Eine flexible Frau (2009)

Eine flexible Frau Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Eine flexible Frau: Experimentelles, desillusionierendes Psychogramm einer arbeitslosen Architektin, die immer tiefer in die soziale Isolation taumelt.

Architektin Greta wurde gerade entlassen und versucht sich als Freischaffende. Auf dem leergefegten Arbeitsmarkt findet sie aber nur etwas im Callcenter. Den Job behält sie nicht lange, weil sie sich den Regeln nicht unterwerfen will. Ihr zwölfjähriger Sohn hält sie für eine Versagerin, und auch ihre Freunde stehen nicht hinter ihr. Zynisch ergibt sie sich dem Alkohol und stürzt vollends ab.

Die ehemalige Architektin Greta ergibt sich nach ihrer Entlassung dem Alkohol und stürzt vollends ab. In Tatjana Turanskyjs desillusionierendem Psychogramm einer Arbeitslosen brilliert Mira Partecke in der Hauptrolle.

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Kritikerrezensionen

  • Experimentelles, desillusionierendes Psychogramm einer arbeitslosen Architektin, die immer tiefer in die soziale Isolation taumelt.

    So brüchig wie die Arbeitsbiografie von Greta (Mira Partecke aus “Der Letzte macht das Licht aus”) ist auch die Dramaturgie dieser Studie einer modernen Frau in einem ungemütlichen Berlin. Ihre Unfähigkeit, sich dem brutalen Wettbewerb anzupassen, bezahlt sie mit einem haltlosen Abstieg. Cassavetes “Eine Frau unter Einfluss” oder auch Kolleks “Sue” kommen in den Sinn, wenn Mira Partecke wie eine deutsche Tilda Swinton in einer Kaskade von mitunter experimentellen Szenen ein Falling Down ins Nichts hinlegt. Der ironische Titel des Spielfilmdebüts von Tatjana Turanskyj verweist auf den Hintersinn eines anspruchsvollen, unorthodoxen Autorenfilms.

    Zunächst tritt Greta als selbstbestimmte Freiberuflerin auf, die von ihrem Architekturbüro entlassen wird. Auf dem leergefegten Arbeitsmarkt findet sie nur einen Job im Callcenter, den sie nicht lange behält, weil sie keine Lust hat zu funktionieren. Weder bei Freunden, ihrem zwölfjährigen Sohn Lukas, der die Mutter als Versagerin apostrophiert, noch beruflich kann sie andocken; auch weil sie spröde auf Distanz geht. Turanskyj entwirft einen unbequemen Charakter, den man schwerlich mögen kann. An ihm erforscht sie immer entfremdetere Formen des Daseins bis hin zum Vollabsturz im Alkohol, nachdem die überschuldete Protagonistin den zynischen Rückzug angetreten ist. Bin ich meine Arbeit oder auch ohne Job noch ein Mensch und obendrein etwas wert? Das sind die zentralen Fragen, deren Antworten deprimierend ausfallen.

    Es wird prekär, in erster Linie auf einem psychologischen Level, denn der stilistisch harte, zerklüftete Anti-Heimatfilm bebildert Seelenarchitekturen einer Unangepassten, die ihre Haltung bewahren will – was im Berufsleben einfach unmöglich ist. Tatjana Turanskyjs Wurzeln im Theater und in der Performance schlagen sich im Film deutlich sichtbar nieder, der zwar sperrig und mitunter prätentiös wirkt, sich aber mit fast surrealistischen Impressionen und auswegloser Unnachgiebigkeit an eine Figur heftet, die wie geschaffen für Programmkinos ist.

    tk.

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