Eine zauberhafte Nanny - Knall auf Fall in ein neues Abenteuer Poster

Fakten und Hintergründe zum Film "Eine zauberhafte Nanny: Knall auf Fall in ein neues Abenteuer"

Kino.de Redaktion  

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Über die Produktion

Fünf Jahre nach dem großen Erfolg von „Eine zauberhafte Nanny“ haben sich Emma Thompson und Produzentin Lindsay Doran erneut mit Working Title Films zusammen getan, um das magische und überaus charmante Märchen auf der Leinwand weiter zu erzählen.

„Die Ausgangssituation des ersten ‚Nanny’-Films haben wir immer darauf verkürzt, dass das ‚magische Kindermädchen es im Grunde mit den sieben schlimmsten Kindern der Menschheitsgeschichte zu tun bekommt.”, erklärt Lindsay Doran. „Ich denke auch, dass diese Filme immer auf die eine oder andere Art von unerzogenen Kindern erzählen und eben von einem magischen Kindermädchen, das sie auf den rechten Weg führt. Der große Unterschied zwischen dem ersten und diesem zweiten Film ist, dass es im ersten um einen Krieg zwischen den Kindern und einem Elternteil ging, während es hier um einen Krieg von Kindern gegen Kinder geht. Nanny McPhee muss diesen Kindern fünf Lektionen erteilen und ihnen nicht nur beibringen, wie sie besser miteinander auskommen, sondern auch, wie sie ihre Probleme auf konstruktive Art und Weise lösen können.”

Emma Thompson, die als ausführende Produzentin, Autorin und Hauptdarstellerin die Seele des Films ist, fügt hinzu: „In beiden Filmen herrscht für die Kinder ein Verlustgefühl, ein Gefühl, dass etwas fehlt. Im ersten Film ist es der Verlust der Mutter, der Tod von Mrs Brown, die zu viele Kinder bekommen hat. Das gab es in dieser Ära häufiger. Im zweiten Film nun ist der Vater fort, weil er im Krieg kämpft. Auch das galt für diese Ära und unglücklicherweise auch für die Zeit, in der wir gerade leben.“

Mit dem Schreiben dieser neuen Geschichte hatte Thompson schon begonnen, als der erste Film noch in Produktion war. In den folgenden 3 Jahren arbeitete sie immer weiter am Drehbuch und konzentrierte sich vor allem darauf, den Geist des Originalstoffes zu erhalten. Der Ursprung der Nanny McPhee-Figur liegt ja in der Figur Nanny Matilda aus den Gute-Nacht-Geschichten, die in der Familie von Christianna Brand und ihrem Cousin Edward Ardizzone (Illustrator der Nurse Matilda-Bücher) erzählt wurden. Diese Geschichten hatten eine lange Tradition in ihrer Familie und reichten mehr als hundert Jahre zurück. Mit jeder Generation kamen neue Abenteuer und Legenden der übernatürlichen Kinder zähmenden Nanny dazu. Christianna Brand schrieb diese Geschichten das erste Mal in den 1960er Jahren auf und Emma Thompson wollte in ihren Drehbüchern immer auch diese besondere zeitlose Qualität der Geschichten bewahren. Die Story und die Charaktere mögen neu sein, aber die entscheidenden Attribute einer Nanny Matilda/Nanny McPhee-Geschichte bleiben die gleichen – ihre einzelnen Lektionen, ihr Aussehen, das sich von grässlich zu wunderschön wandelt, desto mehr die Kinder sie ins Herz schließen, ihr magischer Stock und ihre Herz zerreißende Pflicht zu gehen, wenn man sie will und nicht mehr braucht.

Regisseurin Susanna White wurde beauftragt, Emmas Drehbuch auf die Leinwand zu bringen. „Susannas Fernsehfilme und Dramen sind beeindruckende Arbeiten”, so Produzent Eric Fellner, „und genau darum haben wir uns für sie entschieden. Sie brachte eine spezielle Sicht auf das Projekt mit und war begeistert von der Idee, Thompsons Drehbuch auf die Leinwand bringen zu können. Und ich denke, der fertige Film spricht für sich und für ihre bemerkenswerten Fähigkeiten.“

