Filmhandlung und Hintergrund

Parabelhafter Science-Fiction-Film um Menschen, die als Beobachter auf einem Planeten wirken sollen, auf dem mittelaterliche Verhältnisse herrschen.

Der Planet Arkanar ist der Erde sehr ähnlich, wie das Team von Wissenschaftlern rund um Don Rumata (Leonid Yarmolnik) feststellt, als es auf diesem eintrifft. Der große Unterschied liegt jedoch in der Entwicklungsstufe. Die Gruppe vom Planeten Erde ist die moderne, größtenteils zivilisierte Welt gewohnt und sieht sich auf Arkanar einem geschätzten historischen Rückstand von 800 Jahren gegenüber. Dem Titel des Filmes entsprechend stellt sich nun die Frage: Wollen sie Gott spielen? Wollen sie das Wissen der Erde an einen anderen Planeten weitergeben, der noch unbehelligt von Problemen wie Terrorismus, ausbeutendem Kapitalismus oder den modernen, anhaltenden Religionskriegen ist? Kann man solche Entwicklungen überhaupt verhindern? Deutlich unmittelbarer werden ihre Probleme jedoch, als die sich wohl im Mittealter befindliche Bevölkerung damit beginnt, ihre Intellektuellen und Gelehrten abzuschlachten. Ihr Vorhaben, sich nicht in den natürlichen Lauf einzumischen, wird zunehmend schwieriger. Zwar können sie sich aus den Kämpfen raushalten, indem sie die Bewohner glauben machen, sie seien Nachfahren dortiger Gottheiten, doch besonders Don Rumata hat Probleme, sich an die eigenen Anweisungen zu halten. „Es ist schwer, ein Gott zu sein“ ist die Adaption der Buchvorlage der Strugatsky-Brüder Arkadi und Boris. Das Buch mit dem Titel „Es ist nicht leicht ein Gott zu sein“ erschien 1964 und wurde 1989 bereits von Peter Fleischmann verfilmt. Regisseur Aleksei German drehte über sieben Jahre, zwischen 2000 und 2006. Doch als wäre das nicht genug, verschlang die Postproduktion weitere fünf Jahre. Bevor er den Film beenden konnte starb Regisseur German im Frühjahr 2013. Seine Frau Svetlana Karmalita und Sohn Alexei German Jr. stellten den Film schließlich fertig, indem sie sich am Schnitt und Ton beteiligten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Ein dreistündiges Monstrum von einem Film, das extrem schwer zugänglich ist.
    2. Es ist schwer, ein Gott zu sein: Parabelhafter Science-Fiction-Film um Menschen, die als Beobachter auf einem Planeten wirken sollen, auf dem mittelaterliche Verhältnisse herrschen.

      Wie soll man der Verlockung widerstehen, ein Gott sein zu können?

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