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TV-Actionthriller um ein voll besetztes Flugzeug, dessen Passagiere von einem tödlichen Virus befallen sind.

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Kritikerrezensionen

  • Faktor 8 - Der Tag ist gekommen: TV-Actionthriller um ein voll besetztes Flugzeug, dessen Passagiere von einem tödlichen Virus befallen sind.

    Die Vorstellung ist der pure Horror, aber von der Hand zu weisen ist sie nicht: Urlauber schleppen ein tödliches Virus nach Deutschland ein. Rainer Matsutani hat aus dem faktenreichen Drehbuch von Benedikt Röskau einen fesselnden Thriller gemacht.

    Die Geschichte funktioniert im Grunde ähnlich einfach wie der ProSieben-Thriller „Crashpoint“: Schon auf dem Heimflug aus Thailand gibt es das erste Opfer. Sämtliche Flughäfen untersagen die Notlandung. Auf Anweisung der Bundesregierung wird der Airbus zu einem bayrischen Militärflughafen geleitet. Dort wird rund um die Maschine eine Quarantänestation errichtet. Die Aussichten sind düster: Die Überlebenden müssen damit rechnen, den Rest ihres Lebens in der Isolation zu verbringen.

    Selbst Ausnahmeautoren wie Röskau („Contergan“) müssen gewisse Erwartungen bedienen, wenn sie für einen Sendeplatz schreiben, der „Thrill Time“ heißt. Also gibt es im Flieger nicht nur eine Menge Blut, es tummeln sich wie schon bei „Crashpoint“ auch diverse Klischeefiguren, die recht rasch als Helden, Rebellen und Mitläufer auszumachen sind. Das melodramatische Zentrum der Handlung verkörpern Muriel Baumeister als Ärztin an Bord und Oliver Mommsen als ihr Ehemann, der um jeden Preis zu Frau und Tochter will.

    In der Umsetzung durch Rainer Matsutani („Das Papst-Attentat“) sind gerade die Szenen im Flugzeug trotzdem von großer Dramatik. Dass sich sämtliche Akteure vor und hinter der Kamera permanent in der echten Enge eines Flugzeugmodells aufhalten mussten, dürfte zur Authentizität der klaustrophobischen Anmutung beigetragen haben. Während einige der namhaften Passagier- und Pilotdarsteller fast verschwendet sind, ist die Besetzung der Schlüsselrollen außerhalb des Flugzeugs sehr schlüssig (Heio von Stetten als Innenminister, André M. Hennicke als GSG-9-Kommandeur).

    Bloß Gesine Cukrowski doziert als Wissenschaftlerin des Robert-Koch-Instituts, die fieberhaft nach einem Gegenmittel sucht, eher unglaubwürdig. Das ist etwas schade, weil die aufgesagt klingenden Dialoge faktisch das Rückgrat der Geschichte bilden: Die Tatsachen, die der von Matsutani als „Recherche-Freak“ gelobte Röskau zusammengetragen hat, dürften vermutlich auch eine wissenschaftliche Überprüfung überstehen. Theoretisch ist diese Ebene sogar die spannendste, denn der mikroskopische Kampf der Viren mit den Wirtszellen entscheidet ja über Wohl und Wehe der Passagiere. Verliert der Wirt, werden das Flugzeug und seine Insassen in ihrem Mausoleum für immer von der Bildfläche verschwinden. Auch bei den entsprechenden Diskussionen im Krisenstab ist Röskau nicht zimperlich: Selbstredend bleibt die vollständige Vernichtung der Maschine bis zum Schluss eine Option. Ein Happy End, prophezeit der GSG-9-Chef finster, gibt’s nur im Film. tpg.

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