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F.T.W. - Tiefer als Haß

   Kinostart: 06.04.1995

Filmhandlung und Hintergrund

„In den letzten fünf Jahren habe ich keinen Film gemacht, der mir soviel bedeutet, wie „F.T.W.“ Möglich, daß Mickey Rourkes Begeisterung semantisch von der Aussagekraft dreier Konsonanten („Fuck The World“) beeinflußt wurde, aber letztlich waren es andere Qualitäten, die das Enfant terrible für diesen Neo-Western einnahmen. Zum einen darf sich Rourke nach seinen Fieslingen in „White Sands“ und „The Last Outlaw“...

Nach Verbüßung einer zehnjährigen Haftstrafe wegen Mordes trifft der ehemalige Rodeo- Champ Frank, auf die hübsche Scarlett. Während Frank versucht, wieder an den Ruhm vergangener Tage anzuknüpfen, verbessert Scarlett mit Banküberfällen die gemeinsame Haushaltskasse.

Frank T. Wells, ein ehemaliger Rodeochamp, wird nach zehn Jahren aus dem Knast entlassen, wo er wegen Totschlags einsaß. Als er versucht, wieder im Rodeozirkus Fuß zu fassen, kreuzt die junge Scarlett seinen Weg, die sich nach reinem mißglückten Raubüberfall auf der Flucht vor der Polizei befindet. Frank und Scarlett verlieben sich ineinander, doch als finanzielle Engpässe Schatten über das kurze Idyll werfen, greift Scarlett wieder zur Waffe und zieht auch Frank in den Strudel des Verderbens.

Rodeo-Version von „Natural Born Killers“ inklusive Cameo-Auftritten und gut inszenierten Shoot Outs, die diesen Thriller von Michael Krabelnikoff („Die wahren Bosse“) zu einem spannenden Vergnügen machen.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „In den letzten fünf Jahren habe ich keinen Film gemacht, der mir soviel bedeutet, wie „F.T.W.“ Möglich, daß Mickey Rourkes Begeisterung semantisch von der Aussagekraft dreier Konsonanten („Fuck The World“) beeinflußt wurde, aber letztlich waren es andere Qualitäten, die das Enfant terrible für diesen Neo-Western einnahmen. Zum einen darf sich Rourke nach seinen Fieslingen in „White Sands“ und „The Last Outlaw“ mal wieder von seiner sensibleren Seite zeigen. Zum anderen ermöglicht ihm „F.T.W.“ einen weiteren Auftritt in einem Genre, das wie kein anderes den amerikanischen Freiheitsbegriff im Kino definiert hat. Und der war für den Anpassungs-Phobiker Rourke so wichtig, daß er um ihn herum unter Pseudonym selbst eine Film-Story entwarf. Sein nach zehn Jahren Haft entlassener Ex-Rodeo-King Frank T. Wells ist das Ergebnis der nostalgischen Sehnsucht des Hollywood-Outlaws: Ein aus der Bahn geworfener, 100 Jahre zu spät geborener Draufgänger, der sich wieder in die Gesellschaft eingliedern möchte. Als ihm die wilde Scarlett (Lori Singer) über den Weg läuft, zeigt sich ihm ein Weg aus der Einsamkeit, der den Cowboy aber unausweichlich ins Verderben führt. Denn die emotional instabile Frau wird von der Polizei wegen eines Bankraubes gesucht, den ihr Bruder (Peter Berg) mit einem Blutbad enden ließ. Karbelnikoffs zweiter Spielfilm nach dem unfair gestraften „Die wahren Bosse“ widmet sich in seiner Expositon dem inzestuösen, von masochistischen Zügen geprägten Verhältnis der Geschwister, bevor sich in der Beziehung Singers zu Rourke eine Love-Story entwickelt, deren tragisches Ende vorgezeichnet ist. Publikumsfreundlich dabei vor allem die Naturkulisse Montanas, von Kameramann James L. Carter farbecht und ohne Gegenlichtschmiere eingefangen, sowie eine Dosis ästethisch präsentierter Erotik für all die Zuschauer, die nackte Haut in einem Neo-Western nicht auf Kühe und Pferde beschränkt sehen wollen. Daß Karbelnikoff in der letzten halben Stunde die Zügel etwas schleifen läßt, und die Versatzstücke großer Vorbilder immer deutlicher werden, wird die kommerziellen Chancen seines Filmes in unseren Kinos kaum beeinflussen. Für eine Cowboy-Ballade wie „F.T.W.“ ist deutscher Boden ohnehin ein hartes Pflaster. kob.
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