Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Filme
  3. Fast verheiratet
  4. News
  5. Fakten und Hintergründe zum Film "Fast verheiratet"

Fakten und Hintergründe zum Film "Fast verheiratet"

Kino.de Redaktion |

Fast verheiratet Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Ihren Anfang nahm die Idee, ein Drehbuch über ein scheinbar perfekt zueinander passendes Paar, das es einfach nicht bis vor den Altar schafft, vor rund vier Jahren in der Phantasie von Nicholas Stoller. Damals war er gerade in Hawaii und stand kurz vor dem Ende der Dreharbeiten zu seinem Regiedebüt „Nie wieder Sex mit der Ex“, das von Hauptdarsteller Jason Segel geschrieben und von Judd Apatow produziert wurde. Die drei hatten in den Jahren zuvor immer wieder zusammengearbeitet, seit Apatow sie für die von der Kritik gefeierte Kultserie „American Campus – Reif für die Uni?“ zusammengebracht hatte – und taten sich nun für „Fast verheiratet“ wieder zusammen.

Stoller und Segel begannen an der Grundidee über ein Paar, dessen Verlobungszeit viel zu lange dauert, zu feilen und entwickelten daraus das Konzept für einen nächsten gemeinsamen Film. „Nach ‚Nie wieder Sex mit der Ex’ wollten Jason und ich zusammen eine romantische Komödie drehen“, sagt Autor und Regisseur Stoller. „Es sollte dieses Mal um die Beziehung selbst und nicht wieder um die Trennung gehen.“

Segel erinnert sich: „Nach ‚Nie wieder Sex mit der Ex’ fassten wir verschiedene nächste Projekte ins Auge. Wir hatten die Idee für diesen Film, aber auch noch für einen anderen. Nick widmete sich dann erst einmal ‚Männertrip’ und ich drehte einige andere Sachen. Wirklich das Drehbuch zu schreiben, fingen wir etwa zur gleichen Zeit wie ‚Die Muppets‘ an. Und sobald wir mit dem Film fertig waren, stürzten wir uns endlich voll und ganz auf ‚Fast verheiratet’.“ Nach der wichtigsten Location des Films mussten die beiden dabei nicht lange suchen, wie Segel berichtet: „Nicks Frau ist aus Ann Arbor in Michigan, dadurch kamen wir darauf, unsere Geschichte dort spielen zu lassen.“

Segel und Stoller stellen immer wieder fest, dass die besten Handlungselemente ihrer Komödien direkt von Ereignissen aus dem echten Leben inspiriert werden. „Ich habe immer schon ausgehend von eigenen Erfahrungen geschrieben, genau wie Nick auch“, fährt Segel weiter fort. „In diesem Fall fiel uns auf, dass wir langsam reifer wurden und uns nicht mehr wie Kids fühlten, die keine Ahnung davon haben, wie man mit Frauen umgeht. Deswegen fanden wir es an der Zeit, mal von einer reifen, vertrauensvollen Beziehung zu erzählen.“

Die zentrale Frage von „Fast verheiratet“ wirkt auf den ersten Blick täuschend einfach: Kann eine Beziehung die richtige sein, selbst wenn sie nicht perfekt ist? „Es geht darum zu wissen, wie viel Perfektion sein muss“, erklärt Stoller. „Wir wollten einen Film drehen, der emotional komplex ist, doch natürlich schrieben wir das Ganze als breit angelegte Komödie. Wir wollten kein einziges Problem auslassen, dem man begegnet, wenn man vorhat zu heiraten.“

„Fast verheiratet“ ist für Judd Apatow bereits der dritte Film, bei dem er mit Stoller zusammengearbeitet hat, und seine vierte Komödie mit Segel. Die Entscheidung, sich erneut mit den beiden zusammenzutun, fiel dem Produzenten leicht. „Es macht immer viel Spaß zu sehen, was Nick sich ausdenkt und worüber er schreiben will. Auf einer Liste von Leuten, bei denen es einfach eine Freude ist, in ihrer Nähe zu sein und mit ihnen zu arbeiten, steht er definitiv ganz oben. Beim Schreiben mit Jason hat er sich vorgenommen, eine anspruchsvolle Komödie über Beziehungen zu schreiben – und genau das ist ihm gelungen. Dieser Film hat ihren typischen Humor, nur dass er dieses Mal noch ein kleinwenig tiefer geht und sie darin ein wenig mehr von sich selbst preisgeben.“

Was seine langjährige Freundschaft mit Segel angeht, führt Apatow aus: „Ich kenne Jason schon, seit er noch zur High School ging. Damals spielte er eine Rolle in meiner Serie ‚Voll daneben, voll im Leben – Freaks and Geeks’. Ich bin so stolz darauf, dass er mittlerweile all das erreicht hat, was ich ihm schon damals zugetraut habe. Er ist zum Schreien komisch, verdammt klug und ein großartiger Autor. Nicht umsonst hat er zusammen mit Nick ‚Die Muppets’ geschrieben!“

