Es begab sich aber zu der Zeit ...

  1. Ø 3
   2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Es begab sich aber zu der Zeit ...: An die Bibel angelehnte Weihnachtsgeschichte, die erstmals mit einer blutjungen Maria vom Wunder der Geburt Christi erzählt.

Vor knapp 2000 Jahren ließ der römische Kaiser Augustus die erste Volkszählung der Geschichte durchführen. In der besetzten jüdischen Provinz Galiläa müssen Zimmermann Joseph (Oscar Isaac) und seine hochschwangere Verlobte Maria (Keisha Castle-Hughes) von Nazareth nach Bethlehem aufbrechen, dem Heimatort des Familienvaters. Dort gewährt ihnen niemand Unterkunft. In einem notdürftig bezogenen Nachtlager setzen Marias Wehen ein und sie gebiert einen Sohn, von dem beide sich nicht träumen lassen, dass er eines Tages die Welt für immer verändern wird.

Die erbauliche Antwort auf „Die Passion Christi“ liefert Catherine Hardwicke, die sich mit ungeschminkten Jugendfilmen wie „Dreizehn“ einen Namen machte. Jesu bibeltreue Geburtsgeschichte dürfte sich heuer zum ultimativen Weihnachtsfilm mausern.

Maria ist noch ein Kind, als sie Joseph heiraten muss. Doch ihre Rolle in diesem Leben geht weit über dieses Arrangement hinaus. Ein Engel verkündet ihr, sie werde Gottes Sohn gebären. So wird sie unberührt schwanger und dennoch in Nazareth als Gefallene geächtet. Auch ihr Mann zweifelt an ihr, bis auch ihm die Zukunft gewiesen wird. Auf der Reise nach Bethlehem erfüllt sich das Schicksal des Paares.

Maria ist noch ein Kind, als sie Joseph heiraten muss. Doch ihre Rolle in diesem Leben geht weit über dieses Arrangement hinaus. Ein Engel verkündet ihr, sie werde Gottes Sohn gebären. So wird sie unberührt schwanger und dennoch in Nazareth als Gefallene geächtet. Auch ihr Mann zweifelt an ihr, bis auch ihm die Zukunft gewiesen wird. Auf der Reise nach Bethlehem erfüllt sich das Schicksal des Paares: Aller ihnen entgegen schlagenden Ablehnung zum Trotz bringt Maria einen Sohn zur Welt.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Die Geschichte von der Geburt Jesu wird hier so bibeltreu erzählt wie nur irgend möglich. Auch auf ästhetische Anspielungen aus der religiösen Kunst der letzten 2000 Jahre - also auf einen riesigen Fundus an Bildern, Symbolen und Konventionen - wird hier weitgehend verzichtet. Statt dessen wird scheinbar naiv die Geschichte von Marias unbefleckter Empfängnis, der Reise von Maria und Joseph nach Bethlehem, der Pilgerfahrt der drei Weisen aus dem Morgenland, der Krippe im Stall und der Flucht nach Ägypten mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln dargestellt.

    Dabei wurde offensichtlich viel Wert auf die historisch korrekten Details in der Ausstattung gelegt. Mit Ausnahme des Engels Gabriel, der ein wenig zu gespenstisch wirkt, sind die Rollen überzeugend besetzt worden. Keisha Castle-Hughes wirkt als Maria zugleich verletzlich und innerlich stark, und Oscar Isaac gelingt das Kunststück, den Joseph nicht wie einen leichtgläubigen Ehemann aussehen zu lassen.

    Aber der Film psychologisiert ja auch nicht. Statt dessen handeln hier eher mythische Figuren, und so wird Herodes von Ciaran Hinds als ein unmenschlicher überlebensgroßer Tyrann gespielt. Die drei Weisen sind von fast schon überlebensgroßer Klugheit und Güte. Zwischentöne sucht man in diesem Film vergebens. Es wurde auch keine Nebenhandlung eingeführt, die etwa für etwas mehr Spannung oder Komik hätte sorgen können.

    Die Filmemacher wollen hier den rechten Weg der heiligen Schrift nicht verlassen, versuchen auch nicht etwa durch originelle Regie Einfälle sich selber in den Vordergrund zu spielen. In diesem Film soll auf eine möglichst anrührende und fromme Art und Weise die Weihnachtsgeschichte erzählt werden, dass er dabei dem religiösen Kitsch gefährlich nahe kommt, lässt sich bei solch einem Projekt kaum vermeiden.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Eigentlich seltsam, dass es in der Fülle von Bibelfilmen keine einzige Verfilmung der Weihnachtsgeschichte gibt. Vielleicht mag es daran liegen, dass der Stoff in Lukas- und Matthäus-Evangelium eher dünn ist. Nur wenig ist darin über die Figuren und ihre Charaktere zu erfahren oder über die Umstände, die sie in den berühmten Stall in Bethlehem führten.

