Ein todsicherer Plan

  1. Ø 4
   2014
Ein todsicherer Plan Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Ein todsicherer Plan: TV-Drama um einen missglückten Überfall mit anschließender Geiselnahme.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Roland Suso Richters enorm dicht inszenierter Hochspannungs-Thriller mit Richy Müller schildert, wie ein Banküberfall komplett aus dem Ruder läuft.

    Es gibt hierzulande nur wenige Autoren, die ähnlich dichte Krimidrehbücher schreiben wie Holger Karsten Schmidt. Seine Geschichten sind schnörkellos und dennoch von einer Komplexität, die sich mitunter erst auf den zweiten Blick erschließt. Werden seine Vorlagen dann auch noch von kongenialen Partnern umgesetzt, gehören die Ergebnisse regelmäßig zu den Höhepunkten des Fernsehjahres, wie unter anderem die Grimme-Preise für „Mörder auf Amrum“ (Regie: Markus Imboden) oder kürzlich „Mord in Eberswalde“ (Regie: Stephan Wagner) belegen. Mit „Spiel auf Zeit“ hat Schmidt vor einem Jahr dafür gesorgt, dass der „Tatort“ aus Stuttgart an die Qualität der ebenfalls aus seiner Feder stammenden herausragenden Auftakt-Trilogie anknüpfte. Regie führte dabei Roland Suso Richter. Für „Ein todsicherer Plan“ hat sich das Duo erneut zusammengefunden; das Ergebnis ist ein Hochspannungs-Thriller, wie man ihn bei ARD und ZDF nur äußerst selten sieht. Dabei ist der Prolog ausgesprochen harmlos: Irgendwo in der badischen Provinz verabschiedet sich Kleinstadtschreiner Roth (Müller) wie jeden Morgen von Frau und Tochter und macht sich auf den Weg zur Arbeit. Heute jedoch führt ihn sein Weg zur Bank: Gemeinsam mit einem früheren Angestellten (Martin Butzke) will er einen Geldtransport überfallen, aber der vermeintlich todsichere Plan geht gründlich schief. Plötzlich finden sich die beiden Amateure als Geiselnehmer in der örtlichen Bankfiliale wieder. Mit dem Beginn des Überfalls beginnt praktisch bereits das Finale. Zwischendurch gibt es kurze Verschnaufpausen, aber im Grunde sammelt der Film in diesen Momenten bloß Kraft, um anschließend mit noch größerer Intensität weiterzumachen. Schmidt nutzt diese Szenen, um den Hauptfiguren mehr Tiefe zu geben. Roth zum Beispiel erfährt, dass er das Opfer einer miesen Strategie seiner Hausbank geworden ist. Für eine Geschichte, die sich zur Not in drei Worten zusammenfassen ließe, entwickelt das Drehbuch dank vieler oft bloß angedeuteter Nebenstränge ohnehin eine eindrucksvolle Komplexität. Dennoch setzt Richters Umsetzung in erster Linie auf Nervenkitzel, denn selbstredend will die Polizei die Bankräuber nicht davon kommen lassen. Ähnlich gelungen wie die Führung der Darsteller sind Bildgestaltung (Jürgen Carle, Christoph Schmitz) und Schnitt (Isabelle Allgeier). Auch die Musik (Ulrich Reuter) hat großen Anteil daran, dass der Film eine enorme Intensität erreicht, die schließlich in einen schockierenden Schluss kulminiert. tpg.

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