Apatow war sich sicher, dass seine Wegbegleiter sich dem Genre der romantischen Komödie auf ihre ganz eigene Weise annehmen würden, und er wurde nicht davon enttäuscht, wie sie von den Schwierigkeiten und Irrwegen im Alltag eines Paares erzählten. „Wenn man sich verlobt oder heiratet, muss man plötzlich alle Entscheidungen zu zweit treffen. Und es wird zwangsläufig einige große Entscheidungen im Leben geben, bei denen man sich nicht durchsetzt oder einen Kompromiss eingehen muss. Ich fand an dieser Geschichte besonders lustig, dass Tom zustimmt, nach Michigan zu gehen, nicht weil er es will, sondern weil er in der Beziehung Punkte gutmachen will. Genau wie wir alle manchmal Dinge gegen unseren Willen tun, weil wir insgeheim hoffen, dafür eine Medaille zu bekommen. Aber wir bekommen keine Medaille.“

Auch Produzent Rodney Rothman war begeistert, sich wieder mit dem Team von „American Campus – Reif für die Uni?“ und „Nie wieder Sex mit der Ex“ zusammenzutun und eine weitere Komödie zu produzieren. „Nick und ich begannen unsere Zusammenarbeit vor ungefähr zehn Jahren“, erinnert er sich. „Seitdem sind wir alle ein bisschen reifer geworden, was für eine Geschichte wie diese natürlich sehr wichtig ist. Dieser Film hat mehr dramatische Momente als unsere ersten beiden. Dafür den richtigen Ton zu treffen und trotzdem einen Film zu drehen, der brüllend komisch ist, ist gar nicht so einfach. Vor ein paar Jahren wären wir dazu sicher noch nicht in der Lage gewesen.“

„Beim Heiraten geht es nicht nur um einen Diamantring und die Flitterwochen“, lacht Rothman, der selbst erst eine Woche vor Beginn der Dreharbeiten heiratete. „Man muss sich auch um geschiedene Eltern, Geldangelegenheiten, Pfarrer, Rabbis und all die kirchlichen Fragen kümmern. Tom und Violet sind verliebt, aber ihre Beziehung geht nicht tief genug. Sie haben noch nicht genug zusammen durchgemacht, um das problemlos zu überstehen.“

Produktion: Die Besetzung

Als Segel gemeinsam mit Stoller an den Figuren für „Fast verheiratet“ arbeitete, war klar, dass er selbst den aufstrebenden Koch Tom Solomon spielen würde. „Tom ist ein erfolgreicher und ehrgeiziger Koch in San Francisco, wo er gut im Geschäft ist“, beschreibt der Hauptdarsteller die Rolle. „Aber seine Verlobte bekommt einen Job im weit entfernten Ann Arbor in Michigan angeboten. Er zieht für sie dorthin, doch stellt bald fest, dass er dort eigentlich fehl am Platz ist.“

„Tom hat diese Vorstellung im Kopf, dass man in Beziehungen manches einfach aushalten und aussitzen muss“, fährt er fort. „Deine Aufgabe als Mann ist es, die Frau glücklich zu machen. Mehr nicht. Wider besseres Wissen zieht Tom nach Michigan und realisiert schnell, dass er nebenbei all seine Ambitionen über Bord geworfen hat. Er sehnt sich nach einem Hobby und lernt einen anderen Uni-Ehemann kennen, der ihm das Jagen näher bringt. Obwohl ihm das völlig fremd ist, findet er Gefallen dran und kann so seine Frustrationen rauslassen. Allerdings läuft die Sache irgendwann aus dem Ruder, als er anfängt, Met herzustellen und aus Hirschhuf-Bechern zu trinken.“

Während Segel und Stoller an der Geschichte feilten, kam ihnen nur eine Schauspielerin als ideale Wahl für die Rolle der ebenso schönen wie klugen Violet Barnes in den Sinn: Emily Blunt. „Es ist das Erfolgsgeheimnis jeder romantischen Komödie, dass sich der Mann und die Frau auf Augenhöhe begegnen“, findet Stoller. „Bei Emily und Jason ist genau das der Fall. Sie haben eine fantastische Chemie und sind auch hinter der Kamera gute Freunde. Emily ist nicht nur eine unglaubliche Schauspielerin, sondern hat auch eine starke Präsenz und ist für Jason eine tolle Sparringspartnerin.“

„Wir haben Emily getroffen und sie war von Anfang an die perfekte Wahl“, fügt Segel hinzu. „Als Violet in Ann Arbor nach der Doktorarbeit sogar eine unbefristete Stelle angeboten wird, ist sie endgültig die erfolgreichere von beiden. Man sieht, wie sie damit ringt, dass ihr Verlobter nichts zu tun hat und, und ihn allmählich in einem anderen Licht sieht. Er ist nicht mehr die selbstbewusste Stimmungskanone, die er mal war. Mit einem depressiven Partner umgehen zu müssen, ist eine verdammt schwierige Sache.“

