Einmal so wie ich will

  

Filmhandlung und Hintergrund

Senta Berger als Ehefrau, die bei einem Südafrika-Urlaub beschließt, endlich einmal eigene Wege zu gehen und sich auf einer Straußenfarm einquartiert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Einmal so wie ich will: Senta Berger als Ehefrau, die bei einem Südafrika-Urlaub beschließt, endlich einmal eigene Wege zu gehen und sich auf einer Straußenfarm einquartiert.

    Zum vermutlich ersten Mal in ihrem Leben sagt eine Frau „Nein“; und das ist erst der Auftakt zu einem vergnüglichen Darstellerduell mit ungewissem Ausgang.

    Das muss man gesehen haben: Wenn Senta Berger Ton in Ton - alles apricot! - durch die Steppe stöckelt, bekommt der Begriff „deplaziert“ eine ganz neue Bedeutung. Allerdings wurde es auch Zeit, dass Emma ihrem despotischen Gatten, der zudem fortwährend fröhliche Rassismen von sich gibt, endlich mal die Meinung sagt. Aber nun steht sie da, mutterseelenallein mitten im Busch und ausgerechnet der Großmut eines fast schon autistisch anmutenden Straußenfarmers ausgeliefert.

    Vor knapp drei Jahren hat Gabriela Sperl eine im Prinzip ganz ähnliche Geschichte erzählt. Doch der Zweiteiler „Eine Liebe in Afrika“ (ebenfalls eine teamWorx-Produktion) setzte ganz auf Melodram, zumal der Aids-Hintergrund eher wie ein Vorwand wirkte, um der Liebelei zwischen einem Bischof und einer deutschen Urlauberin ein exotisches Flair zu verleihen. Diesmal konzentriert sich Sperl ganz auf ihre Hauptfiguren, was dem Film enorm gut tut; gerade Götz George ist so gut wie schon lange nicht mehr. Unter der Regie von Vivian Naefe verzichtet er völlig auf die für ihn typischen Manierismen. Trotzdem gelingt es ihm, unter all der Wortkargheit des verbitterten Witwers viel Würde und Verletztheit aufscheinen zu lassen.

    Der Reiz der Geschichte besteht vor allem in der Wandlung der Figuren: Emma legt mit dem Wechsel vom Kostüm zu derberer Kleidung auch ihre Weibchen-Attitüde ab, Menscheinfeind John wird langsam zutraulich. Seine Maskenmarotte ist ohnehin eine überdeutliche Metapher: Die afrikanischen Gesichtslarven signalisieren von vornherein, dass der grimmige Einsiedler, der neben den Straußen allein Tochter Marnie (Jeanette Hain) in seiner Nähe duldet, weit weniger bärbeißig ist, als er zu sein vorgibt. Grollender Dritter im Bunde ist Peter Simonischek als Emmas Mann Ferdinand, dem der Ausbruch aus seinem Charakterkäfig allerdings nicht gelingt. Der düstere Epilog nach Emma reumütiger Rückkehr legt ohnehin nahe, dass sich in der Ehe nichts geändert hat. Alle wollen zwar, aber keiner kann aus seiner Haut; gemessen an der üblichen Fernsehfröhlichkeit eine ungewohnt pessimistische Botschaft. tpg.

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