Filmhandlung und Hintergrund

Basierend auf dem gleichnamigen Musical von Andrew Lloyd Webber inszenierte der Brite Alan Parker dieses musikalische Kostümepos mit Pop-Ikone Madonna in der Titelrolle.

Evita wächst in einer abgelegenen, argentinischen Bauerngemeinde auf, wo sie früh schlechte Erfahrungen mit staatlicher Repression sammelt. Später lernt sie als gefeierte Sängerin und Schauspielerin in Buenos Aires den aufstrebenden Jungpolitiker Juan Peron kennen und lieben. An seiner Seite wird sie zur einflußreichen First Lady des Landes und engagiert sich bis zu ihrem frühen Tod vehement für die Armen und Unterdrückten.

1926 in dem kleinen Pampas-Dorf Junin geboren, zieht Eva Duarte als Teenager nach Buenos Aires, wo sie an der Seite des Tango-Sängers Augustin Magaldi schnell zur populären Sängerin und Schauspielerin avanciert. Die junge Frau erhält Zugang zur einflußreichen Gesellschaft und lernt den aufsteigenden Politiker Juan Peron kennen, den sie heiratet, als dieser zum Präsidenten gewählt wird. Evita, wie sie vom Volk liebevoll genannt wird, nimmt schon bald maßgeblichen Einfluß auf die Geschicke Argentiniens und wird durch ihren frühen Tod zum Mythos.

Episch breit angelegte Verfilmung von Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical, in dem Pop-Ikone Madonna als „Evita“ eine tolle Vorstellung abliefert. Latin-Lover Antonio Banderas überzeugt als sarkastischer Revolutionär Che, der eine wunderschöne Tanz-Szene mit Evita teilt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Evita: Basierend auf dem gleichnamigen Musical von Andrew Lloyd Webber inszenierte der Brite Alan Parker dieses musikalische Kostümepos mit Pop-Ikone Madonna in der Titelrolle.

    Andrew-Lloyd-Webber-Fans brauchen nicht um „Evita“ zu weinen. Alan Parker hat das Erfolgsmusical aus dem Jahr 1978 mit einem Höchstmaß an Aufwand als beeindruckendes Monumental-Spektakel auf die Leinwand gezimmert und die Struktur der Rockoper dabei weitgehend intakt behalten. Das große Fragezeichen bleibt, wie die Kinofans auf diese Extravaganz reagieren werden, die über mehr als zwei Stunden hinweg von der pompösen Musik vorangetrieben wird und nahezu ohne Dialoge auskommen muß. Der Ereignischarakter, ein vorab ausgekoppelter Soundtrack und eine glamouröse Vorstellung von Madonna haben das Interesse im Vorfeld jedenfalls kräftig angeheizt.

    So ähnlich hätte wohl „Cleopatra“ ausgesehen, wenn das exzentrische Regiegenie Ken Russell das Mammut-Melodram Mitte der siebziger Jahre inszenieren hätte dürfen. Tatsächlich erinnert „Evita“ weniger an klassische Musicals, in denen einzelne Lieder in den Dialog eingebettet wurden, um emotionale Höhepunkte entsprechend imposant umzusetzen, denn an Russells verrückte, ausufernde Adaptation der Rockoper „Tommy“ von The Who. Um die bisweilen mit infernalischer Wucht darniederprasselnde Musik, in der Supertramp-artige Rockhymnen einander abwechseln mit populistisch angehauchter argentinischer Folklore, adäquat bebildern zu können, hat Alan Parker vor keinem noch so großen Massenauflauf zurückgeschreckt und kein noch so kitschiges Szenario ausgespart: Leni Riefenstahl goes Popart war augenscheinlich das Motto für die Umsetzung der Lebensgeschichte der Eva Peron, die mit eiskalter Berechnung vom Aschenbrödel zur mächtigsten Frau des Landes aufsteigt, um schließlich im Alter von 33 Jahren an Krebs zu sterben. Biografische Eckdaten oder politische und soziale Hintergründe spielen bei „Evita“ jedoch bestenfalls eine untergeordnete Rolle: Hier kommt es auf den Oberflächenreiz an, der mit einem Mindestmaß an Information seine Wirkung erzielt. Indem er seine Emotion im Powerplay der Gigantomanie jedoch nur mit Wucht erzielen kann, ohne einen dezidierten Einblick in das Innenleben der „Evita“ geben zu wollen, bleibt dieses Feuerwerk trotz aller Pracht häufig kühl und unnahbar.

    Eingerahmt vom Tod der vom Volk abgöttisch geliebten Eva Peron führt Antonio Banderas nach einer knapp zehnminütigen, gewaltigen Ouvertüre durch die diversen Lebensstationen der Titelheldin. Von ihren bescheidenen Anfängen als Bauerntochter über ihre wilden Jahre, in denen sie die Männer benutzt, um die soziale Leiter in Buenos Aires nach oben zu klettern, bis zur Hochzeit mit dem politischen Emporkömmling Juan Peron zieht sich der Film mit visueller Grandezza und atemlosem Tempo. Banderas übernimmt als Conferencier die Rolle des kleinen Mannes, der Evitas Aufstieg folgt, bis er sich, angewidert von ihrer egoistischen Sucht nach Macht, Ruhm und Reichtum, von ihr abwendet. Hier findet sich das spannendste, wenn auch nur leise angedachte Motiv des Films: Evitas innerer Kampf, hin- und hergerissen zu sein zwischen ihrer Anteilnahme am Schicksal des Volkes und ihrer Lust an Luxus, setzte Parker als herrliche Dreiecksgeschichte in Szene, die ihren Höhepunkt in einem leidnschaftlichen Tango zwischen Madonna und Antonio Banderas findet.

    So subtil ist „Evita“ jedoch nur selten: Auch wenn der Film keine Sekunde lang langweilig ist, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß zwischen all den Massenaufmärschen und Ansprachen und politischen Empfängen eine wirklich bewegende Geschichte steckt, die sich der Film zu erzählen weigert. Diese Kritik könnte sich aber an der Kinokasse als Erbsenzählerei erweisen, wenn das Publikum bereit ist, sich auf die unkonventionelle Form von „Evita“ einzulassen und über zwei Stunden hinweg von Musik beschallt zu werden. ts.

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