Filmhandlung und Hintergrund

Knochenbrecher Steven Seagal greift als knallharter Cop im Kampf gegen Polizeikorruption wieder ins Actiongeschehen ein.

Nach besonders rabiatem Einsatz bei der Rettung des Vizepräsidenten wird der unkontrollierbare Cop Orin Boyd als Verkehrspolizist ins 15. Polizeirevier von Detroit versetzt. Schnell entdeckt Boyd, dass Korruption und Intrigen an der Tagesordnung sind. Um aufzuräumen, schließt er sich mit dem scheinbaren Drogendealer Walker zusammen und nimmt den Kampf auf.

Schlechte Karten für Detective Orin Boyd vom Detroit Police Department: Obwohl er eben erst den Vizepräsidenten aus einem Terroristenhinterhalt freiballerte, versetzen ihn seine Vorgesetzten wegen fortgesetzter Disziplinlosigkeit in den verrufensten Bezirk der Stadt (und unter die Fuchtel einer Chefin!). Als er dort die Nase in die Arbeit unkoscherer Kollegen steckt und dabei einem polizeiinternen Dealerring auf die Schliche kommt, scheint sein Leben keinen Pfifferling mehr wert zu sein. Doch da naht Hilfe von unerwarteter Seite.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Exit Wounds - Die Copjäger: Knochenbrecher Steven Seagal greift als knallharter Cop im Kampf gegen Polizeikorruption wieder ins Actiongeschehen ein.

    Für seinen ersten Kinofilm (und ersten Film für Warner) seit „Fire Down Below“ aus dem Jahr 1997 (in Deutschland nur eine Videopremiere) entledigte sich Knochenbrecher Steven Seagal („Alarmstufe Rot“) nicht nur seines charakteristischen Zopfes, sondern auch etlicher Pfunde, die ihn zuletzt mehr knuddelig denn karateversiert wirken ließen. Vor allem will die zweite Zusammenarbeit des „Romeo Must Die“-Duos Andrzej Bartkowiak und Joel Silver die gleiche Zielgruppe ansprechen, die sich schon für Vorgänger begeisterte. Um das junge Crossover-Publikum anzuziehen, wurden diverse Schlüsselrollen mit schwarzen Schauspielern besetzt, darunter Rapper DMX, dessen Songs auch auf dem hochkommerziellen Hiphop-Soundtrack vertreten sind. Die Rechnung ging auf. Mit 19 Mio. Dollar Einspiel gelang der Sprung auf Platz eins der US-Charts, und Seagal durfte sich über das beste Startboxoffice seiner Karriere freuen.

    Gleich mit der bombastischen, von „In The Line Of Fire“ inspirierten Eröffnungssequenz, in der Seagals Figur, der unkontrollierbare Übercop Orin Boyd, den US-Vizepräsidenten vor einem Terroristenanschlag rettet, wird unmissverständlich demonstriert, dass es sich um eine gut geölte Maschine aus der Werkstatt von Überproduzent Joel Silver handelt. Hier wird geradlinige Standardaction inklusive Maschinengewehrhagel, Explosionen und blechverbiegende PS-Akrobatik mit Autos, Motorrad und Helikopter geboten. Die folgende Story basiert auf dem Roman eines ehemaligen Polizisten und thematisiert ein undurchsichtiges Netz aus Korruption und Intrigen beim 15. Polizeirevier in Detroit. Boyd wird für seine Kamikaze-Rettungsaktion mit einer Versetzung und Beförderung zum Verkehrspolizisten belohnt. Die neue Revierchefin ist jung, attraktiv und mit Minirock bekleidet und dient zudem als angedeuteter Love Interest. Dass es hier nicht um Lumetsche Authentizität geht, machen weitere zwar gefällig anzusehende, aber nicht unbedingt schlüssige Handlungsdetails deutlich. Aber den Filmemachern geht es nicht um schlüssige Plotkonstruktion, sondern primär um das Auffahren eines unverwüstlich soliden Actiongeschützes, das man spüren und nicht intellektuell beleuchten soll. Visuelle Spielereien, wie sie Regisseur Bartkowiak in seinen Debütfilm „Romeo Must Die“ stilvoll und gewinnbringend einzuflechten verstand, bleiben diesmal auf der Strecke. Wenn auch das Hiphop-Element erneut prominent vertreten ist und es zudem ein Wiedersehen mit einigen „Romeo“-Mitspielern gibt (neben DMX ist auch Anthony Anderson wieder mit dabei), ist der Folgefilm des Kamera-Asses Bartkowiak insgesamt gesetzter und konventioneller. Seagal wirkt im Vergleich zur schnellfüßigen Hongkong-Granate Jet Li wie eine stoische Kampfwalze, und eine gewisse Gemächlichkeit seiner Martial-Arts-Einlagen ist trotz des blitzschnellen Schnitts nicht zu übersehen. DMX porträtiert den scheinbaren Drogendealer Latrell Walker mit all den einhergehenden stereotypen Statussymbolen, um später eine unerwartete Identität zu offenbaren. Für den befreienden Humor sind Anderson (einer von Jim Carreys Söhnen in „Ich beide und sie“) als Walkers Handlanger T.K. und Tom Arnold („True Lies“) als TV-Moderator mit Selbstbeherrschungsproblemen zuständig. Alles dran also an diesem grundsoliden Genreprodukt, in dem Originalität mit der Lupe gesucht werden darf. Das umfangreiche Genrepublikum wird sich gut amüsieren. Und nach lukrativer Kinoauswertung wird „Exit Wounds“ ein langes, gesundes Leben in den Top Fünf der Videocharts erwarten. ara.

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