Chloë Sevigny verteidigt Sex-Szene

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Fahrenheit 9/11 Poster

Es ist mal wieder soweit: Mit schöner Regelmässigkeit darf sich die amerikanische Gesellschaft über allzu deutliche Sex-Szenen aufregen.

Chleo Sevigny: "'Brown Bunny' ist wie ein Andy-Warhol-Film" Bild: Kurt Krieger

Und der Gewinner des Controversial-Awards dieser Tage ist nicht „Fahrenheit 9/11„, denn der bietet keine anstößige Erotik, sondern „The Brown Bunny“ von und mit Vincent Gallo („L.A. Without a Map„). Das Multitalent hat das Drehbuch selbst geschrieben, führt Regie und steht neben Ex-Freundin und Leinwandliebe Chloë Sevigny („Dogville„) vor der Kamera.

Ärger gibt es jetzt von Seiten amerikanischer Sittenwächter. Grund ist eine Oralsex-Szene zwischen den beiden Hauptdarstellern Gallo und Sevigny: Die Fellatio dauert über zehn Minuten und lässt nichts im Verborgenen. „Eine Schweinerei!“, schimpfen da die empörten Film-Kritiker.

Chloë Sevigny ergriff nun in der laufenden Diskussion das Wort: „Es ist eine Schande, dass die Leute so viel Mist schreiben, ohne den Film gesehen zu haben. Schaut ihn Euch an!“. Dann soll nämlich auch jedem verständlich werden, warum die besagte Szene essenziell für den Film ist. „Es handelt sich um Kunst - ähnlich einem Andy-Warhol-Film“, sagte die 29-jährige Amerikanerin.

Sex sells - was soll’s?

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Einige Filmkenner nennen das Movie bereits in einem Atemzug mit „Eyes Wide Shut“ oder „Irreversibel„. Letzterer sorgte im Jahr 2002 für Wirbel, weil die 15-minütige Film-Vergewaltigung von Monica Bellucci ungeschnitten und ungeschönt über die Leinwand lief. Damals sind die Leute scharenweise aus den vollbesetzen Lichthäusern gelaufen - der Ekel war einfach zu groß.

Das US-Publikum wird diese Woche noch seine erotische Schmerzgrenze erkunden können - mal sehen, wer rennt, wer pennt oder wer mit Spannung den Film verfolgt.

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