Fanfan, der Husar

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   2003
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Filmhandlung und Hintergrund

Fanfan, der Husar: Drittes Remake des großartigen historischen Abenteuerstoffes über den verwegenen und unbekümmerten Schürzenjäger und Husaren Fanfan.

Im 18. Jahrhundert trifft der junge, verwegene Fanfan auf die hübsche Zigeunerin Adeline, die ihm weissagt, dass er die Tochter von König Ludwig XV. heiraten werde, wenn er in die französische Armee eintritt. Bis sich die Prophezeiung erfüllt, hat Fanfan einige Abenteuer zu bestehen, rettet Madame Pompadour vor Wegelagerern, landet im Kerker und wird zum Tode verurteilt, während Adeline vom König adoptiert wird.

Im barocken Frankreich zur Zeit des Siebenjährigen Krieges flieht der junge Sausekopf und geborene Raufbold Fanfan vor den Fesseln der Ehe und auf Anraten einer ebenso schönen wie falschen Wahrsagerin direkt in die aufnahmebereiten Arme der um naive Todeskandidaten mal wieder verlegenen Armee Louis des XV. Als Soldat macht der mutige Tunichgut trotz geringer Neigung zu Disziplin steile Karriere, flirtet gar mit der Tochter des Königs und vereitelt schließlich ein feindliches Komplott gegen deren Vater.

Im Siebenjährigen Krieg flieht der französische Taugenichts Fanfan vor Ehe und Verantwortung über allerhand turbulente Abenteuer in Ruhm und Reichtum. Zeitgenössisch aufgepeppte, klassische Mantel- & Degen-Legende.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Remake des Mantel-und-Degen-Klassikers „Fanfan, der Husar“ (1951) sollte als Eröffnungsfilm des 56. Festivals von Cannes eine heitere beschwingte Note setzen, kann aber mit triumphalen Festivalanfängen wie „Moulin Rouge“ oder im letzten Jahr Woody Allens illustrem „Hollywood Ending“ nicht mithalten. Der neue „Fanfan“ ist nette Unterhaltung aus einem Genre, das man in Frankreich nach wie vor schätzt, wo es wegen der vielen gallischen Anspielungen im Dialog besser funktioniert. Es bietet jungen Zuschauern unbeschwertes Entertainment, schöpft aber seine Möglichkeiten nicht aus.

    Das Original mit dem unvergessenen Gérard Philipe und der rassigen Gina Lollobrigida bestach durch den Charme, der dem Remake fehlt. Als Bruder Leichtfuß und Verführer von Dorfschönheiten ficht Vincent Perez (Isabelle Adjanis Liebhaber in Patrice Chéreaus Meisterwerk „Die Bartholomäusnacht“) wie ein fünfter Musketier Degenduelle in Szenen aus, die hinter dem heutigen Action-Standard zurückbleiben und die tänzerische Eleganz von Philipe oder Gene Kelly vermissen lassen. Um der Hochzeit mit einer Bauerntochter zu entgehen, lässt sich Fanfan als Soldat für König Ludwig XV. anheuern. Unterwegs prophezeit ihm Zigeunerin Adeline, Adoptivtochter des Rekrutierungssergeanten (Penelope Cruz weit weniger feurig als gewohnt), die Hand der Tochter des Königs. Und der naive Fanfan glaubt, als er diese Henriette und ihre Begleiterin Madame Pompadour im Wald vor Banditen rettet, tatsächlich an Adelines nie ernst gemeinte Voraussage. Etliche Abenteuer später hat Fanfan den König vor einem Verräter gerettet und findet sein Glück bei Adeline.

    Als Genrefilm ist „Fanfan“ immer hübsch anzusehen, im Ton naiv, gelegentlich witzig, selten mitreißend. Der Spott bleibt auf Dialoge beschränkt, in denen der König, der seine Truppen im Feld nicht erkennt, Adel, Krieg und Militärs karikiert werden. Bester Satz des Frauenhelden Fanfan: „Ein Soldat entvölkert, ich bevölkere.“ Einige anachronistische Gags („Wir brauchen eine Einheitswährung“) und vor allem das Quartett, das der Grande Nation angemessene Melodien komponieren soll und auf Bizets „Carmen“ und die US-Nationalhymne stößt („Das soll Musik sein?“), sorgen für Auflockerung. Für Freunde des Genres ein harmloser Zeitvertreib, für Genrekenner allerdings ist nach wie vor Philippe de Brocas „Cartouche, der Bandit“ (mit einem umwerfend anarchistischen Jean-Paul Belmondo und der hinreißenden Claudia Cardinale) das Maß aller Mantel-und-Degen-Dinge. ger.

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