Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama um die Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt: Ein Kommissar wendet in einem Entführungsfall gegen einen der mutmaßlichen Täter Gewalt an, um das auf medizinische Hilfe angewiesene Opfer zu retten.

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    Kritikerrezensionen

    • Eine Frage des Gewissens: TV-Drama um die Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt: Ein Kommissar wendet in einem Entführungsfall gegen einen der mutmaßlichen Täter Gewalt an, um das auf medizinische Hilfe angewiesene Opfer zu retten.

      Die Parallelen zum Fall Jakob Metzler sind offensichtlich; doch das ist bloß der Einstieg in eine komplexe Geschichte.

      Ein kleines Mädchen ist entführt worden. Es ist zuckerkrank. Wenn es nicht binnen fünf Stunden sein Insulin bekommt, muss es sterben. Die Polizei kann zwar einen der beiden mutmaßlichen Kidnapper festnehmen, doch der Mann schweigt hartnäckig. Schließlich platzt Hauptkommissar Beltz der Kragen: Er dreht dem Entführer den Arm um, bis der gesteht; das Mädchen kann gerettet werden, seine schöne Mutter ist dem Polizisten mehr als nur dankbar. Happy End? Mitnichten: Entführung, Folter und Befreiung waren nur Prolog. Der Krimi ist nach 15 Minuten vorbei, dann wandelt sich der Film zum Drama. Beltz (Christian Berkel) verliert quasi über Nacht alles, woran er geglaubt hat: Job, Freunde, Zukunft. Die Boulevardpresse und die Menschen auf der Straße feiern ihn zwar als Held, doch mit der Aussageerpressung war eine Grenze überschritten: Er hat gefoltert. Selbst der Richter hat Respekt vor seiner Handlung, aber für den Polizeidienst ist Beltz untragbar geworden.

      Nach furiosem Auftakt wechselt Bohn konsequent die Erzählweise. Den Prozess fasst er noch in rascher, wortloser Schnittfolge zusammen, doch bald schon konzentriert sich die Kamera (Simon Schmejkal) ganz auf Berkel, denn Beltz beginnt sich zu ändern. Nach vergeblicher Arbeitssuche nimmt er widerstrebend einen Job bei einem Sicherheitsdienst an. Die Firma arbeitet zwar mit modernster Technik, hat aber aufgrund ihrer wenig zimperlichen Methoden einen zweifelhaften Ruf. Doch Beltz ist froh, überhaupt wieder Arbeit zu haben, zumal ihm die Chefin (Nina Petri) Kontakt zu höchsten Kreisen verschafft, wo er wegen seiner Tat hohen Respekt genießt. Bloß Sandra (Nadeshda Brennicke mit viel Trauer im Blick), die Mutter der kleinen Mirjam, geht auf Distanz: Der Mann, den sie liebt, existiert nicht mehr.

      Zwei Schlüsselszenen markiert Bohn mit einer ungewöhnlichen Bildgestaltung: Die Kamera zieht sich zurück, obwohl die beiden Hauptfiguren ins Gespräch vertieft sind. Beim ersten Mal verlieben sie sich, beim zweiten Mal macht Sandra Schluss. Zu sich kommt Beltz jedoch erst wieder, als er dem Entführer beim Freigang begegnet und prompt ausrastet. Die Szene wirkt etwas dick aufgetragen, zeigt aber vor allem, wie zurückhaltend Bohn den Film bis dahin inszeniert hat. Gerade Berkel spielt zudem ausgezeichnet. tpg.

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