Auch Apatow freute sich, dass Blunt endlich zu ihrem eingeschworenen Team stieß, wie er zugibt: „Wir hatten schon oft versucht, Emily für das eine oder andere Projekt zu gewinnen. Aber dies ist das erste Mal, dass es uns tatsächlich gelungen ist. Wir waren überzeugt davon, dass die reale Freundschaft von Emily und Jason ihre Beziehung im Film besonders glaubwürdig erscheinen lassen würde. Und genauso ist es auch, denn sie gibt alles!“

Schon früh in der Entwicklungsphase des Projekts erfuhr Blunt von der Rolle, als sie Segel und Stoller zufällig in einem Restaurant traf. „Jason erwähnte, dass er und Nick ein Drehbuch mit dem Titel ‚Fast verheiratet’ schrieben, und mich für eine der Figuren im Auge hätten“, erinnert sich Blunt. Als sie Segel einige Monate später am Set von „Die Muppets“ wieder traf, war das Skript noch immer in einem sehr frühen Stadium, so dass Segel sie um Input für die Figur der Violet bat. „Dieser kollaborative Ansatz begeisterte mich auf Anhieb. Und als ich mich dann mit ihnen hinsetzte, um an der Rolle zu arbeiten, war schnell klar, dass dies nicht so eine typische Freundinnen-Figur ist, die nur auf ihren Partner reagiert. Mir gefiel, dass Jason und ich uns absolut auf Augenhöhe begegnen würden.“

Diesen gleichberechtigten Ansatz in der Darstellung der Beziehung von Tom und Violet wusste die Schauspielerin sehr zu schätzen: „Die Geschichte handelt von grundlegenden Aspekten einer Beziehung. Sie zeigt, wie die Dynamik sich täglich ändern kann, je nach dem wie die eine Person sich fühlt und sich das auf die andere auswirkt. Sie fängt ganz hervorragend das ewige Tauziehen zwischen zwei Personen ein, aber eben auch all die wundervollen Dinge, die sich entwickeln können, wenn man sich liebt.“

Nachdem die beiden Hauptdarsteller feststanden, besetzten die Filmemacher den für sein komisches Talent bekannten Waliser Rhys Ifans als Professor Winton Childs, der sich in vielerlei Hinsicht zu Violet hingezogen fühlt. „Winton leitet den Fachbereich Sozialpsychologie, und anfangs hat man ohne Frage das Gefühl, er sei der klügste Mensch der Welt. Genau wie alle anderen ist auch Tom von ihm eingeschüchtert“, beschreibt Segel die Rolle. „Wir fühlen uns schwer geehrt, Rhys und Emily in unserem Film zu haben. Unser Talent ist Comedy, aber die beiden sind so unglaublich gute Schauspieler, dass sie unser Material durch ihr Spiel auf eine ganz andere Ebene heben.“

Ifans selbst beschreibt, wie er an die Rolle gekommen ist: „Ich war in Los Angeles, denn dort drehten wir ‚The Amazing Spider-Man’. Nick lud mich ein, gemeinsam mit einigen Freunden, Kollegen und Beratern an einem Drehbuch-Workshop für den Film teilzunehmen. Ich sollte den Part von Winton übernehmen und war begeistert. Das Skript war eines der lustigsten, die ich je gelesen hatte. Und irgendetwas scheine ich richtig gemacht zu haben, denn eine Woche später boten sie mir die Rolle an.“

Welche Entwicklung seine Figur im Verlauf des Films macht, wusste Ifans natürlich, als er zusagte. „Winton ist dank seiner Intelligenz und Autorität anfangs eine Art Held, irgendwie cool und anders“, findet der Schauspieler. „Aber am Ende steht er eigentlich wie ein Idiot da. Ich liebe es, wenn coole Typen von ihrem hohen Ross stürzen, so wie er es tut.“

Von ihrem Film-Vorgesetzten begeistert zeigt sich auch Blunt: „Rhys ist einer der tollsten Menschen auf der ganzen Welt. In dieser Rolle ist er brillant, und ich kann mir niemand besseren dafür vorstellen. Er spielt sie mit einer bizarren, facettenreichen Intensität. Man erlebt Winton als enorm charismatischen Kerl und kann durchaus nachvollziehen, warum sich Violet zu ihm hingezogen fühlt, während Tom sich immer seltsamer benimmt.“

Während Tom und Violet nach Perfektion streben, macht sich das andere junge Paar in dieser Komödie darum nicht die geringsten Gedanken. Toms bester Freund Alex und Violets Schwester Suzie kommen sich überraschend auf Tom und Violets Verlobungsfeier näher. Ein paar Monate später erwarten sie nicht nur ein Kind, sondern heiraten schon und werden mit jedem Schritt erwachsener, während Tom und Violet gar nicht heraus kommen aus ihrem bewährten Trott. „Der Vergleich ist ziemlich interessant“, findet Stoller. „Alex und Suzie tun es einfach anstatt zu viel darüber nachzudenken.“

Gespielt wird dieses sich Hals über Kopf ins Leben stürzende Paar von Alison Brie und Chris Pratt, bekannt aus den Fernsehserien „Community“ beziehungsweise „Parks and Recreation“. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, wenn Chris und ich schreien und streiten durften“, lacht Brie. „Wir spielen beide sehr emotionale, impulsive Personen, die immer alles herauslassen.“