White erinnert sich an den Moment als sie das Drehbuch bekam: „Ich war in Afrika, wo ich den ganzen Tag lang riesige Explosionen für Szenen der amerikanischen Invasion in den Irak in „Generation Kill” drehte. Eines Abends kam ich dann nach Hause, las das Drehbuch und spürte sofort eine innige Verbindung zu dem Stoff. Ich habe den ersten Film wirklich geliebt, aber was mir an diesem neuen Skript wirklich gefiel, war die Geschichte einer arbeitenden Mutter, die trotz aller Widrigkeiten versucht, ihr Leben mit ihren Kindern zu bewältigen. Was Emma und Kirk Jones mit dem ersten Film geschaffen hatten, wurde zum Mythos – das magische Kindermädchen, das auf eine ‚sichere’ Art und Weise Angst einflössend ist. Sie wurde zu einer Ikone, glaube ich.” White fühlte sich außerdem inspiriert von solchen Familienfilm-Klassikern wie „The Railway Children” und „Meine Lieder, meine Träume”, die Gefühl und Komik zusammenbringen. „Ich hatte außerdem das Gefühl“, so White, „diesen Stoff mit emotionaler Ehrlichkeit auf die Leinwand bringen zu können.”

White sah in ihren Fernseh- und Dokumentarfilmerfahrungen zudem ein großes Plus, das ihr bei der Arbeit mit dem Drehbuch mehr als half. „Mein Doku-Hintergrund hat mir wahrscheinlich vor allem ein größeres Verständnis für Menschen in den unterschiedlichsten emotionalen Situationen gebracht”, so White. „Das ist für mich immer mein Prüfstein. Ich war dabei als Menschen gestorben sind und als Babys zur Welt kamen – ich denke, ich weiß, wann sich vor der Kamera etwas ‚echt’ anfühlt, und genau dieses Gefühl wollte ich auch in so einem märchenhaften Umfeld wie in dieser Geschichte erzeugen.”

Die Entscheidung, einen zweiten „Zauberhafte Nanny”-Film zu machen, brachte es mit sich, dass eine völlig neue Geschichte entwickelt werden musste. Doran erklärt: „Diejenigen, die die Original-Bücher von Christianna Brand nicht kennen, könnten annehmen, dass wir mit dem ersten Film das erste Buch verfilmt haben und dieser hier ganz einfach das zweite Buch ist. Aber Emma hatte für den ersten Film jeden einzelnen Charakter und jede einzelne Storyline aller drei Bücher genutzt. Also war nicht wirklich etwas übrig und sie musste bei Null anfangen.”

Doch wie sollte diese Story aussehen? Die Entscheidung, dass Nanny McPhee nicht in die Brown-Familie zurückkehrt, um neue Probleme zu lösen, wurde schnell getroffen. „Ein befreundeter Regisseur”, erklärt Doran, „hat mir mal einen weisen Satz gesagt: ‚Wir sollen nur Filme über den wichtigsten Tag im Leben eines Charakters machen. Wen interessiert schon der zweitwichtigste Tag?’ Damit meinte er natürlich all diese Fortsetzungen, in denen alle Charaktere die gleichen sind und die Probleme, die ihnen begegnen, nicht mehr so groß sind oder nicht so organisch wirken wie beim ersten Teil. Das erschien mir auch für diesen Fall ein guter Merksatz.”

Die Lösung lag darin, Nanny McPhee durch Zeit und Raum reisen zu lassen. „Sie ist ein bisschen wie Batman”, beschreibt Fellner. „Sie hat ganz einfach diese magischen Kräfte und kann sie einsetzen, wie es in der jeweiligen Situation angebracht erscheint.”

Emma Thompson erklärt Nanny McPhee folgendermaßen: „Sie ist alterslos und zeitlos. Niemand weiß wie viele Familien sie schon besucht hat. Als wir uns dafür entschieden hatten, sie durch die Zeit reisen zu lassen, war mir sofort klar, wohin ich sie schicken würde – in die Zeiten des Krieges. Ich wollte sie eine Familie besuchen lassen, bei der der Vater in den Krieg gezogen war, und bei der die Mutter versuchen muss, alles zusammen zu halten. Neue Kinder, neue Eltern, neue Probleme für die Kinder, neue Probleme für die Mutter und fünf neue Lektionen von Nanny McPhee.” Es sollte darüber hinaus kein spezifischer Krieg gezeigt werden. Die Zeit, in der der Film spielt, ähnelt den 1940er Jahren und dem 2. Weltkrieg, aber es ist eher eine Anlehnung als eine Festlegung. „Wir wollten diesen Krieg ”, so Doran, „als Metapher für alle Kriege verstanden wissen. Wir wollten uns auch nicht auf ein spezielles Jahr festlegen und haben das Ganze dann die ‚Irgendwie 40er’ genannt – eine Zeit, die sehr viel mit der Zeit des 2. Weltkriegs gemein hat, aber eben auch einen ganz eigenen Look.”

