Endlich Witwe

  1. Ø 3
   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Endlich Witwe: Komödie um eine Frau, die nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes den Konventionen gehorcht, statt mit dem heimlichen Geliebten ein neues Leben anzufangen.

Anne-Marie (Michèle Laroque) ist mit dem reichen Schönheitschirurgen Gilbert (Wladimir Yordanoff) verheiratet. Ihr mangelt es materiell an nichts, aber die Ehe ist erloschen. Deshalb ist sie nicht gerade unglücklich über ihre neu gewonnene Freiheit, als Gilbert bei einem Autounfall umkommt. Doch statt mit ihrem heimlichen Geliebten Leo (Jacques Gamblin) neu beginnen zu können, muss sie Gilberts fürsorglicher Familie die trauernde Witwe vorspielen.

Berührende Komödie von Isabelle Mergault, die mit Charme und Witz nach ihrem Erfolg „Sie sind ein schöner Mann!“ abermals zu begeistern weiß. Geplagt von fürsorglichen Verwandten, muss eine junge Witwe lernen, dass es sich lohnt, für die eigenen wahren Gefühle einzustehen.

Anne-Maries Lover Léo möchte nach zwei Jahren Versteckspiel Klarheit und sie mit nach Hongkong nehmen, wo er einen Job in Aussicht hat. Doch bevor Anne-Marie ihren Gatten, einen gelangweilten Schönheitschirurgen, verlassen kann, stirbt der bei einem Autounfall. Statt China steht Chaos auf dem Programm, die Verwandtschaft samt Sohnemann reist an, um der gar nicht so traurigen Witwe beizustehen. Die Lady in Black erfüllt jedoch brav die Erwartungshaltungen, statt ihren Léo zu präsentieren.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die romantische Komödie „Endlich Witwe“ von Isabelle Mergault handelt von einer Frau, deren Sohn längst aus dem Haus ist und die aus ihrer unglücklichen Ehe eigentlich ausbrechen könnte. Aber sie hat nicht den Mut dazu, und spielt lieber ein kompliziertes Versteckspiel, in dem der Ehemann nicht erfahren darf, dass sie ein Handy hat, weil das für die Anrufe ihres Geliebten bestimmt ist. Aber dann geraten die Dinge in Bewegung, weil Werftarbeiter Léo mit seiner Anne-Marie nach Hongkong gehen will.

    Die Komödie bezieht ihren Reiz zunächst aus den unterschiedlichen Milieus, in denen Anne-Marie und Léo zuhause sind. Madame Gratigny ist die wohlhabende Gattin eines Schönheitschirurgen mit Haus am Meer. Léo ist der Werftarbeiter, der von seinem Boot aus Möwenschreie imitiert, damit Anne-Marie, nicht aber die Haushälterin aus dem Fenster der Villa schaut. Genüsslich malt der Film sowohl die unterkühlte Atmosphäre bei den Gratignys aus, mit dem zynischen Ehemann, der zu seinem weißen Pudel netter ist als zu seiner Frau, und das einfache Milieu auf der Werft, wo Léo und seine Kollegen kein Blatt vor den Mund nehmen.

    Der Film ist eigentlich mehr burleskes Theater mit slapstickhaften Verwicklungen und sucht seinen Witz häufig in der Übertreibung. Anne-Marie ist äußerst unbeholfen, wenn sie ihrer Haushälterin erklären will, wie das Handy, das sie gar nicht hat, in den Wäscheschrank gekommen ist. Oder was der Schuh in ihrer Manteltasche soll. In diesen bühnenhaften Szenen deklamiert Michèle Laroque, die Darstellerin der Anne-Marie, ihren Text überbetont und verleiht seiner Betulichkeit damit einen gewissen Charme.

    In anderen Szenen jedoch unterhält die Komödie mit frischer Situationskomik und Dialogwitz, zum Beispiel, wenn Anne-Maries Sohn Christophe sie mit Geschichten über ihren verstorbenen Ehemann nervt, anstatt sie damit zu trösten. Das größte Plus von „Endlich Witwe“ aber sind die beiden Hauptdarsteller. Michèle Laroque ist eine attraktive Schauspielerin, die ihrer Figur Anmut und Wärme verleiht und sie bei aller Tollpatschigkeit nicht lächerlich wirken lässt. Jacques Gamblin spielt Léo mit großer Lebendigkeit und natürlicher Würde.

    Fazit: Komisches Versteckspiel einer Frau, die ihren Geliebten vor der Familie verheimlichen will.
  • Komödie um eine Frau, die nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes den Konventionen gehorcht, statt mit dem heimlichen Geliebten ein neues Leben anzufangen.

    Nach ihrem Sensationserfolg „Sie sind ein schöner Mann!“ über einen französischen Bauern, der eine rumänische Maid zum Heiraten suchte, konnte Isabelle Mergault auch mit ihrem zweiten Film beim heimischen Zuschauer punkten, einer Komödie über echte und unechte Gefühle bei der Fahndung nach dem individuellen Glück.

    Anne-Marie ist einer dieser bourgeoisen Ehefrauen, die sich arrangieren und im Tausch gegen Wohlstand und gesellschaftliche Anerkennung ihre emotionalen Bedürfnisse und Träume aufgeben, beim Seitensprung mal Freiheit schnuppern, aber sicherheitsbewusst ins eheliche Bett zurückkehren. Ihr Lover Léo möchte nach zwei Jahren Versteckspiel Klarheit und sie mit nach Hongkong nehmen, wo er einen Job in Aussicht hat. Bevor Madame ihren Gatten, einen gelangweilten Schönheitschirurgen, verlassen kann, stirbt der bei einem Autounfall. Statt China steht nun Chaos auf dem Programm, die Verwandtschaft samt schrecklich nettem Sohnemann reist an, um der gar nicht so traurigen Witwe beizustehen. Die Familienfalle klappt zu und die Lady in Schwarz erfüllt brav die Erwartungshaltungen, statt den falschen Schein abzuschütteln, verpasst aus Feigheit und Angepasstheit ihre Liebeschance. Aber wie heißt es doch so schön? Everybody gets a second chance!

    Nicht in zarten Strichen, sondern mit grobem Pinsel zeichnet die Französin die Wirren von Lug und Trug, Begierde und Bedauern, und scheut dabei vor Albernheiten nicht zurück, wenn der Liebhaber vom schwankenden Boot aus lächerliche Möwenschreie ausstößt, um die Geliebte aus dem heimischen Nest zu locken oder selbige sich nackt wie Gott sie schuf auf dem Lustlager räkelt, vor dem zufällig nicht nur Léo, sondern auch seine Kumpel auftauchen. Dennoch sind Stimmung und Tonlage gut getroffen, die einzelnen Figuren in ihrer Zwiespältigkeit stimmen, die Komik kommt auf den Punkt und sogar der augenzwinkernd zur cremfarbenen Einrichtung passende eingesetzte Klischee-Pudel tut seinen Dienst. Nachbarn, Freunde und Familie glänzen als ausgesucht skurrile Charaktere mit pfiffigen Dialogen, Michèle Laroque und Jacques Gamblin als heimliche Lovebirds komplettieren mit Charme und Witz die solide Ensembleleistung. mk.

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