Seit dem 5. September 2019 läuft „ES Kapitel 2“ in den deutschen Kinos. Darin ist Eddie Kaspbrak einer der Leidtragenden im Club der Verlierer, so wie in Stephen Kings Roman „Es“. Jahrelang wurde er von seiner Mutter immer wieder zurückgehalten, bevor er sich schließlich gegen sie behaupten konnte. Dasselbe passiert ihm jedoch wieder als Erwachsener mit seiner Ehefrau. Doch beim genauen Hinsehen offenbart der Film noch mehr Gemeinsamkeiten zwischen Mutter und Ehefrau.

In Stephen Kings Roman „Es“ ist man nicht ohne Grund ein Mitglied im Club der Verlierer. Jedes Kind des Clubs hat irgendwelche Probleme, so auch Eddie Kaspbrak. Der Junge wurde von seiner Mutter in gewisser Weise einer Gehirnwäsche unterzogen. Die jahrelange Verabreichung von Placebos ließ ihn glauben, dass die Welt ein einziger Gefahrenort sei und er nur Zuhause bei seiner Mutter Zuflucht fände. Scheinbar hat die Manipulation gewirkt. Denn obwohl Eddie die Absichten seiner Mutter mit der Hilfe seiner Freunde doch schneller durchschauen konnte, als sie wohl geahnt hätte, kam er insgeheim wohl nie ganz von ihr los.

Im Film sind Eddies Mutter und Ehefrau ein- und dieselbe Person

In Stephen Kings Roman wird beschrieben, dass Eddies Ehefrau Myra ein Abbild seiner Mutter sei. Obwohl er sich damals als Kind von den Fesseln seiner Mutter lösen konnte, steht er nun unter dem Befehl seiner Frau. Wie seine Mutter ist auch sie eine viel zu ängstliche Frau, die Eddie wieder mit mehr Regeln als Freiheiten konfrontiert, was schließlich auch bedeutet, dass sie ihm die spätere Rückkehr nach Derry verbietet, als Pennywise sein Comeback ankündigt.

Die Ähnlichkeit zwischen Mutter und Ehefrau war im Film tatsächlich nicht zu übersehen, denn Andy Muschietti besetzte in „ES Kapitel 2“ dieselbe Schauspielerin für beide Rollen. Molly Atkinson verkörpert sowohl Myra Kaspbrak als auch Sonia Kaspbrak, die Mutter von Eddie. Die Transformation fällt dabei gar nicht auf, wenn man es nicht weiß. Wahrscheinlich hat Atkinson dafür auch eine erhebliche Veränderung durchmachen müssen, von der sehr rundlichen Sonia zu der schlanken Myra.

Mit der Besetzung durch dieselbe Schauspielerin gelingt natürlich die äußerliche Ähnlichkeit zwischen den beiden Frauen perfekt und würde auch erklären, warum Eddie auch wieder dieselben Erfahrungen machen muss. Es ist zwar einerseits ein kluger Schachzug von Andy Muschietti gewesen, aber dieser kann natürlich auch zu Interpretationen führen, die wir hier wohl besser nicht weiterführen. Ob sich Eddie jedoch abermals gegen den Willen einer Frau durchsetzen kann und seinen Freunden zu Hilfe eilt, könnt ihr seit dem 5. September 2019 im Kino sehen.

Euch interessiert mehr die TV-Verfilmung von „Es“? Dann seht hier, was aus den damaligen Darstellern geworden ist.

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Was wurde aus den Darstellern des „Es“-TV-Films von 1990? So geht es ihnen heute

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