Nanny McPhees zweites Abenteuer in einem anderen Jahrhundert spielen zu lassen, brachte außerdem weitere Vorteile mit sich. In diesem Film treffen wir ein paar Erwachsene, die bei Nanny McPhee früher einmal in der ‚Schule’ waren. Da ist beispielsweise Sergeant Jeffreys, der sich Norman und Cyril vorm Kriegsministerium in den Weg stellt, und am Ende des Filmes offenbart sich ein weiterer Schützling des magischen Kindermädchens und die von Dame Maggie Smith gespielte Mrs Docherty entpuppt sich als das kleine Babymädchen Agatha Brown aus dem ersten Film.

Ein weiterer interessanter Aspekt der in Kriegszeiten spielenden Geschichte lag darin, dass dadurch den Charakteren, die den Film bevölkern, eine bestimmte Richtung gegeben wurde. In dieser Zeit waren die meisten Männer im Krieg. Die zurückgebliebenen sind älter (Mr Docherty, Farmer Macreadie), in Diensten gehobener Herrschaften (Lord Grays Chauffeur, Blenkinsop) oder feige und hinterlistig (Onkel Phil). Das gibt der Welt der Frauen und Kinder eine wichtigere Rolle. Mrs Green und ihre Kinder sind alleine verantwortlich für den Erhalt der Farm, während das Casino, das Phil besucht, von einer Mrs Big (wahrscheinlich verheiratet mit dem abwesenden Mr Big) geführt wird. Hinzu kommt, dass Phil von Mrs Bigs zwei „Schuldeneintreiberinnen” bedroht wird, weil alle Schuldeneintreiber im Krieg sind. Und diese beiden mörderischen Profi-Damen Miss Topsey und Miss Turvey genießen ihre Laufbahn so sehr, dass man sich vorstellen kann, dass es ihnen schwer fallen würde, ihre Karriere wieder aufzugeben, nur weil die Männer wieder nach Hause kommen.

Produktion: Die Besetzung

Obwohl der Film vor dem Hintergrund eines echten Krieges spielt, liegt die eigentliche Kriegsgeschichte in der Auseinandersetzung zwischen den Green- und den Gray-Kindern. Als die versnobte Gray-Verwandtschaft Celia und Cyril auf der Green-Farm auftauchen, beginnt im Grunde sofort eine Schlacht zwischen den ausgelassenen Green-Kindern und den pikierten Städtern. Die Greens haben aber im Grunde andere Probleme, denn ihre Mutter braucht unbedingt Geld für den Traktor, damit die Ernte eingeholt werden kann. Die erste Begegnung mit den Gray-Kindern lässt sie nicht unbedingt sympathisch erscheinen, aber ziemlich schnell erfährt man von den schmerzvollen Hintergründen, die dafür gesorgt haben, dass sie auf der Green-Farm gelandet sind.

Maggie Gyllenhaal beschreibt die Ausgangssituation ihrer Rolle als Mrs Green folgendermaßen: „Mrs Green ist am Ende ihrer Kräfte und es wird schlimmer und schlimmer. Wenn es jemanden gibt, der Nanny McPhee wirklich braucht, dann ist es Mrs Green. Sie hat Kinder, die sich bekämpfen, die Sachen kaputt machen und sich gegenseitig kopfüber aufhängen, und dann ist da auch noch Mrs Docherty, die ihre Hilfe braucht. Man kann also ohne Umschweife behaupten, dass ihr der Alltag gerade um die Ohren fliegt.”

Für Susanna White ist Mrs Green das Zentrum der Geschichte: „Es ist nicht leicht, eine Fortsetzung zu drehen, aber ich hatte das Gefühl, dass das Skript viel mehr als nur eine Fortsetzung war und vielmehr eine Weiterentwicklung der Grundidee. Vor allem der Umstand, dass der Mann im Krieg kämpft und seine Frau zu Hause alles aufrecht erhalten muss – in einem ständigen Kampf mit den Widrigkeiten ihres Alltags. Sie muss versuchen, alles unter einen Hut zu bekommen, und darin hat die Geschichte natürlich etwas sehr Modernes. Mit Maggie haben wir die perfekte Besetzung gefunden. Sie hat diese gewisse Wärme und persönliche Ausstrahlung, die wundervoll mit Emmas Drehbuch und ihrer Vorstellung von Mrs Green korrespondierte. Emma hat sie als heiter und liebenswert verschrobene Frau geschrieben und ich hatte das Gefühl, dass Maggie das wunderbar spielen könnte. Zudem ist sie ja selber eine Mutter und weiß um die kleinen und großen Prüfungen, mit denen es eine Mutter zu tun bekommt. Sie ist sehr offen und natürlich, was hervorragend in diese Rolle gepasst hat.”