    Drehbuchautor Mike Rich und Regisseurin Catherine Hardwicke sind daher sichtlich bemüht, den Figuren in „Es begab sich aber zu der Zeit…“ eine eigenständige Persönlichkeit zu verleihen und Bezüge zur heutigen Lebenswelt aufzuzeigen (die Frage nach der Liebesheirat wird sich vor über 2000 Jahren wohl eher selten gestellt haben). Aus dem Zimmermann Joseph (Oscar Isaac) wird ein bodenständiger, großherziger junger Mann, aus Maria (Keisha Castle-Hughes) eine verspielte, wenn auch nachdenkliche und besonnene Jugendliche, die eigentlich einen Mann heiraten will, den sie liebt. Doch die schlechte Ernte und die hohen Steuern, die König Herodes fordert, zwingen Marias Eltern dazu, die Tochter möglichst bald zu verheiraten.

    Besonders die Szenen in Nazareth kommen relativ realistisch daher, zeigen einfache Steinhäuser und schlammigen Wege, die im Kontrast zum prunkvollen Palast des Herodes stehen. Hartewicke versucht über weite Strecken, den Film nicht mit christlicher Symbolik zu überladen sondern die Figuren als ganz „normale“ Menschen mit Zweifeln und Schwächen darzustellen. Immer wieder gibt es Momente, in denen die Figuren Witze reißen, vor allem die heiligen drei Könige sind als humorvolles Grüppchen sich immer wieder kabbelnder Wissenschaftler mit spezifischen Schrullen und Marotten dargestellt. Im Gegensatz dazu stehen jedoch die pompöse, bedeutungsschwangere Musik und der immer wieder geheimnisvoll glühende Engel Gabriel. Offen bleibt auch die Frage, ob oder welche Bedeutung diese antike Erzählung vielleicht auch für nicht-religiöse Menschen in der Gegenwart noch haben kann.

    Fazit: Hätte Mel Gibson diesen Film gedreht, es wäre sicher schlimmer gekommen. So aber ist es ein beschaulicher, um Realismus bemühter Weihnachtsfilm ohne großen missionarischen Eifer oder große Aufreger geworden, der allerdings unter der pompösen Musik leidet. Leicht verdauliche Kost.
  • Erstmals abendfüllend im Kino: Die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive der Jungfrau Maria.

    Nach zwei Dramen über jugendliche Erlebniswelten springt Catherine Hardwicke vom Skateboard zur Olivenpresse. Die Vitalität von „Dreizehn“ und „Dogtown Boys“ wird abgelöst von einem andächtigen Erzählton, der sympathisierende Blick auf die Zeit des Ausbruchs von einer Reise in die Demut. Das Intro zur größten Geschichte aller Zeiten, das mit der Geburt Christi endet, blieb bisher TV-Filmen wie Madeleine Stowes Kameradebüt „The Nativity“ vorbehalten. Diese cineastische Lücke und der Erfolg von „Die Passion Christi“ gaben wohl den Anstoß für den Film, dessen innovativer Aspekt die Jugend der Hauptfigur ist. In Anlehnung an Franco Zeffirelli, der „Romeo und Julia“ mit der 15-jährigen Olivia Hussey drehte, besetzt Hardwicke ihre Mariengeschichte mit der 16-jährigen Keisha Castle-Hughes, die in bizarrer Parallelität 2007 tatsächlich ein Kind erwartet. Im Unterschied zu „Whale Rider“, ihrem Oscar-nominierten Debüt, kann die Australierin als Maria nicht lebhaft und kämpferisch sein, muss sich zurücknehmen und entsprechend der biblischen Folie ihrem Schicksal fügen. So wird sie nüchtern und freudlos mit Joseph verheiratet, erfährt in einem Olivenhain durch einen Engel ihre Bestimmung, akzeptiert das Wunder ihrer Empfängnis, als Cousine Elisabeth trotz ihres hohen Alters ein Kind erwartet. Als Maria nach monatelangem Aufenthalt bei Elisabeth nach Nazareth zurückkehrt, schockt ihre Schwangerschaft die Eltern, Joseph und die Nachbarn. Weil der Glaube bei dieser Geschichte im Vordergrund steht, verzichtet Maria auf das Naheliegende, den Beweis der Unberührtheit, und nimmt die Ächtung in Kauf. Als Josephs Zweifel durch eine Erscheinung beseitigt werden, verlässt das Paar Nazareth, erfüllt sich nach beschwerlichem Weg in Bethlehem die Prophezeiung.

    Hier entfaltet der in Italien und Marokko gedrehte Film seine größten Schauwerte, wird die geographische auch zu einer spirituellen Reise. Für kurze Actionmomente sorgen giftige Vipern, auch menschliche wie König Herodes, dessen Steuereintreiber und Säuglingsmörder sporadisch in Nazareth einfallen. In diesen und anderen Szenen vermisst man größere Intensität, ergibt sich der schön fotografierte, authentisch ausgestattete Film seinen Botschaften. Eine ungewöhnliche Rolle als comic relief fällt den drei Weisen aus dem Morgenland zu, die als Kamelkumpel durch die Wüste ziehen. „Es begab sich aber zu der Zeit“ beginnt naturalistisch, nimmt aber eine Wende zur wundersamen Lightshow, bei der sich bedeutungsschwere Bibel-Statements häufen. Schon jetzt darf man dem Film im Religionsunterricht eine Schlüsselrolle vorhersagen, die ihm auch im Kino zufallen könnte. Denn auch dort gibt es Wunder, wie die Erfolge von „Luther“ und „Die Passion Christi“ belegen. kob.

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