Filmhandlung und Hintergrund

Verzwickter Psychothriller um ein Paar, dessen Ehe von der attraktiven und unberechenbaren Wohnungsnachbarin sabotiert wird.

Als die blonde, vom unerfüllten Kinderwunsch neurotisierte Jenny in Nachbarin Lisa eine enge Freundin findet, scheint Jennys Ehe und auch ihre mentale Gesundheit davon zu profitieren. Doch die Harmonie ist trügerisch, denn Lisas Beziehungsneid und ein traumatischer Vorfall in der Vergangenheit der Frauen hat blutige Konsequenzen.

Die vom unerfüllten Kinderwunsch neurotisierte Jenny findet in Nachbarin Lisa eine enge Freundin, doch die hat ganz anderes im Sinn. Verzwickter Psychothriller um ein Paar, dessen Ehe von der attraktiven und unberechenbaren Wohnungsnachbarin sabotiert wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein tödliches Verhältnis: Verzwickter Psychothriller um ein Paar, dessen Ehe von der attraktiven und unberechenbaren Wohnungsnachbarin sabotiert wird.

    Große Erwartungen verband die Tobis einst mit diesem Stoff, der ursprünglich „Das kleine Mädchen, das vom Baum fiel“ hieß, Aidan Quinn und Christiane Paul auf seiner Besetzungsliste führte und nun unter dem Titel „Ein tödliches Verhältnis“ recht reißerisch und mit anderen Darstellern im österlichen Kinomarkt eingesetzt wird. Die Titel-Assoziation zu Ich-dränge-mich-in-deine-Beziehung-hinein-Filme wie „Eine verhängnisvolle Affäre“ verkauft dieses Regiedebüt als Psychothriller. Ein Anspruch, den das filmische Mosaik aus Kindheitstrauma, Mord, Ehekrise und Beziehungsneid ob einem ins Komische abgleitenden Ton nicht erfüllen kann.

    Durchaus animierend lockt diese Dreiecksgeschichte mit einem rätselhaften Beginn, der die Saat säen soll für später erwünschte Spannung und Zuschauermanipulation. In einem einsam gelegenen Haus verläßt eine junge Frau, deren Identität erst in den letzten Minuten gelüftet wird, den Schauplatz eines Dramas, das soeben mit zwei Leichen ein blutiges Ende gefunden hat. Im weiteren Verlauf fährt der Kinoerstling des Kaliforniers Michael Bartlett, dessen Filmografie bisher von Musik-Dokumentationen bestimmt wurde, in die Ehe der Berliner Ben (Dominique Horwitz, demnächst auch in „Frauen lügen nicht“ zu sehen) und Jenny (Floriane Daniel, die talentierte Entdeckung aus „Winterschläfer“). Deren Beziehung leidet unter dem unerfüllten Kinderwunsch und Jennys daraus resultierender psychischer Störung. Mit Zwischenschnitten auf blitzende Messer oder Jennys Verhaltensexzentrik (Wannenbad im Sommerkleid) baut Autor Bartlett den blonden Engel als getarnten Teufel auf, bis Jennys neue Nachbarin Lisa (Julia Jäger) in bester „Weiblich, ledig, jung sucht“-Tradition Ansprüche auf Ben erhebt und sie auch im Bett manifestiert. Barbet Schroeders Thriller erweist sich als Bartletts bevorzugte Inspiration, ergänzt durch einen Schuß „Wenn die Gondeln Trauer tragen“, der wieder einmal in seiner berühmten Sex-Montage als Vorbild dienen darf. Im Handlungsablauf unglaubwürdig und in der Zeichnung der Figuren recht plakativ, erinnert „Ein tödliches Verhältnis“ nicht selten an Hark Bohms „Für immer und immer“. Auch Bartlett läßt seine Darsteller in entscheidenden Situationen allein und vermag einen ernsten psychologisch-traumatischen Plotpoint nicht mit der gebotenen Seriosität zu behandeln. Die Identität des Mädchens, das vom Baum fiel (und vom Vater mißbraucht wurde), wird in den letzten Filmminuten verraten. Ihre problematische Biographie jedoch schon weitaus früher. kob.

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