Auch für Emma Thompson war Gyllenhaal die perfekte Schauspielerin für ‚ihre’ Mrs Green, wenn auch aus einem etwas anderen Grund: „Im Film spielt sie eine fast schon traditionelle englische Frau, obwohl man sie eher aus diesen coolen, kantigen Filmen kennt, die sie gemacht hat. Ich fand es toll, sie mal in etwas völlig anderem zu sehen. Sie ist eine glorreiche Mrs Green.”

Im Gegensatz zum ersten Film kämpfen die Kinder diesmal nicht gemeinsam gegen die Nanny, sondern gegeneinander. „Diesmal sind es nur 5 und keine 7 Kinder“, so Lindsay Doran, „was es einfacher machte, jeden Charakter mit einer klaren Persönlichkeit auszustatten, aber weil sie so unterschiedlich sind, war es auf der anderen Seite schwieriger, die richtigen Kinder für die Rollen zu finden.“

White hatte Asa Butterfield das erste Mal in „Der Junge im gestreiften Pyjama“ gesehen und war von seiner Leinwand-Präsenz beeindruckt. „Nicht die Kamera liebt Asas Gesicht, sondern man kann auch die unglaubliche Sensibilität in seinen wundervollen Augen erkennen. Er schafft es, eine große emotionale Wahrheit zu transportieren, und außerdem hat er den Vorteil, Maggie Gyllenhaal sehr ähnlich zu sehen.”

Emma Thompson fügt hinzu: „Asa ist perfekt als Norman, der ja im Grunde der Held dieser Geschichte ist. Seine Mutter und er sind die beiden Köpfe des Haushalts und bemühen sich beide händeringend um das Wohl der gesamten Familie. Asa ist sehr direkt und kann ein starke emotionale Kraft entwickeln, was sehr wichtig für die Rolle von Norman (übrigens der zweite Name meines Vaters) war, da er die emotionale Bürde des Filmes auf seinen kleinen Schultern tragen muss.“

Lil Woods spielt Megsie, die burschikose Tochter der Green-Familie. Für White war sie die einzig richtige Wahl: „Lil ist das Original, wenn man so will. Sie lebt auf dem Land und hat tatsächlich zwei Hausschweine (Itchy und Scratchy). Sie ist absolut offen und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.“ Emma Thompson kann das nur bestätigen: „Als Lil herein kam, dachten wir sofort, dass das doch mal ein Mädchen ist, das auch aussieht als würde es auf einer Farm leben. Vielleicht liegt es daran, dass sie wirklich auf einer Farm lebt. Sie hat ein Gesicht, dem man das ‚draußen sein’ anmerkt, Sommersprossen, offene Züge. Und es gab auch keine einzige andere Bewerberin, die so eindeutig gepasst hätte. Die Mädchen aus der Stadt verbreiten eine völlig andere Atmosphäre.“

Oscar Steer spielt Vincent, den jüngsten Spross der Green-Familie. „Wir mussten Oscar einfach nehmen, weil er so zuckersüß und köstlich war“, erinnert sich White, und Thompson führt dazu aus: „Die Sätze, die ich für Vincent geschrieben habe, waren für einen sehr kleinen Jungen gedacht, der gerade an Schwelle des Verstehens von Sätzen mit eingebauten Nebensätzen ist. Dieses Verständnis bei Oscar und die unglaubliche Ausdruckskraft seines Gesichtes – beeindruckend für so einen kleinen Jungen – ließen uns keine andere Wahl. Sofort als er den Raum verließ, haben wir vor Freude gequiekt, weil wir den Richtigen gefunden hatten. Außerdem bin ich in meinem Leben noch keinem Kind begegnet, das so realistisch Geräusche machen kann – traurige, weinerliche, fröhliche Geräusche – ohne dabei wie ein Schauspieler zu wirken.“

Bei Cyril hatte Thompson zunächst einige Sorge, dass sie einen Part geschrieben hätte, der für ein Kind unmöglich zu spielen sei: „Ich dachte lange Zeit, dass wir niemals jemanden finden würden, der witzig genug für Cyril wäre. Ich hatte im Grunde einen kindlichen Salonlöwen geschrieben. Insofern war es wirklich ein Wunder, dass wir Eros Vlahos gefunden haben, der diesen gewaltigen Spagat aus Snob, Witzbold und verletzlichem Jungen bewältigen konnte.”