Segel freute sich besonders, Pratt für den Film zu gewinnen. „Chris ist ein echter Comedy-Experte. Ich kenne niemanden, der so schnell und so witzig ist. “, lobt er das komödiantische Timing seines Kollegen. „Wir begannen die Dreharbeiten mit vielen Szenen zwischen Chris und mir, womit wir die Humor-Latte für den Film ziemlich hoch legten. Er spielt den hemmungslosen besten Freund, bei dem man mit allem rechnen muss. Eigentlich ist er ein Aufreißer, aber dann lernt er Suzie kennen und schwängert sie. Dadurch verändert sich sein ganzes Leben. Man sieht, wie er reifer wird und in unserer Freundschaft schließlich der Erwachsenere ist.“

Pratt erinnert sich, wie er an die Rolle in „Fast verheiratet“ kam: „Ich war gerade am Set eines anderen Films in New Mexico, als ich zu der Workshop-Lesung eingeladen wurde. Kurzentschlossen kaufte ich mir für 600 Dollar einen Last-Minute-Flug. Die Investition lohnte sich, denn schon einen Tag danach wurde mir die Rolle angeboten.“

Der Schauspieler sieht seine Figur als den Nichtsnutz an der Seite von Segels ernsthaftem, Karriere orientierten Tom: „Genau wie Tom ist auch Alex ein Koch, allerdings nicht annähernd so gut. Er albert die ganze Zeit herum und macht pubertäre Scherze über Karottenpenisse. Als Tom und Violet sich zu dem Umzug nach Michigan entschließen, bleibt Alex dem Job im Restaurant treu und führt eher zufällig irgendwann genau das Leben, von dem Tom immer geträumt hatte. Innerhalb von nur fünf Jahren entwickelt sich Alex vom Chef de Partie, also einem von vielen Köchen in der Küche, zum Restaurantleiter genau jenes Ladens, den Tom eigentlich hatte übernehmen sollen. Alles, wofür Tom so hart gearbeitet hat, fällt seinem besten Freund in die Hände, obwohl der eigentlich nicht auf dem gleichen Level ist wie er.“

Auch Brie wurde zu einer Lesung des Drehbuchs eingeladen, wobei sie allerdings erst einen Tag davor erfuhr, dass es sich bei ihrer Figur um eine Britin handelte. „Als ich das Drehbuch las, war ich sofort begeistert, denn normalerweise spiele ich sehr viel kontrolliertere und zugeknöpfte Figuren“, freut sich Brie auch im Rückblick noch. „Suzie ist das genaue Gegenteil davon. Sie ist eher schusselig und ausgeflippt. Mir gefiel die Vorstellung, mal eine Frau zu spielen, die nicht immer zu beherrscht ist und der das auch egal ist. Außerdem mochte ich die Schwesternbeziehung zwischen Suzie und Violet. Sie stehen sich nahe, sind aber sehr gegensätzlich. Dass in Sachen Heirat ausgerechnet für Suzie und Alex alles glatt geht, ist ausgesprochen witzig.“

Brie, die in South Pasadena aufwuchs, musste allerlei Recherche betreiben, bevor sie Suzie so britisch spielen konnte, dass sie als Violets Schwester durchgehen würde. Eine große Hilfe war ihr dabei niemand Geringeres als Blunt selbst. „Ich habe einen flachen Londoner Dialekt, der sich viel schwerer nachmachen lässt als etwa das sehr viel prägnantere hochsprachliche Britisch“, sagt die Britin. „Ich habe deswegen Alison Aufnahmen meiner Stimme geschickt, auf denen ich einfach etwas erzählt habe. Als ich dann für die Dreharbeiten nach Michigan kam, klang sie genau wie ich!“

„Emily erzählte mir auf dieser Aufnahme drei Minuten lang eine Geschichte. Das war nicht nur unglaublich süß, sondern für mich auch eine riesige Unterstützung“, betont Brie. „Es war eine Herausforderung, Emilys sehr entspannten, leicht amerikanisierten London-Dialekt hinzubekommen. Rhys empfahl mir die Sprachtrainerin Cynthia Blaise in Los Angeles. Mit ihr arbeitete ich ein paar Wochen bevor die Dreharbeiten begannen und dann auch noch mal gemeinsam mit Emily in Michigan.“

Violets Uni-Kollege und Mit-Doktorand Doug, der sich als Wissenschaftler gerne an sexuell konnotierte Experimente wagt, wird vom derzeit enorm angesagten Stand-up-Komiker Kevin Hart gespielt. Für den Regisseur und den Produzenten von „Fast verheiratet“ war er kein Unbekannter, denn auch in der Serie „American Campus – Reif für die Uni?“ und in Apatows „Jungfrau (40), männlich, sucht“ hatte er schon kleine Parts gespielt. Was seine neue Rolle angeht, lacht er nun: „Doug ist irgendwie der festen Überzeugung, die Welt würde zu einem besseren Ort, wenn man das Masturbationsverhalten der Menschheit genauer untersuchen würde. Dass das sonst niemand so sieht – oder überhaupt so begeistert ist von seinem Konzept wie er – macht ihn ziemlich sauer.“

