Filmhandlung und Hintergrund

TV-Thriller von Dominik Graf: Die Stadt Leipzig wird von Unbekannten erfolgreich erpresst, die Spuren führen zu einer vom Braunkohleabbau bedrohten Dorfgemeinschaft.

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    • Eine Stadt wird erpresst: TV-Thriller von Dominik Graf: Die Stadt Leipzig wird von Unbekannten erfolgreich erpresst, die Spuren führen zu einer vom Braunkohleabbau bedrohten Dorfgemeinschaft.

      Als temporeiches Katz-und-Maus-Spiel macht sich Dominik Grafs Film auf eine mitreißende Reise, die in einen idyllischen, aber feindseligen Mikrokosmos führt und mit einem Finale furioso aufwartet.

      In Leipzig gehen die Lichter aus. Eine Explosion an einem Strommast ist die Ursache und unterstreicht mit Nachdruck, wie ernst es den Erpressern ist, die von der Kommune Diamanten im Wert von mehreren Millionen Euro fordern. Mit raffinierten Volten lassen sie bei der Übergabe die Polizei ins Leere laufen. Eine erste Spur – der Zufall wollte, das ein von den Erpressern eingesetzter Kurierhund von einer Jägerin angeschossen wurde – führt in ein kleines Dorf, das einem Braunkohleunternehmen weichen soll. Eine zweite Spur deutet auf eine Verwicklung der Russenmafia hin.

      Mit „Eine Stadt wird erpresst“ hat Dominik Graf wieder einmal zum ganz großen Schlag ausgeholt. Er vereint einen packenden Polizeithriller mit einer vereinnahmenden Geschichte über einen in seiner Existenz bedrohten Mikrokosmos, einer Geschichte über Solidarität und den Kampf David gegen Goliath und spart dabei den Exkurs in die DDR-Vergangenheit und den Blick auf die Wende-Nachwehen nicht aus. Das Drehbuch zu „Eine Stadt wird erpresst“ entsprang einmal mehr einer Gemeinschaftsarbeit von Graf und seinem Lieblingsautor Rolf Basedow und ist gewohnt vielschichtig und detailbesessen. Die präzise ausgearbeiteten Figuren sind auf verschiedenen Ebenen miteinander verwoben, die Dialoge sind prägnant, pointenreich und trotzdem stets wie aus der Realität gegriffen.

      Getragen wird die Geschichte von einem perfekt durchdeklinierten Ensemble. Da greift ein Rädchen ins andere – egal ob Polizeiapparat, Dorfgemeinschaft oder Russenmafia – die Rollen sind in ihrer ganzen Breite exzellent besetzt. Uneingeschränkter Star des Films ist dennoch Uwe Kockisch, der Kasulke, den eigenbrötlerischen Chefermittler mit Vopo-Vergangenheit verschroben, aber auch mit einer im Verborgenen liegenden Herzlichkeit anlegt. Seine Wortgefechte mit dem Oberstaatsanwalt, einem Ätz-Wessi, der ihn unbedingt absägen möchte, sind eine Wucht. Wunderbar ist aber auch das zwischen Vorgesetztem und Ziehvater changierende Verhältnis zu Misel Maticevic, einem weiteren Liebling Dominik Grafs, der wiederum als heimlicher Schlagerbarde erstaunliches Potenzial an den Tag legt. Und eine echte Entdeckung ist Julia Blankenburg als Leipziger Jungpolizistin, die sich anfangs böse verplappert, aber in der Höhle des Russenlöwen Contenance und Ruhe bewahrt. fra.

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