Am längsten allerdings dauerte die Besetzung von Celia, erinnert sich White: „Wir haben gesucht und gesucht und konnten die richtige Celia einfach nicht finden. Wir brauchten ein Mädchen, das eine gewisse Klasse ausstrahlt und gleichzeitig in der Lage ist, eine große emotionale Verwandlung glaubhaft zu machen. Eines Tages dann habe ich mit Pippa Hall beim Casting in einer Kirche nahe dem britischen Museum gesessen, und in dem Moment als wir die Kamera auf Rosie richteten, wusste ich, dass wir ein ganz spezielles Mädchen vor uns hatten. Ihre Schönheit strahlte auch auf dem Bildschirm und sie konnte spielen. Dazu kam der Vorteil, dass ihr Gesicht etwas ‚historisches’ hatte, dass ihr Aussehen eher klassisch als modern wirkte.“

Produktion: Die Dreharbeiten

Ein zentrales Motiv der „Nanny Matilda“-Bücher, auf denen die „Zauberhafte Nanny“-Serie basiert, ist die Tatsache, dass sich mit dem Verhalten ihrer Schützlinge auch das Aussehen der Titelheldin verbessert.

Diese Verwandlungen werden niemals erklärt, aber die Filmemacher zitieren dann immer gerne ein norwegisches Sprichwort als Anhaltspunkt: „Was geliebt wird, ist immer wunderschön.“ Alle reagieren auf Nanny McPhees grässliches Aussehen als sie sie das erste Mal sehen: Mrs Green erstarrt für einen Moment, der kleine Vincent gibt ein unmissverständliches Geräusch des Ekels von sich, Onkel Phil schreit laut und Cyril beschreibt ihr Aussehen als „ein Gesicht, das den Krieg auch ohne Waffen gewinnen könnte.“

Umso mehr aber die Zuneigung der Kinder für ihr ungewöhnliches Kindermädchen wächst und umso fürsorglicher und großzügiger sie werden, desto mehr schmelzen die grässlichen Attribute der zauberhaften Nanny dahin. Ob diese Veränderung tatsächlich passiert oder nur in der Wahrnehmung der Familie, wird nie adressiert. Im ersten Film „Eine Zauberhafte Nanny“ bemerken Mr Brown und seine Kinder, dass sich ihr Gesicht verändert, aber in diesem Film reagieren nur die Tiere. Die Veränderungen passieren auch für das Publikum fast unmerklich von Szene zu Szene.

Haar- und Make-up Designer Peter King kann sich noch erinnern, wie viele Gedanken er sich über den Look von Nanny McPhee beim ersten Film gemacht hat. „Sie sollte Furcht einflössend aussehen, aber nicht zu Furcht einflössend. Es sollte lustig sein, aber nicht so lustig, dass es einen aus der Geschichte reißt und die tieferen Wahrheiten des Filmes verniedlicht.“

In den „Nanny Matilda“-Büchern hat sich Christianna Brand nie gescheut, die anfängliche Grässlichkeit ihres Kindermädchens zu beschreiben – zwei haarige Warzen, eine einzige Augenbraue über die ganze Stirn, ein hervorstehender „Grabstein von einem Zahn“ und eine „Nase wie zwei Kartoffeln„. Gemeinsam mit der Kostümabteilung erschuf King diesen Ur-Look der Nanny genauso wie die verschiedenen Stadien ihrer Verwandlung im Laufe der Geschichte.

Für Emma Thompson war es ein Genuss, die Rolle der magischen Nanny ein weiteres Mal zu spielen: „Nanny McPhee ist kein normales Wesen. In gewisser Weise ist sie eher eine Erscheinung. Ich sehe sie immer irgendwie als eine Anhäufung von Projektionen. Sie ist sicherlich eine Moralistin, aber ihr System funktioniert eher wie das einer Zen-Meisterin. In jedem Fall ist sie ein unglaublich spannender Charakter und eine tolle Rolle.“

Eric Fellner fasst es zusammen: „Ich liebe Nanny McPhee, weil es ihr gelingt, eine Welt zu erschaffen, nach der sich Kinder sehnen. Ihre Autorität macht Kinder zwar ein wenig nervös, aber es ist eine gespannte Aufregung, die sie erfasst. Sie sind aufgeregt, weil sie es toll finden zuzusehen, was sie alles zaubern kann, und sie sind ein wenig nervös, weil sie Angst haben, sie könnte sie tadeln. Es ist toll einen Film machen zu können, der auf so unterhaltsame Art und Weise klassische Familienwerte vermittelt.“

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