Die kaum weniger angesagte Komikerin und Autorin Mindy Kaling spielt die Doktorandin Vaneetha, die sich nicht zuletzt durch ihren trockenen Humor auszeichnet. „Vaneetha ist eine dieser Frauen, von denen ich selbst im College viele kennengelernt habe. Sie feiert genauso eifrig wie sie studiert“, beschreibt Kaling ihre Rolle. „Außerdem steht sie auf jüngere Männer und macht daraus auch keinen Hehl. Von meinen Freundinnen ist niemand so wie sie, deswegen hat mir die Rolle besonders viel Spaß gemacht.“

Der vierte im Bunde von Professor Childs Doktoranden ist Ming, der von Randall Park gespielt wird. Der aus Los Angeles stammende Park war vor einigen Jahren selbst Doktorand an der UCLA, bevor er sich dann doch gegen das akademische Dasein und für die Schauspielerei entschied. Er erinnert sich an sein Vorsprechen: „Als ich Nick das erste Mal traf, sagte er mir gleich, dass er die Figur nicht als einen Klischee-Immigranten sieht. Das gefiel mir. Ming ist ein ganz normaler Kerl, der eben nur andere Wurzeln hat. Als Inspiration dienten mir Chinesen in Los Angeles, die ich von früher kannte und die es an der Uni weit gebracht haben.“

Der Stand-up-Komiker und Schauspieler Brian Posehn, der beim bereits erwähnten Drehbuch-Workshop gleich mehrere Rollen gelesen hatte, bekam die Rolle von Tarquin, Toms Kollege und ‚Gurken-König’ in Zingerman’s Deli in Ann Arbor. „Tarquin wirkt wie ein Kerl, zu dem ich vermutlich geworden wäre, wenn es mich nicht auf die Stand-up-Bühne verschlagen hätte“, sagt Posehn. „Er hält sich mit Jobs über Wasser, in denen es nicht die geringsten Aufstiegschancen gibt, aber er macht trotzdem das Beste daraus. Er steht in einer Studenten-Stadt hinterm Tresen eines Delis und denkt, er sei der Gurken-König! Ich war sofort davon angetan, wie das Drehbuch seine Lebenseinstellung skizzierte, und ich wusste, dass diese Rolle viel Spaß machen würde.“

Chris Parnell, der als Ensemble-Mitglied der legendären Sketch-Show „Saturday Night Live“ bekannt wurde, spielt Bill, der ebenfalls mit einer Doktorandin der University of Michigan verheiratet ist und seine eigene Karriere zugunsten des Hausmann-Daseins aufgegeben hat. Sein häusliches, aus Kinderhüten und Stricken bestehendes Dasein könnte ein Vorbote jenes Lebens sein, das Tom in Michigan droht. Nur regelmäßige Jagdausflüge halten seine Männlichkeit aufrecht. „Bill sieht Tom bei einer Party am anderen Ende des Zimmers und hängt sich sofort an ihn dran, denn er erkennt ihn gleich als weiteren Doktorandinnen-Gatte“, meint Parnell dazu. „Er ist ein Hausmann und nur auf der Jagd fühlt er sich überhaupt noch als Mann.“

Von entscheidender Bedeutung für die Geschichte des Films sind schließlich auch die Eltern sowohl von Tom als auch von Violet, wie Apatow erklärt: „All die unterschiedlichen Standpunkte, die Eltern hinsichtlich der Heirat ihrer Kinder haben können, sollten durch diese Figuren vertreten werden.“ Der Oscar®-nominierte David Paymer („Ocean’s Thirteen“) und Mimi Kennedy („Midnight in Paris“) spielen Toms liebevolle Eltern Pete und Carol Solomon, die davon überzeugt sind, dass man nicht hundertprozentig perfekt zueinander passen muss, um miteinander glücklich zu sein. Die Oscar®-nominierte Jacki Weaver („Königreich des Verbrechens“) und Jim Piddock („Der Diktator“) sind dagegen als Sylvia Dickerson-Barnes und George Barnes zu sehen, die nicht nur geschieden und verbittert sind, sondern ihre Tochter Violet dazu drängen, sich vor dem Ja-Wort zweifelsfrei sicher zu sein, dass sie und Tom für einander bestimmt sind.

Produktion: Improvisation und Comedy

Trotz des unglaublich präzisen und sorgfältig erarbeiteten Drehbuchs wussten alle Schauspieler, dass der Regisseur und die Produzenten von „Fast verheiratet“ großen Wert auf Improvisation legen würden. Am Set stellte Stoller ihre Fähigkeiten in dieser Rechnung dann tatsächlich auf die Probe. „Wir arbeiteten lange am Skript und veranstalteten zwei Lesungen, um noch präziser daran feilen zu können“, berichtet er. „Anschließend sprachen wir mit jedem der Schauspieler über ihre Figuren, hatten eine Probenphase und arbeiteten schließlich alle gelungenen Improvisationen aus diesen Proben in das Drehbuch ein.“

