Filmhandlung und Hintergrund

Der Sat.1-Film ist eine schöne Aschenputtel-Komödie mit Anna Fischer als Modedesignerin aus dem Plattenbau, die auf dem Sprung zur großen Karriere Opfer einer Intrige wird. Die Komödie erzählt eine Aschenputtelgeschichte und braucht dafür nur einen Schnitt: Mandy Mutschke (Anna Fischer) aus dem Berliner Plattenbau macht ihren Traum wahr und wird Teil der New Yorker Designerwelt. Jahre später kehrt sie als Mia...

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Kritikerrezensionen

  • Der Sat.1-Film ist eine schöne Aschenputtel-Komödie mit Anna Fischer als Modedesignerin aus dem Plattenbau, die auf dem Sprung zur großen Karriere Opfer einer Intrige wird.

    Die Komödie erzählt eine Aschenputtelgeschichte und braucht dafür nur einen Schnitt: Mandy Mutschke (Anna Fischer) aus dem Berliner Plattenbau macht ihren Traum wahr und wird Teil der New Yorker Designerwelt. Jahre später kehrt sie als Mia Milana anlässlich einer Modewoche mit ihrer Mentorin Agnes van Beuyten (Nadja Auermann) nach Berlin zurück. Weil die fiese Chefin ahnt, dass die junge Frau zu einer ernsthaften Konkurrentin werden könnte, gibt sie Mias aufsehenerregende Entwürfe als eigene Ideen aus und sorgt dafür, dass die Kollegin keinen Zutritt mehr zur Modenschau erhält. Frustriert und gedemütigt muss Mia, nun wieder Mandy, in ihre „Platte“ zurück. Mehrere zunächst vielversprechende Anläufe, doch noch irgendwie mit einer über Nacht entworfenen eigenen Kollektion an der Show teilnehmen zu können, scheitern an Agnes‘ intriganter Bosheit. Es dauert eine Weile, bis die junge Designerin mit Hilfe ihrer alten Freunde erkennt, dass sie zu ihren Wurzeln stehen muss: nicht Mia, sondern Mandy ist der Schlüssel zum Erfolg.

    Jan Markus Linhof, der für Sat.1 schon die amüsante Komödie „Super-Dad“ (2015) gedreht hat, muss bei der Umsetzung dieser schönen Geschichte nicht mal ein besonderes Tempo vorlegen, um sie kurzweilig zu erzählen. Die Autorinnen Johanna Rubinroth und Eva Strasser nehmen sich bei ihrem ersten verfilmten Drehbuch genauso viel Zeit, wie die Handlung braucht. Dass der Film funktioniert, ist jedoch vor allem seiner Haltung gegenüber den Figuren zu verdanken. Natürlich sind die von der fiesen Star-Designerin repräsentierten Modeleute die Bösen, aber das macht die anderen nicht automatisch liebenswert. Klugerweise haben die Autorinnen darauf verzichtet, Mandys Mitmenschen romantisch zu überhöhen. Nach dem offenbar frühen Tod ihrer Mutter, einer Schneiderin, ist das Mädchen bei seiner Großmutter aufgewachsen, doch Oma Sylvi (Gitta Schweighöfer) lässt die Enkelin erst mal kühl abblitzen und nötigt sie zur Arbeit in ihrem „Bulettenparadies“.

    Weil „Entdecke die Mandy in dir“ nicht nur eine Erfolgs-, sondern auch eine Liebesgeschichte ist, gibt es noch Leo, Mandys früheren Freund. Er hat ihr damals sogar einen Antrag gemacht, aber dann hat sie Panik bekommen und ist abgehauen. Steve Windolf verkörpert den Mechaniker mit dem Kuschelblick fast ein bisschen zu knuffig für ein Leben in der Platte; Leos Kumpel Dennis (Eko Fresh) und Mandys ehemalige beste Freundin Jolene (Carol Schuler) wirken deutlich authentischer. Das Quartett war einst unzertrennlich, und da man früh ahnt, wer Jolenes neunjährige Tochter Jenny gezeugt hat, ist vor dem Beginn des letzten Akts alles am Ende: Mit einem letzten Trumpf zerschmettert Agnes sämtliche Hoffnungen Mias, sich doch noch irgendwie in die Fashion-Show zu mogeln; und das Beziehungsfeuer zwischen ihr und Leo, kaum neu entfacht, scheint schon wieder erloschen. Mindestens so viel Spaß wie Anna Fischer machen die Mädels an Mias Seite, Jolenes ältere Tochter Cheyenne und ihre Freundin Rehana (Cosima Henman, Sulaika Lindemann). Die beiden geben auf YouTube Styling- und Fashiontipps und sind derart liebevoll gezeichnete Parodien prolliger Teenagermädchen, dass die Szenen mit ihnen zu den schönsten des Films gehören. An ihnen zeigt sich auch die Haltung des Films: Die Mädchen sind zwar immer wieder unfreiwillig komisch, aber keine Witzfiguren. tpg.

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