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Ema

   Kinostart: 22.10.2020

Ema: Packendes Drama über eine junge Tänzerin, die die Scherben ihres Lebens aufkehren muss.

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„Ema“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Packendes Drama über eine junge Tänzerin, die die Scherben ihres Lebens aufkehren muss.

Das Leben der Reggaeton-Tänzerin Ema wird durch einen schockierenden Moment auf den Kopf gestellt - ihre Ehe mit einem stürmischen Choreographen geht in die Brüche. Ema will die Scherben ihres Lebens aufkehren und begibt sich auf eine Odyssee, in deren Mittelpunkt ihre persönliche Befreiung steht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ema: Packendes Drama über eine junge Tänzerin, die die Scherben ihres Lebens aufkehren muss.

    Der gefeierte chilenische Filmemacher Pablo Larrain beweist im Drama „Ema“, warum er längst zu den führenden Größen des anspruchsvollen Weltkinos gehört und mit Mariana Di Girolama in der Titelrolle entdeckt man ein herausragendes neues Talent.

    Sie spielt eine junge Frau um die 25 Jahre, die ein Enigma ist, eine rätselhafte Erscheinung - so ziemlich genau das Gegenteil von Jackie Kennedy, die Hauptfigur von Larrains letztem Film, „Jackie: Die First Lady“. Manchmal, wenn man sie sieht mit ihren gefärbten kurzen blonden Haaren, die sie so streng nach hinten gekämmt und gegelt hat, dass sie sich auch bei starkem Wind nicht bewegen, wirkt sie wie eine Außerirdische, eine enge Verwandte des Mannes, der vom Himmel fiel, androgyn und doch weiblich. Sie ist wie das erste Bild des Films, in dem man mitten im menschenleeren nächtlichen Valparaíso eine brennende Ampel sieht, die über der Straße hängt, lichterloh in Flammen stehend. Man kann sie sich nicht so recht erklären. Stellt aber doch bald fest, dass sie immer dann von ihrem Leben überfordert scheint, wenn sie nicht gerade mit ihrer Tanztruppe Reggaeton tanzt, diese sofort in die Beine gehender Musik, deren pumpender Beat Motive des Reggae mit Hiphop und elektronischer Tanzmusik vereint. Ema verliert sich gern. Was nichts Gutes heißt für ihre impulsive Ehe mit dem Choreographen und Leiter ihres Ensembles, Gaston, gespielt von Gael Garcia Bernal, und noch schlechter ist für ihre aus einer Schnapsidee heraus getroffenen Entscheidung, einen Jungen zu adoptieren, dem die beiden nicht gewachsen sind. Wenn der Film einsetzt, haben Ema und Gaston den zwölfjährigen Polo wieder abgegeben: Er hat ein Feuer verschuldet, bei dem sich Ema schwere Verbrennungen zugezogen hat, sie wird für immer entstellt bleiben.

    Das ist der Stoff, aus dem Melodramen gemacht werden. Aber in der Hand von Larrain und seinem Kameramann José Vidal weiß man nie so genau, welche Richtung die Handlung nehmen wird, welchen Haken die impulsive Ema als nächstes schlagen wird. Traumatisiert und voller Schuld über ihr Versagen als Mutter stürzt sie sich ins Tanzen und in sexuelle Abenteuer. Mit Gaston, mit Freundinnen, mit ihrer Scheidungsanwältin, mit einem Feuerwehrmann, den sie kennenlernt, als sie mit ihrer Clique und einem Flammenwerfer durch die Straßen ziehen und das eigene geparkte Auto anstecken. Erst nach und nach offenbart sich dem Zuschauer, dass Emas Wahnsinn, dass ihre vermeintlich ziellose Lust am Leben Teil eines ausgeklügelten Plans ist, dessen Konzeption ebenso verrückt ist wie seine Umsetzung. Damit hat man jedenfalls nicht gerechnet, wenn er sich schließlich offenbart. Nie wieder wird man über den Begriff Patchwork-Familie so denken wie nach „Ema“, ein Film, der es einem nicht leicht macht, dass man ihn mag. Dafür ist seine Hauptfigur zu animalisch und unberechenbar. Aber den man dann auch nicht mehr vergisst. Der bei einem bleibt. Weil seine Hauptfigur so unvergesslich ist. Das Mädchen mit dem Flammenwerfer. Mitten in einem flammenden Inferno lodernder Emotionen. ts.
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