Gemeinsam mit Rothman, der einst Chef-Autor der „Late Show With David Letterman“ war, schrieb Stoller täglich noch neue Gags basierend auf allem, was er sah und hörte, wenn die Kamera dann erst einmal lief. „Dieser Film hat viel Handlung, deswegen sind wir diesbezüglich natürlich eng am Drehbuch geblieben“, fährt Stoller folgt. „Aber die Dialoge haben wir immer wieder verändert und dem angepasst, was wir in den Proben erarbeiteten.“ Segel ergänzt: „Wir haben unglaublich viele großartige Komödianten in unseren Ensemble, die uns in etlichen Szenen wirklich umgehauen haben. Die waren noch sehr viel lustiger, als wir uns das beim Schreiben hätten vorstellen können.“

Tatsächlich war es angesichts der vielen Komiker im Team unvermeidbar, dass am Set improvisiert werden würde, und das Ensemble genoss diese Freiheit enorm. „Nick gibt dir als Schauspieler so viel Selbstvertrauen, dass man sich wirklich traut, alles auszuprobieren. Auch auf die Gefahr hin, dass man sich mal lächerlich macht“, berichtet Blunt. „Er ermutigt einen immer zur Improvisation, denn bevor man es nicht versucht hat, kann man nicht wissen, was dabei herauskommt.“

Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt, und dafür, dass keine Idee unbemerkt blieb, war gesorgt. „Es saß immer jemand an den Monitoren, um alle unsere improvisierten Gags aufzuschreiben“, erinnert sich Pratt. „Wenn zwei Stunden später die gleiche Szene aus der anderen Richtung gedreht und der Gegenschnitt gefilmt wurde, rief uns Nick die Dialoge zu, die wir uns zuvor überhaupt erst ausgedacht hatten.“

Die Zusammenarbeit mit ihrem Film-Schwager ist Blunt bleibend in Erinnerung geblieben: „Bei Chris weiß man nie, was er sagt. Das war manchmal echt riskant, denn ich war die ganze Zeit auf der Lauer, wollte einen Schritt weiter sein als er und versuchte, nicht zu lachen. Aber er dachte sich immer wieder etwas Neues aus und erwischte mich natürlich doch ständig auf dem falschen Fuß. In einer Szene legte er zum Beispiel eine unglaubliche Schimpftirade hin. Ich könnte Chris den ganzen Tag beim Schreien zuhören!“

Brie stimmt ihrer Film-Schwester zu: „Jason ist ein alter Improvisations-Profi und Chris ist ein komödiantisches Genie. Ich fühlte mich immer, als sei ich einen Schritt hinterher. Zwar war ich gedanklich voll dabei, aber ich brauchte immer einen Moment länger, denn ich musste meine Antwort ja erst noch mit meinem Film-Dialekt in Einklang bringen.“

Die Stimmung am Set war für die Schauspieler bei dieser Arbeitsweise das wichtigste. „Man muss sich sehr wohl fühlen, wenn man frei improvisieren und entsprechend zuhören, antworten und reagieren will“, führt Ifans aus. „Wenn man Hemmungen hat, ist man geliefert. Emily machte mir die Sache aber zum Glück vom ersten Tag an leicht.“

Auch Kaling hatte kein Problem, sich wieder einmal auf diese Art des Arbeitens einzulassen: „Improvisation bringt im Schauspielern das Beste zutage. Wer von Natur aus lustig ist, ist meistens auch ganz gut im Improvisieren. Aber das Talent dazu hat nicht jeder und es ist auch nicht so leicht zu erarbeiten. Zum Glück wird man aber schnell besser darin, wenn man von Leuten umgeben ist, die erfahren sind im Improvisieren.“ Park stimmt seinen Kollegen zu: „Das Großartige an der Arbeit mit Nick und Jason ist die Tatsache, dass sie immer offen sind für Ideen und Dialoge, die nicht im Drehbuch stehen. Nick ließ uns ständig neue Sätze sagen – und die meisten von ihnen waren echte Knaller.“

„Am besten kam das Können unserer Schauspieler in den Tischreden und Trinksprüchen zur Geltung“, findet Segel. „Daran misst sich die Qualität eines Komödianten: wenn er alleine vor einem Publikum steht. Jeder einzelne von unseren Leuten war dabei einfach brillant!“ Pratt erinnert sich: „Nachdem Jim Piddock seine Rede so gehalten hatte, wie sie im Drehbuch stand, hat er anschließend neun Varianten davon abgeliefert. Jede einzelne war brüllend komisch.“ David Paymer und Mimi Kennedy bekamen für ihre Reden von Stoller nur eine Ansage, wie sich die Schauspielerin erinnert: „Er sagte nur: Du kannst sagen was du willst, aber es muss sich reimen.“

Die spielerische Atmosphäre am Set diente natürlich einem bestimmten Zweck. „Es ging uns darum, dass alle ihren Kopf möglichst ausschalten und nicht zu viel über ihre Szenen nachdenken“, erklärt Rothman. „Wir drehten einfach alles, was für die jeweiligen Situationen passend erschien, und entschieden uns erst später, was am besten wirkte.“

Dieser Arbeitsweise kamen modernste Kameratechnologien natürlich sehr entgegen. Stoller verwendete digitale ARRI ALEXA-Kameras, die es ihm erlaubten, viel länger zu filmen. Wenn man traditionell auf Film dreht, muss man die Kameras immer wieder anhalten und neu laden. Digital kann man sie viel länger laufen lassen und das Equipment ist auch viel schneller einsatzbereit.

