählt der Fußballklub FC Bayern München selbst seine Saison 2020/21.

Filmhandlung und Hintergrund

Sechs kurzweilige Episoden lang erzählt der Fußballklub FC Bayern München selbst seine Saison 2020/21.

Darsteller und Crew

  • Simon Verhoeven
    Simon Verhoeven
  • Nepomuk Fischer

Kritiken und Bewertungen

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8 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • FC Bayern - Behind the Legend: Sechs kurzweilige Episoden lang erzählt der Fußballklub FC Bayern München selbst seine Saison 2020/21.

    Sechs kurzweilige Episoden lang erzählt der Fußballklub FC Bayern München selbst seine Saison 2020/21.

    Die sechsteilige Doku-Serie „FC Bayern - Behind the Legend“ fügt sich von der Machart nahtlos in die Reihe der vorherigen Amazon-Prime-Video-Doku-Projekte wie „Bild. Macht. Deutschland?“ oder „Schweinsteiger Memories - Von Anfang bis Legende“. Eine bekannte Marke oder Persönlichkeit wird über einen längeren Zeitraum intensiv mit Kameras begleitet. Im Gegenzug dafür, dass die Zuschauer*innen bei Momenten hinter verschlossenen Türen, in der Umkleidekabine oder bei Besprechungen und privaten Szenerien dabei sein können, liegt die Interpretation des Gesehenen nahezu ausschließlich in der Hand der Porträtierten. Es gibt keinen Off-Kommentar oder gar kritische Stimmen von außen. Die Interviewpartner sind hier Vereinslegenden wie der nur noch selten auftretende Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Oliver Kahn, Hasan Salihamidzic oder eben auch in der Öffentlichkeit weniger bekannte Vereinsgrößen aus dem Bereich Organisation, Marketing oder Medizin.

    Die erste Episode erzählt den Sieg in der von der Pandemie geprägten Champions-League-Saison 2019/2020 im Finale von Lissabon. Dann scheint erst einmal die dramaturgische Spannung raus, und es ist gar nicht mehr so klar, was die Doku-Serie weiter schildern will. In Episode zwei und drei klärt sich das Konzept aber auf, dass fortan die Saison 2020/21 begleitet und in jeder Folge einige Persönlichkeiten des Vereins ein wenig in den Fokus gerückt werden. Manchmal ergibt das ganz spannende biografische Überschneidungen wie zwischen dem Verteidiger Alphonso Davies, dessen Eltern aufgrund von Krieg aus Angola flohen, und Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der mit seinen Eltern wiederum seine Heimat aufgrund des Bosnienkrieges verließ. Einerseits zeigt es, dass Fußball noch heute die Möglichkeit ist, mit Talent und Fleiß den Aufstieg zu schaffen. Andererseits füttert es auch das hier vom FC Bayern selbst genährte Narrativ vom kümmernden, mehr als 600 Millionen Euro Umsatz schweren Familienklub. Andererseits ist viel Alltag des Vereins zu beobachten: Stürmer Robert Lewandowski nach einer Knieverletzung in der Reha, Verteidiger David Alaba tanzend in der Kabine, Raumdeuter Thomas Müller immer und überall auf Sendung oder die elementare Frage, wer welches Shampoo in der Umkleidekabine nutzt oder es bleiben lässt.

    Die sehr hochwertigen Bilder, viele dynamische Steadycam-Aufnahmen und schöne Archivszenen aus vergangenen Tagen verraten keine Geheimnisse, sondern nehmen eher mit in die FC-Bayern-Welt, so wie sich der Verein selbst gerne sieht. Das rührt nicht zu Tränen oder reißt dramaturgisch so mit wie die kürzlich veröffentlichte Netflix-Doku „Schumacher“. Aber es ist kurzweilig, interessant und vermittelt ein soapiges Dabeisein-Gefühl. Das ist schon mehr, als nur der erwartete Appetizer in der ersten von Prime Video live übertragenden Champions-League-Saison zu sein. Vieles Spannende wird aber auch in den ersten drei für die Presse gezeigten Episoden nur angerissen: der Konflikt zwischen Trainer Hansi Flick und Sportdirektor Salihamidzic, der Umgang mit Hoeneß‘ Steuerhinterziehung, die Wechselabsichten David Alabas zu Real Madrid oder die persönlichen Krisen des Verteidigers Jerome Boateng.

    Michael Müller.
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