Filmhandlung und Hintergrund

Thriller mit Petra Schmidt-Schaller als naive Ex-Polizistin, die zur Figur in einem miesen Spiel wird.

Als die ehrgeizige junge Ina die Prüfung für die Zulassung zur gehobenen Polizeilaufbahn nicht besteht, kommt ein Angebot ihres früheren Ausbilders Theissen gerade recht: Der Ex-Polizist hat eine Sicherheitsfirma gegründet, die ein großes Öko-Unternehmen bei der Suche nach einem Informationsleck berät. Als sich rausstellt, dass ausgerechnet der Firmengründer die Betriebsgeheimnisse verrät, greift Theissen zu einem miesen Trick, um den Mann kaltzustellen; und Ina wird zum Sündenbock.

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Kritikerrezensionen

  • Ein gefährliches Angebot: Thriller mit Petra Schmidt-Schaller als naive Ex-Polizistin, die zur Figur in einem miesen Spiel wird.

    Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man sich entscheiden muss, ob man Wolf oder Geißlein ist. Bislang hat sich diese Frage für die ambitionierte junge Polizistin Ina Roth (Petra Schmidt-Schaller) nicht gestellt. Als sie jedoch durch die Prüfung für die Zulassung zum gehobenen Dienst fällt und ihr früherer Ausbilder Theissen (Armin Rohde) ihr ein Angebot macht, das sie nicht ablehnen kann, erreicht sie diesen Punkt früher, als ihr lieb ist.

    Theissen betreibt eine Sicherheitsfirma, die für einen wichtigen Kunden ein Leck suchen soll: Irgendjemand aus dem Berliner Öko-Unternehmen Ecotec versorgt die Öffentlichkeit mit internen Informationen, deren Veröffentlichung regelmäßig dazu führt, dass der Aktienkurs sinkt. Schließlich stellt sich raus, dass ausgerechnet Firmengründer Dithardt (Christian Berkel) dahintersteckt; auf diese Weise will er das von seinem Kompagnon (Anian Zollner) eingefädelte Joint-Venture mit den Chinesen verhindern. Gütschow (André Hennicke), ein mit allen Abwassern des professionellen Spitzels gewaschener Stasi-Veteran und Theissens Mann fürs Grobe, sorgt dafür, dass Dithardt die totale Überwachung widerfährt. Ina weiß, dass sie sich damit auf die dunkle Seite begibt. Sie beruhigt ihr schlechtes Gewissen mit der Maxime, dass der Zweck die Mittel heilige, erst recht, als Gütschow auf Dithardts Laptop Kinderpornografie entdeckt. Dabei ist die junge Frau bloß eine Figur in einem miesen abgekarteten Spiel.

    Die Besetzung mag allzu offenkundig nach Typ erfolgt sein, aber Petra Schmidt-Schaller und Armin Rohde passen selbstverständlich perfekt zu ihren Rollen: Sie versieht die Hauptfigur mit genau der richtigen Mischung aus Naivität und Ehrgeiz, er verkörpert Inas Boss als väterlichen Freund, der jedoch keinen Zweifel daran lässt, dass er auch anders kann. Theissen hat seine Firma nach Cerberus benannt, jenem dreiköpfigen Hund, der in der griechischen Mythologie das Tor zur Unterwelt bewacht; und es ist alles andere als überraschend, dass sich Theissen schließlich selbst als der Teufel entpuppt.

    Regisseur des Films ist Hannu Salonen. Er inszeniert „Ein gefährliches Angebot“ (nach einem Drehbuch von Sven Poser) auch dank der vorzüglichen elektronischen Musik von Fabian Römer als modernen Großstadt-Thriller. Die Bilder sind kühl und sachlich, die Innenaufnahmen von Theissens Firma zudem überwiegend lichtarm und fast farblos, was diese Welt naturgemäß abschreckend wirken lässt; ein einfaches, aber wirkungsvolles visuelles Konzept. In diese Ästhetik fügen sich auch die Überwachungsvideos gut ein: Christian Berkels Mitwirkung wird über weite Strecken auf die grobkörnigen Schwarzweißbilder der winzigen Kameras reduziert, die Gütschow in seinem Haus installiert hat.

    Ähnlich reizvoll wie die Bildgestaltung (Wolf Siegelmann) ist auch die Entwicklung der wichtigsten Charaktere, die im Verlauf der Handlung ausnahmslos einen Wandel durchlaufen. Ina findet natürlich wieder auf den Pfad der Tugend zurück, Theissen lässt seine Maske fallen, Dithardt ist im Gegensatz zu seinem Partner in Wirklichkeit einer von den Guten, und Gütschow, der die Konversationsversuche seiner neuen jungen Kollegin einsilbig an sich abprallen lässt, entpuppt sich als tragische Figur. tpg.

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