„Wenn so viel improvisiert wird, gibt es immer wieder Momente, in denen wirklich die ganze Crew vor Lachen am Boden liegt“, fasst Ifans zusammen. Doch niemand lacht lauter als Stoller selbst, wie Brie berichtet: „Ich kenne kaum jemanden, der eine großartigere Lache hat als Nick. Er lacht mit seinem ganzen Körper. Man weiß, dass man seine Sache gut gemacht hat, wenn man dieses Lachen hört.“

Produktion: Von Jahreszeiten und Drehorten

Sechs Tage lang durfte das Filmteam auf dem weitläufigen Gelände der University of Michigan in Ann Arbor drehen. Als Locations dienten dabei der Hauptplatz des Campus, die Haven Hall, die Ross School of Business sowie Rackham Hall, wo das elegante Büro des Dekans kurzzeitig als Professor Winton Childs Arbeitsplatz diente.

Über die Erfahrungen vor Ort berichtet Produktionsdesignerin Julie Berghoff: „Die University of Michigan ist einfach eine prachtvolle Anlage. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass wir dort drehen durften. Wirklich umgestalten musste ich dabei nur das Psychologielabor, um ihm ein wenig Charakter zu verleihen. Darüber hinaus drehten wir in Ann Arbor auch in dem wunderschönen Frank Lloyd Wright Palmer House, das bestens zu der Figur des Professor Winton passte. Es gibt in dem ganzen Haus keinen rechten Winkel. Und es hat auch viel Spaß gemacht, Wintons Schlafzimmer in einem anderen Haus aus der Mitte des letzten Jahrhunderts nachzubilden. Es stammte von einem berühmten 90-jährigen Architekten, der dort auch noch wohnt. Mit seiner Unterstützung habe ich mich daran gewagt, die Vision von Frank Lloyd Wright für unser Set selbst nachzubauen.“

Für Tom hält das Leben in Michigan nicht nur die eher ungewohnte Rolle als Anhängsel einer Doktorandin bereit, sondern auch einen Job in Zingerman’s Deli. Zingerman’s ist in Ann Arbor seit 1982 eine Institution – und eine ganz eigene Welt. „Der Laden ist so etwas wie das Midwest-Pendant zum legendären Carnegie Deli in New York“, erklärt Rothman. „Wenn man allerdings nicht auf diese Art des Essens steht und keine quietschfidele, enthusiastische Person ist, kann das Arbeiten dort die Hölle sein.“

Segel und Posehn brachten mehrere Stunden damit zu, im Mehl zu wühlen und Brote zu formen, um sich auf ihre Szenen in der Zingerman-Bäckerei vorzubereiten. Die Schauspieler und die Crew arbeiteten dort gleichzeitig mit den echten Bäckern, die weiterhin ihrem ganz normalen Tagwerk nachgingen.

Angesichts des mangelnden Platzes und der nötigen Kamerabewegungen filmte das Team das Deli nur von außen und baute für die Innenaufnahmen ein Set. Die Aufgabe, das zu kreieren, fiel Berghoff zu. „Ich war ein wenig enttäuscht, dass wir nicht im echten Laden drehen konnten. Denn etwas so Perfektes nachzubilden ist fast schwieriger, als sich etwas komplett Neues auszudenken“, sagt die Produktionsdesignerin. „Aber die Zingerman’s-Mannschaft war großartig. Dazu gehören zum Beispiel auch zwei Künstler, die alle ihre Schilder und das einzigartige Design des Ladens entworfen haben. Es hat mir enorm geholfen, mich mit ihnen zu treffen und natürlich das Deli genau unter die Lupe zu nehmen, um es nachzubauen und auch ein wenig verändern zu können. Meine Dekorateurin Sophie Neudorfer hat großartige Arbeit geleistet was die Theke mit all ihren hängenden Salamis und Käsen angeht. Ich fand die Location und beschrieb ihr, was mir vorschwebte, aber sie war es, die alles umsetzte.“

Auf Drängen von Bill fängt Tom in seiner schier unendlichen Freizeit in Michigan mit dem Jagen an. Gleich die erste Szene mit Segel, Parnell und Posehn samt einem Tarnzelt im Wald sorgte beim ganzen Team für einen ordentlichen Lacher. Nur das Gewitter, das kurz vor Drehschluss alle durchnässte, war nicht so amüsant. Zum Problem wurde es allerdings auch nicht. Stoller justierte einfach das Drehbuch so, dass der Regen zum Teil der Szene wurde.

