Filmhandlung und Hintergrund

Wenn man soeben von einer Lawine überrollt worden ist und eine verschüttete Hütte die einzige Zuflucht bietet, sollte die letzte Hoffnung nicht gerade ein gesuchter Serienmörder sein. Genau das aber ist die Zwickmühle, in der sich Polizistin Leah (Claudia Michelsen) befindet. Das jüngste Opfer des Killers, der den ausnahmslos weiblichen Leichnamen mit chirurgischer Präzision das Herz zu entfernen pflegt, ist Leahs...

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  • Wenn man soeben von einer Lawine überrollt worden ist und eine verschüttete Hütte die einzige Zuflucht bietet, sollte die letzte Hoffnung nicht gerade ein gesuchter Serienmörder sein.

    Genau das aber ist die Zwickmühle, in der sich Polizistin Leah (Claudia Michelsen) befindet. Das jüngste Opfer des Killers, der den ausnahmslos weiblichen Leichnamen mit chirurgischer Präzision das Herz zu entfernen pflegt, ist Leahs Schwester gewesen; kein Wunder, dass Schmerz und Rachsucht ihren Spürsinn vernebelt haben. Bose (Fritz Karl), der mutmaßliche Mörder, geriet in ihr Visier, weil alle Opfer Kundinnen in der Apotheke waren, für die er arbeitet. Doch es gibt eine weitere Gemeinsamkeit: Sie waren außerdem ausnahmslos Patientinnen von Jan Meinert (Herbert Knaup), dem Besitzer der Jagdhütte. Das allerdings macht Leahs Lage nun noch komplizierter, denn neben einer jungen Frau ist ausgerechnet Meinert der vierte im Bunde in der Hütte. Wem soll sie trauen?

    Anders als der typische Hitchcock-Krimi, in dem ein zu Unrecht Verdächtigter seine Unschuld beweisen muss, wird „Entscheidung im Eis“ lange Zeit ausschließlich aus Sicht der Polizistin erzählt. Damit nimmt sich Autor Timo Berndt natürlich die Chance, eine doppelte Spannung aufzubauen: hier die Jagd auf den vielleicht falschen Mörder, dort dessen verzweifelte Bemühungen, den echten Killer aufzuspüren. Das ist vor allem deshalb schade, weil die alpinen Szenen im Ötztal hinter Innsbruck in etwa so spannend sind wie ein Skispringen. Da donnert zwar recht imposant eine Lawine zu Tal, doch wie wenig Thrill der Schneekrimi darüber hinaus zunächst zu bieten hat, zeigt sich unter anderem daran, dass das Naturereignis kurz darauf noch mal zur Spannungssteigerung herhalten muss.

    Deutlich besser gelungen sind Regisseur Jörg Grünler („Antonia“) die kammerspielartigen Szenen in der Hütte. Die Konstellation ist in der Tat packend: zwei potenzielle Mörder, zwei potenzielle Opfer. Bose versucht mit allen Mitteln, die Polizistin von seiner Unschuld zu überzeugen. Gleichzeitig muss sich das Quartett, will es nicht erfrieren, einen Weg aus der Hütte graben; man ist also aufeinander angewiesen. Gesteigert wird die Spannung durch einen parallelen Handlungsstrang, in dem Leahs väterlicher Freund Mertens (Bernd Stegemann) herausfindet, wer der wahre Mörder ist, und nun mit wachsender Verzweiflung nach seiner Kollegin sucht. tpg.

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