Filmhandlung und Hintergrund

Das Hamburger Team ermittelt in einem verwirrenden Fall um einen erschlagenen Arzt, der möglicherweise den Tod eines Patienten verschuldet hat.

Ein Assistenzarzt des Hamburger Klinikums ist ermordet worden. Der Verdacht fällt prompt auf einen Zuhälter, denn dessen Bruder ist nach einem Routineeingriff auf mysteriöse Weise verstorben. Doch dann dämmert den Ermittlern, dass nicht Rache, sondern Recherche das Mordmotiv war: Der tote Arzt war einem Medikamentenmissbrauch in großem Stil auf der Spur. An der weißen Mauer des Schweigens rund um den jovialen Chefarzt aber beißen sich Ermittler die Zähne aus.

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    Kritikerrezensionen

    • Einsatz in Hamburg: Mord auf Rezept: Das Hamburger Team ermittelt in einem verwirrenden Fall um einen erschlagenen Arzt, der möglicherweise den Tod eines Patienten verschuldet hat.

      Krähen, weiß der Volksmund, hacken einander kein Auge aus; erst recht nicht, wenn sie als Halbgötter in Weiß gelten. Das Publikum ahnt daher ungleich früher als das Trio der Hamburger Mordkommission, woher der Wind weht, als ein Assistenzarzt tot im eigenen Blute gefunden wird.

      Dass das erfahrene Autoren-Duo Stefan Cantz und Jan Hinter, verantwortlich für ein paar der besten „Tatort“-Krimis aus Münster, den Zuschauern eine Kiezgröße als Täter unterjubeln will, ist fast eine Intelligenzbeleidigung. Ohnehin sieht Roman Knizka viel zu freundlich aus, um als Zuhälter in großem Stil durchzugehen; ein Ganove vom Zuschnitt dieses Bob Seitz würde kaum mit einem Aschenbecher morden. Ein Motiv allerdings hat er in der Tat: Das Opfer war Assistenzarzt am Hamburger Klinikum und hatte Dienst, als der Bruder des Luden nach einem Routineeingriff sein Leben aushauchte. Seitz‘ wutentbrannter Besuch der Chirurgie ist jedoch so plump inszeniert (Regie: Walter Weber), dass man den jungen Mann als Täter nie ernstlich in Betracht zieht. Entsprechend konstruiert wirkt jene Szene, in der der Lude sein mobiles Telefon zückt und verblüfft feststellt, dass es das Gerät des Toten ist. Alles bloß Bluff: Das Mordopfer hat sein Telefon schlicht beim Clubbesuch vergessen.

      Sieht man mal von diesem Nebenschauplatz ab, der der Wahrheitsfindung eher abträglich ist, bereitet auch dieser „Einsatz in Hamburg“ durchaus Vergnügen. Deutlicher als die letzten Filme des artverwandten „Starken Teams“ betonen Cantz und Hinter die komödiantischen Elemente; gerade die Krankenhausszenen mit Hannes Hellmann sind echte Kleinodien, selbst wenn der illegale Abstieg ins Kellerarchiv fast slapstickhaft ist. Hübsch sind auch die stets von Misserfolg gekrönten Versuche des Kollegen Brehm (Rainer Strecker), endlich sein „Blind Date“ wahrzunehmen; immer wieder funkt ihm die frühere Titelheldin Jenny Berlin (Aglaia Szyszkowitz) dazwischen. Die wiederum sieht sich von allen Seiten Avancen ausgesetzt; sogar die kesse Kollegin aus der Pathologie hat ein Auge auf die hübsche Kommissarin geworfen.

      Und schließlich nimmt auch die Geschichte endlich Fahrt auf, als den Ermittlern langsam dämmert, dass nicht etwa Rache, sondern Recherche das Mordmotiv war: Der nunmehr tote Assistenzarzt war einem Medikamentenmissbrauch in großem Stil auf der Spur. Jetzt aber bekommen es die Beamten mit Gegnern großen Kalibers zu tun: An der weißen Mauer des Schweigens rund um Chefarzt Rixen (Merab Ninidze) beißen sie sich die Zähne aus; die Krähen halten zusammen. Und sollte eine aus der Reihe tanzen, wird kurzer Prozess gemacht. tpg.

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