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Kritikerrezensionen

    1. Alfred Hitchcock wäre stolz auf diesen grandiosen McGuffin, den Regisseur Hal Hartley seinen Zuschauern hier kreiert. Die ganze Welt auf der Jagd nach einem mysteriösen Code, der sich hinter den ausschweifenden Abenteuern eines lüsternen Doppelagenten verbirgt und der so geheim ist, dass eigentlich niemand genau weiß, was er eigentlich verschlüsselt.

      Zusätzlich erschwert wird diese Fragestellung durch die Tatsache, dass einige der involvierten Regierungen dafür gesorgt haben, dass gefälschte Kopien der Notizbücher in Umlauf gebracht wurden. Undurchschaubares Chaos ist die Folge und nicht nur die Protagonisten sind irgendwann reichlich verwirrt.

      Nicht nur, dass sich der Film große Mühe gibt, möglichst viele Fragen offen zu lassen, auch das Aufgebot an Figuren erschwert die Orientierung. Einige Personen werden nicht näher vorgestellt und schnell verliert man als Zuschauer den Überblick über Sein und Sinn ihrer Rollen. Auch einige bekannte deutsche Gesichter haben es in die Besetzung geschafft. Seltsam gerät dabei die Figur Milas – gespielt von Jasmin Tabatabai – deren plötzliches Auftauchen nicht weiter erklärt wird. Und auch Sibel Kekilli wirkt in ihrer Minirolle als sei sie aus Versehen in den falschen Film gestolpert.

      Mit Hilfe von aberwitzigen Verflechtungen werden – zumindest in der ersten Hälfte des Films - klassische Spionagefilmklischees parodiert. Inklusive hochdramatischer Musik, komplizierter Geheimaufträge und Jeff Goldblum in der Rolle des latent genervten US-Ermittlers Fulbright. Und auch Parker Posey – alias Fay Grim – überzeugt in der Anti-Agentenrolle, in die sie ahnungslos hineinschlittert. Denn passenderweise stattet Hal Hartley seinen Film mit einer Heldin aus, die sich weder für Politik im Allgemeinen noch für ihr Land im Speziellen interessiert und demnach als klassische Geheimagentin denkbar ungeeignet ist.

      Doch die zu Beginn so unterhaltsame Spionagekomödie bekommt gegen Ende mehr und mehr dramatische Untertöne, bis sie dann ganz ins ernste Genre wechselt. Warum dieser Sinneswandel, bleibt unbeantwortet, wie so vieles andere auch. Und so ist „Fay Grim“ sowohl zu dramatisch, um eine Komödie zu sein, als auch zu komisch, um als Drama bezeichnet zu werden. Abgesehen vom Ende allerdings, liefert er gute Unterhaltung und einen amüsanten Blick auf die Weltpolitik.

      Fazit: Größtenteils unterhaltsame, bisweilen sehr verworrene Spionagekomödie mit ernsten Anklängen.

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