Eine entscheidende Rolle bei der Strukturierung der Geschichte spielen die unterschiedlichen Jahreszeiten. Stoller brauchte verschiedenste Aufnahmen, um die Zeitspanne von fünf Jahren zu illustrieren, und setzte vor allem auf Totalen, um zu zeigen, wie unterschiedlich Michigan über das Jahr aussieht. Bereits einen Monat vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten machte sich Stoller Anfang März mit einem kleinen Team auf nach Michigan, um von den dortigen Wetterbedingungen zu profitieren. Bei ihrer Ankunft lag mehrere Zentimeter hoch Schnee, so dass sie nicht nur Totalen von der Uni und von Toms und Violets Haus, sondern auch im Wald aufnahmen. Und weil Segel gerade eine Drehpause bei „How I Met Your Mother“ hatte, kam auch er nach Michigan, um bei den Waldszenen dabei zu sehen.

Während des neunwöchigen Drehs in Michigan diente Ann Arbor als Hauptquartier, doch für neun Tage drehte man auch in Detroit und machte auch einige Aufnahmen in kleineren Gemeinden wie Ypsilanti, Saline, Northville, Onsted oder Brighton.

Gut zu tun hatte während der Dreharbeiten auch das zwölfköpfige Spezialeffekte-Team unter der Leitung von John Gray. Nicht nur musste es an etlichen Drehtagen für Schnee sorgen, sondern zeichnete auch für Explosionen, Regen, Rauch, Blut, Flüssigstickstoff und andere für die Geschichte nötige Filmtricks verantwortlich. In den örtlichen Medien Ann Arbors sorgten eingeschneite Straßenzüge mitten im Mai und Juni für Schlagzeilen, was natürlich zahllose Schaulustige anlockte. Und auch in Ypsilanti fiel im Sommer Schnee.

Zwei Wochen lang wurde auch in Kalifornien gedreht, sowohl an einigen Wahrzeichen San Franciscos als auch auf der idyllischen Beltane Ranch in Sonoma County. „Insgesamt hatten wir während des 50-tägigen Drehs mehr als 70 Locations“, fasst Berghoff zusammen. „Die Jahreszeiten wechselten von Frühling zu Sommer zu Winter, dann wieder zu Sommer und zurück. Unsere Crew leistete wirklich großartige Arbeit, dabei nicht den Überblick zu verlieren.“

An den Schnee etwa konnte sich schon kaum noch jemand erinnern, als das Team Ende Juni seine Zelte im kalifornischen Glen Ellen aufschlug, um die Verlobungsfeier zu drehen. Die Gärten der fast 650 Hektar großen Beltane Ranch hielten als Grundstück des Drunken Pig B&Bs her, wo Toms und Violets Familien zusammenkommen, um das glückliche Paar zu feiern. „Die Location ist sehr romantisch und steht im Film für eine unbeschwerte Zeit in dieser Beziehung“, sagt dazu Stoller. Und Segel fügt hinzu: „Ich liebe Michigan und hatte dort eine tolle Zeit. Aber noch mehr hat es mir gefallen, in Kalifornien zu sein. Die Landschaft dort ist einfach wunderschön, und entsprechend war auch die Energie am Set eine ganz andere. Alle waren glücklich – und es gab jede Menge frischen Wein.“

Nachdem es sich das Team erst auf der Beltane Ranch gemütlich gemacht hatte, zog es anschließend weiter ins Zentrum von San Francisco. Das Ende des Films wurde am Alamo Square gedreht, gegenüber jener legendären viktorianischen Häuser, die man auch die „Painted Ladies“ nennt. Nur ein paar Meilen weiter, am Palace of Fine Arts entstanden die Aufnahmen für die Hochzeit von Alex und Suzie. Dort sang Pratt dann auch, a cappella und auf Portugiesisch, die brasilianische Ballade „Cucurrucucú Paloma“. Bekannt ist das Lied nicht zuletzt aus Pedro Almodóvars Oscar®-Gewinner „Sprich mit ihr“. Zustande kam diese Hommage, weil genau wie für „Fast verheiratet“ auch für den Film damals Kameramann Javier Aguirresarobe verantwortlich zeichnete.

Auch den dichten Berufsverkehr am Embarcadero mied die Crew nicht, schließlich wurden dort die Szenen mit Toms Taco-Truck gedreht. Wo sonst ließe sich besser hochwertiges Fast Food verkaufen? Am gleichen Drehtag kamen Blunt, Segel, Pratt und Lauren Weedman, die Toms Restaurant-Chefin Sally spielt, auf einer Dachterrasse in der Folsom Street zusammen, wo Tom Violet seinen Heiratsantrag stellt. Mit einem beeindruckenden Blick auf die Bay Bridge endeten die Dreharbeiten also genau dort, wo die Geschichte dieser Komödie ihren Anfang nimmt.

News und Stories

  • "Knight Rider"-Kinofilm mit Chris Pratt

    "Knight Rider"-Kinofilm mit Chris Pratt

    Im Kino-Neustart der einstigen Kultserie mit David Hasselhoff soll der Star aus "Fast verheiratet" und "Guardians of the Galaxy" ins legendäre sprechende Auto KITT steigen.

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Fakten und Hintergründe zum Film "Fast verheiratet"

    Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

    Kino.de Redaktion